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Jahresbericht 2000
Verantwortlich für Text und Gestaltung: Christa Bartel


Vorwort

"Gute Bibliotheksarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass maximale Kundenorientierung bei effektivem Mitteleinsatz erreicht wird. Wie lässt sich jedoch die Leistung einer Öffentlichen Bibliothek messen und vor allem verbessern, wenn unternehmerische Erfolgsfaktoren wie Gewinn oder Umsatz fehlen? ...
Die eigene Standortbestimmung ist der erste Schritt jeder Bibliothek zur Beantwortung dieser Fragen. Die Erhebung von Kennzahlen im zeitlichen Vergleich liefert grundlegende Erkenntnisse über die Entwicklung des Leistungsspektrums einer Bibliothek und ist Basis der internen Steuerung. Die Bewertung dieser Ergebnisse im interkommunalen Vergleich ist dann der sinnvolle zweite Schritt. Betriebsvergleiche bieten den teilnehmenden Einrichtungen ein Forum, ihre eigenen Leistungen zu messen, zu vergleichen und zu bewerten. Stärken und Schwächen können gemeinsam analysiert werden - und in einem dritten Schritt kann dann von denjenigen gelernt werden, die bereits gute Lösungen entwickelt haben."

Petra Klug in: "Öffentliche Bibliotheken im Bertriebsvergleich". Hrsg. von der Bertelsmann-Stiftung. - Gütersloh, 2000. S.7.

Seit 1999 nimmt die Stadtbücherei Jülich als eine von vier Bibliotheken am Betriebsvergleich des Regierungsbezirks Köln teil. Die Erfahrungen nach über zwei Jahren Teilnahme an diesem Leistungsvergleich sind außerordentlich positiv und die Leistungssteigerung der letzten zwei Jahre der Stadtbücherei ist nicht zuletzt auf die Teilnahme am Betriebsvergleich zurückzuführen. Ab Seite 5 zeigen ausführliche Erläuterungen die Bilanz der bisherigen Ermittlungen und der daraus gezogenen Konsequenzen auf.
Das Projekt "Betriebsvergleich an Öffentlichen Bibliotheken" wurde 1992 bis 1997 mit 18 Bibliotheken erstmals von der Bertelsmann-Stiftung ins Leben gerufen. Als Nachfolgeprojekt fungiert der BIX - Bibliotheksindex, der auf drei Jahre angelegt ist und ebenfalls von der Bertelsmann-Stiftung und dem Deutschen Bibliotheksverband organisiert wird. Die Stadtbücherei Jülich gehörte zu den 107 Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland, die sich 1999 erstmals diesem Leistungsvergleich stellten. Das Ergebnis wird auf Seite 7 näher beschrieben. Die Basis bildet dabei ein differenziertes, outputorientiertes Berichtswesen, welches Aussagen zur Ausstattung, Wirtschaftlichkeit, Kunden- und Mitarbeiterorientierung ermöglicht. Der Leistungsvergleich mit anderen Bibliotheken und die präzise Analyse der Fakten und Zusammenhänge, die das Abschneiden in der Rankingliste bedingen, ist außerordentlich spannend und motivierend. So lässt sich jetzt schon sagen, dass der große zusätzliche Arbeitsaufwand an der Beteiligung dieser Projekte sich für die Praxis bezahlt gemacht hat.


Das Wichtigste in Kürze

Stadtbücherei Jülich
im Kulturhaus am Hexenturm
(1)
19992000
Öffnungstage / Öffnungsstunden 244 / 1.267251 / 1.302
Anzahl der Praktikanten und Auszubildenden 54
Besucher 77.91678.686
Aktive Leser/innen (mindestens 1 Ausleihe im Jahr) 3.4853.759
Medienbestand 38.83740.362
Medienanzahl pro Einwohner 1,21,2
Anzahl der neu eingearbeiteten Medien
    (Neukauf und Geschenke)
3.4992.859
Medienanschaffungsetat (in DM)
    davon Zuwendungen des Landes
88.921
10.000
90.677
10.000
Medienausgabe pro Einwohner/in (in DM) 2,682,71
Eigene Einnahmen der Stadtbücherei (in DM) 56.05758.779
Medienausleihen 138.509144.079
Ausleihe über Fernleihe 426319
Blockausleihen an Kindergärten und Schulen
    mit Anzahl der Titel
232
4.195
155
3.131
Ausleihen pro Personalstelle 26.84327.496
Medienausleihe pro Einwohner/in 4,24,3
Ausgaben pro Einwohner/in (in DM) 15,7816,58
Zuschußbedarf pro Einwohner/in (in DM) 13,4014,40
Anzahl der Veranstaltungen
    mit Teilnehmer/innen
82
2.010
59
1.220
(1)Alle Angaben im Dokument ohne Schulbibliothek, wenn nicht gesondert darauf hingewiesen wird


Was gab es 2000 Neues in der Stadtbücherei?

