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Geschichte am Sonntag (GaST)

Von April bis Oktober bietet der Förderverein am jeweils ersten Sonntag im Monat eine Zitadellen- und Schlossführung an, an die sich bei den VHS/GaSt-Führungen ein Einblick in den für Jülich charakteristischen Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg bei einem kurzen Gang zum Marktplatz anschließt.
    (zum Teil in Kooperation mit der Volkshochschule Jülicher Land, VHS)   


Im Jahr 2017 finden wieder VHS- und GaSt-Führungen statt.

Der nächste Termin ist eine reine Stadtführung (siehe dazu Text unten)!
7. Mai, 11:00 Uhr, (VHS, mit Dr. Rüdiger Urban),

Bitte melden Sie sich für diese Führung bei der VHS Jülicher Land an (telefonisch oder über die Internetseite der VHS). Treffpunkt ist am 7. Mai um 11 Uhr an der Pasqualini-Brücke, dem stadt-seitigen Eingang der Zitadelle. Es wird eine Gebühr von 5 Euro pro Teilnehmer erhoben. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Weitere Termine werden hier in Kürze veröffentlicht.
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Dauer rund 2 bzw. 2,5 Stunden Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt. VHS-Führungen: 5 €/Teilnehmer (Kinder bis 14 Jahre frei)

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Das Jülicher Erbe der Idealstadtanlage der Renaissance

Oft wird gefragt, wieso die Jülicher Innenstadt seit 1993 unter dem Schutz einer Denkmalbe-reichssatzung steht. Jülich wurde doch im Zweiten Weltkrieg 1944 fast vollständig zerstört. Was soll da noch denkmalwürdig sein?

Am Sonntag, dem 7. Mai, soll dieser Frage nachgegangen werden. Dazu laden der Förderverein Festung Zitadelle Jülich e.V. und die Volkshochschule Jülicher Land zu einem Spaziergang der besonderen Art durch die historisch geprägte Innenstadt Jülichs. Der Vorsitzende des Förder-vereins, Dr. Rüdiger Urban, erläutert den Wiederaufbau Jülichs nach dem Zweiten Weltkrieg sowie den historischen Hintergrund.

Dabei führt er aus, dass es das Erscheinungsbild der historisch geprägten Jülicher Innenstadt ist, das unter Denkmalschutz steht. Der Grund dafür ist, dass sich darin die verschiedenen Fa-cetten des Jülicher Erbes der Idealstadtanlage der Renaissance widerspiegeln.

Was hat es mit dieser sogenannten "Idealstadtanlage", die im 16. Jahrhundert entstand, auf sich? Es war eine Stadt, die nach völlig neuen Grundsätzen entworfen worden war. Herzog Wil-helm V. von Jülich-Kleve-Berg ließ sie nach einem verheerenden Stadtbrand errichten - eine Stadtanlage, wie sie nördlich der Alpen kein zweites Mal zu finden war. Die Stadt umgab eine noch heute erkennbare fünfeckige Festungsanlage. Diese wurde von einer quadratischen Zita-delle mit dem herzoglichen Schloss im Stil der italienischen Hochrenaissance beherrscht. Cha-rakteristisch für den Festungsbau dieser Zeit sind die an der Zitadelle noch heute erkennbaren breiten Wälle und Bastionen. Damit galt die Festung am strategisch bedeutsamen Rurübergang als uneinnehmbar. Jülich erstand als eine moderne, steinerne Stadt mit zentralem, quadrati-schem Marktplatz, geraden breiten Straßen und verteidigungstechnisch bedingten Bebauungs-grundsätzen. Diese Idealstadtanlage demonstrierte Macht und Kunstsinn des Herzogs, betonte die staatliche Ordnung im Herzogtum, besaß eine optimale Verteidigungsfähigkeit und bot eine moderne Urbanität.

Wie konnte sich diese renaissancezeitliche Prägung über all die Jahrhunderte erhalten? Die Gründe liegen letztlich in tragischen Ereignissen in der herzoglichen Familie und machtpolitischen Entwicklungen in Mitteleuropa. Sie ließen die Zitadelle bald zu einer reinen Garnison herabsinken. Während die Festungsanlagen ständig erweitert wurden, versank die Stadt in eine Art "Dornrös-chenschlaf". Eingemauert in ihren Wällen bewahrte sie ihren Charakter - auch über die Niederle-gung der Stadtbefestigung 1860 hinaus.

Woran erkennt man heute die verschiedenen Facetten des Erbes der Idealstadtanlage? Inner-halb der ehemaligen Wallstraßen (Schirmerstraße, Schützenstraße, Am Aachener Tor, Bauhof-straße, Poststraße) wurde nach dem Krieg auf dem fast unverändert überkommenen Stadt-grundriss aus dem 16. Jahrhundert wieder aufgebaut. Man orientierte sich zudem an den her-zoglichen Bebauungsgrundsätzen. Gleichzeitig haben die Planer des Wiederaufbaus in ihren Bauten Architekturformen aus der Renaissance aufgegriffen. Diese drei Elemente, Stadtgrund-riss, Bauordnung und renaissancezeitliche Architekturformen, machen das Erscheinungsbild Jülichs zu einem herausragenden stadtbaugeschichtlichen und kulturhistorischen Dokument des Wiederaufbaus der Nachkriegszeit.

Die Führung schildert die historischen Zusammenhänge, erläutert die noch erkennbaren Elemen-te der renaissancezeitlichen Stadtfestung, erklärt den charakteristischen Wiederaufbaustil im heutigen Stadtbild und zeigt auf, wo dieser durch moderne Bauten gefährdet ist. Zitadell und Schloss werden nicht besucht.

Bitte melden Sie sich für diese Führung bei der VHS Jülicher Land an (telefonisch oder über die Internetseite der VHS). Treffpunkt ist am 7. Mai um 11 Uhr an der Pasqualini-Brücke, dem stadt-seitigen Eingang der Zitadelle. Es wird eine Gebühr von 5 Euro pro Teilnehmer erhoben. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

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