Tag des offenen Denkmals 2010
Der Tag des offenen Denkmals
ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days, die auf Denkmäler und deren Schutz aufmerksam machen. An diesem Tag öffnen teils oder ganz privatisierte sowie öffentliche Denkmäler ihre Türen für die Öffentlichkeit. Ziel ist es den Denkmalschutz ins öffentliche Interesse zu rücken und die Menschen dafür zu sensibilisieren, was es bedeutet ein altes Bau- oder Naturdenkmal vor dem Verfall zu schützen.
Die Zitadelle Jülich
ist ein Baudenkmal von europäischem Rang. Die mächtige Festung mit dem herzoglichen Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Residenz Herzog Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg gebaut. Der "palazzo in fortezza" im Stil italienischer Hochrenaissance gilt als bedeutendster seiner Art im deutschsprachigen Raum.
Die Veranstaltung
am Tag des offenen Denkmals stellt die 90.000 m² große Anlage vor. Dabei werden auch Führungen in sonst Besuchern verschlossene Bereiche gezeigt. Ein Wallrundgang macht das Ausmaß der weitläufigen, von Gängen und Kasematten durchzogenen Festung deutlich. Tiefere Einblicke in das, damals hochmoderne, Verteidigungskonzept gewährt eine Führung durch die Bastion Marianne, die das Hauptangriffsziel der Belagerungen von 1610 und 1622 war. Ein Abstecher in den Wallgraben stellt das Ravelin Lyebeck vor, das um 1700 errichtet wurde, um die Festung zu verstärken. Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe sind bei diesen Führungen hilfreich.
Im Pulvermagazin ist die Ausstellung „Bilder auf Reisen – Schirmer und Amerika“ zu sehen, die in drei Führungen von den Kuratoren eingehend vorgestellt wird.
Ein Feldlager des Corps de Juliers zeigt mit viel Liebe zum Detail das Soldatenleben zur Zeit Napoleons. Dabei zeigen sie auch, wie damals eine Kanone geladen und abgefeuert wurde.
Auskunft über die Renaissance, die Zeit in der Zitadelle gebaut wurde, und die Antike, die Zeit in der die Römer Jülich gründetet, geben Kostümierte in zeitgenössischen Gewändern.
Stärkung verheißt das Zitadellencafe mit dem Kindermitmachbereich.






