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Kunsthandwerkerinnenmarkt 2006

Altes Handwerk neu entdeckt
13. Kunsthandwerkerinnenmarkt am 10. Juni auf dem Schlossplatz in Jülich


Zu den frühesten handwerklichen Grundtätigkeiten zählen Korbflechten, Weben, Stroharbeiten und Töpfern. Fast jedes noch heute ausgeübte Kunsthandwerk hat eine Geschichte von vielen hundert oder sogar tausend Jahren.

In einer Welt, die von Mechanisierung und Standardisierung geprägt ist, bringt das Kunsthandwerk heute ästhetisch ansprechende handgearbeitete Objekte mit Unikatcharakter hervor. Besucher des 13. Kunsthandwerkerinnenmarktes in Jülich können sich hiervon am 10. Juni von 11:00 bis 18:00 Uhr überzeugen und inspirieren lassen.

Ein Highlight des Kunsthandwerkerinnenmarktes ist die Korbflechterin Gabriele Schaaf.

Das Flechten von Körben kennen viele Leute noch von früher. Dieses Handwerk ist in den Geschichten fast aller Naturvölker zu finden. Korbwaren und andere geflochtene Gefäße gehören zu den ältesten Gebrauchsgegenständen der Menschheit.

Das liegt sicherlich auch mit daran, dass außer Händen und Flechtmaterial kaum Handwerksmaterial benötigt wird. Weide, Binse, Riedgras eignen sich am Besten zum Körbe flechten, da sie sehr biegsam sind und sich so gut verarbeiten lassen.

"Viele Strauchweiden entwickeln im Sommer lange, biegsame Triebe, die bis zum Herbst verholzen. Diese Ruten verwende ich am liebsten zum Korbflechten", erklärt Gabriele Schaaf.

"Die Ernte erfolgt immer im Herbst, nach der Entlaubung. Die Weidenruten werden den Winter über getrocknet und können dann im kommenden Jahr verarbeitet werden.

Weiden können roh - also mit Bast-, geschält und gekocht verwendet werden. Je nach Art müssen sie jedoch vor der Verarbeitung einige Stunden bis 2 Wochen gewässert werden."

- Gabriele Schaaf weiß bestens Bescheid.

Bild: Aussenansicht des Ateliers

Bild: Frauen beim Kurs Flechten mit Weiden


Sie bietet im Vorfeld des Kunsthandwerkerinnenmarktes in Jülich einen Kurs an. "Es gibt kaum ein Handwerk, das so handwerklich ist wie das Korbflechten. Mit jahrtausend alten Techniken, fast ohne Werkzeuge (außer den Händen), entsteht mit jedem Korb ein Unikat. Lassen Sie sich von der einfachen Schönheit und der Vielfältigkeit des Flechtwerks begeistern," wirbt die Korbflechterin.

"Flechten mit Weiden" findet statt am Freitag,
9. Juni von 16:00 bis 20:00 Uhr.

Im Flechtkurs können phantasievolle Rankkegel für Pflanzen, paraventartige Flechtwände oder andere Gartenobjekte geflochten werden. Eine Anmeldung ist bis zum 3. Juni bei der Jülicher Gleichstellungsstelle unter Telefon 02461 63-236 erforderlich. Der Kursort ist abhängig von der Teilnehmerzahl. Kosten: 30 € incl. Material.

Das Flechten von Körben ist eine alte Handwerkstugend: Es sieht einfach aus, aber ob es wirklich so problemlos geht, das können Besucher im Kurs "Flechten mit Weiden" am 9. Juni oder auf dem Kunsthandwerkerinnenmarkt am 10. Juni von 11:00 bis 18:00 Uhr beurteilen.

Kontakt: Katharina Esser, Telefon 02461 63-236.



Informationsveranstaltungen zu Landschaftsplänen

6. Juni, 19 Uhr, Bürgersaal des Rathauses Titz

N.N. Theater: Michael Kohlhaas

1. Juni, 20 Uhr, Open Air Bühne im Brückenkopf-Park Jülich

Neu im Außerschulischen Lernort des Brückenkopf-Parks Jü

Neue Angebote seit dem 1. Mai

Neu im Park – Ziegenkontaktbereich

Ziegen streicheln und füttern

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