"Natur im Blick"

Die Landschaften des Johann Wilhelm Schirmer
 

Eine Ausstellung des Museums Jülich
im Pulvermagazin der Zitadelle
17. Mai - 30. September 2001

 

Das historische Pulvermagazin auf der Bastion St. Johannes der Zitadelle, errichtet zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wird in diesem Jahr zum dritten Mal zum Ort der Auseinandersetzung mit der Zeit seiner Errichtung und Nutzung. Diesmal soll in dem eindrucksvollen Gebäude am Beispiel des aus Jülich stammenden Malers Johann Wilhelm Schirmer (1807-1863) die Epoche der Romantik reflektiert werden. Schirmer beschreibt in seinen Lebenserinnerungen die Festung Jülich als Inspirationsquelle: "...die Geheimnisse der unbetretbaren Festungswerke, die Kasematten u.a.m. enthielten des Wunderbaren in Menge...".


 

Johann Wilhelm Schirmer gehörte zu den Größen spätromantischer Malerei in Deutschland. Innerhalb der Düsseldorfer Malerschule, die das Kunstschaffen im Rheinland des 19. Jahrhunderts nachhaltig prägte, begründete er zusammen mit Carl Friedrich Lessing 1827 die Landschaftsmalerei. Schirmer galt über 25 Jahre als einflußreichster Landschaftsmaler der Düsseldorfer Akademie, der über 150 Schülern zum Vorbild wurde. 1854 übernahm er die Leitung der Karlsruher Kunstschule, der er bis zu seinem Tod 1863 als Direktor vorstand.
Im Jahr 1828 wurde Schirmer durch die Ausstellung seiner ersten großen Arbeit "Deutscher Urwald" in Berlin schlagartig in der Kunstwelt bekannt. Seine Anregungen zu diesem Frühwerk bezog er aus der waldreichen Umgebung seiner Heimatstadt Jülich. In der damaligen Festungsstadt 1807 geboren, gehört er zu der Generation der Maler, die man zutreffend als Malerpoeten bezeichnet hat. Der Zauber der Auen und Wälder hat seine Malkunst nachhaltig beeinflußt.
Zahlreiche Reisen führten Schirmer u.a. in die Eifel, die Normandie, die Schweizer Alpen und nach Italien. Schirmer erweist sich hier als ein großartiger Zeichner, der in täglichen Skizzen vor der Natur spontane Eindrücke, Details und übergreifende Formen festhielt.


 

Die Ausstellung zeigt Gemälde, Handzeichnungen und Skizzen aus dem Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums Jülich, die es ermöglichen, seiner Arbeitsweise von der Einzelstudie zur komponierten Ideallanschaft zu folgen. Schirmers Malerei fasziniert durch atmosphärische Stimmung. Die Präsentation gewinnt Spannung durch die Gegenüberstellung seiner Landschaften, die traditionellen Vorstellungen der Landschaftsdarstellung entsprechen, und seiner frischen Ölskizzen und Vorstudien. Diese Entwürfe, die im Freien gewonnene direkte Natureindrücke und Naturstudien festhalten, wirken für den heutigen Betrachter teilweise schon impressionistisch.


   Die Ausstellung
 
   Das Programm
 
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Öffnungszeiten Eintritt
Mo-Fr
Sa/So/Feiertag
14 - 17 Uhr
11 - 18 Uhr
Erwachsene
ermäßigt
Schulklassen
6,- DM
4,- DM
2,- DM
Führungen
27.5., 24.6., 22.7., 26.8., 23.9. und 30.9., jeweils 11.00 Uhr
Große Kasemattenführung jeweils Sa/So/Feiert. 15.00 Uhr
 
Gruppenführungen (auch außerhalb der Öffnungszeiten):
Jülich Information e.V. Tel.: 02461/346363
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog
 


 
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