 Besuch aus den Niederlanden

Eine Delegation von 30 Bibliotheksleiterinnen und -leitern aus den Niederlanden besuchte im Rahmen einer Informationsreise im Mai auch die Stadtbücherei Jülich. Nach der Bibliotheksbesichtigung stellte die Büchereileiterin das von der Bertelsmann Stiftung unterstützte Projekt "Betriebsvergleich an Öffentlichen Bibliotheken" vor, an dem sich die Stadtbücherei Jülich als eine von vier Bibliotheken aus dem Regierungsbezirk Köln beteiligt. Dieser Besuch war ein weiterer Schritt auf dem Weg der Zusammenarbeit von belgischen, niederländischen und deutschen Bibliotheken in der Grenzregion.

 Ausbildung, Weiterbildung, Fortbildung

In einem besonderen Projekt im Rahmen des Bestandsausbaus widmete sich die Stadtbücherei im Jahr 2000 dem Thema "Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung von jungen Menschen". Für rund 20.000 DM wurden zahlreiche Bücher und CD-Roms speziell zu dieser Thematik gekauft und regelmäßig präsentiert. Das Projekt wurde finanziell vom Land NRW unterstützt.

 Neuer PC-Bereich

Im Dezember 2000 wurden Vorbereitungen für die Gestaltung eines neuen Medienkompetenzzentrums getroffen. Der zentral in der Erwachsenenbibliothek gelegene alte Zettelkatalog musste weichen, um dort Platz zu machen für den OPAC (= elektronischer Katalog) und drei Internet-PCs für die Kunden. Der Kauf eines neuen "Medienkompetenzzentrums" wurde von der Bundesrepublik mit DM 8.300 finanziert. Die neuen PCs können jedoch frühestens Mitte Februar 2001 in Betrieb genommen werden, da gleichzeitig eine Umstellung des EDV-Betriebs vorgenommen wird: Die bisher technisch autonome Stadtbücherei wird in das EDV-System und in das Intranet der Stadtverwaltung integriert werden.

 Betriebsvergleich und BIX

Die Stadtbücherei ist eine von vier Öffentlichen Bibliotheken, die seit Januar 1999 am Betriebsvergleich des Regierungsbezirks Köln teilnehmen. Im Jahr 2000 lagen erstmals die Ergebnisse der Arbeitszeitmessung vor. Der Betriebsvergleich wurde fachlich unterstützt von der Bertelsmann-Stiftung Gütersloh, die in einem Nachfolgeprojekt den "BIX" entwickelte. Das ist ein Leistungsvergleich, an dem sich Öffentliche Bibliotheken in ganz Deutschland beteiligen können. Die Stadtbücherei Jülich gehörte zu den ersten 107 Bibliotheken, die sich an diesem Leistungsvergleich freiwillig beteiligten.


Betriebsvergleich

Zwölf Fachstellen führen derzeit in Deutschland Vergleichsringe mit Bibliotheken aus ihren jeweiligen Regierungsbezirken zum Projekt „Betriebsvergleich an Öffentlichen Bibliotheken" durch. Im Regierungsbezirk Köln ist die Stadtbücherei Jülich eine der vier teilnehmenden Bibliotheken. Das Projekt wird gefördert von der Bertelsmann-Stiftung.
Interessante Erkenntnisse vermittelte das Ergebnis der ersten Arbeitszeitmessung der indirekten Dienstleistungen, die für 24 Arbeitstage in den Monaten März und April durchgeführt wurde. Im Vergleich mit den anderen Bibliotheken zeigte sich, dass das Jülicher Büchereiteam in vielen Bereichen besonders wirtschaftlich und effizient arbeitete. Eine Wiedergabe des Gesamtergebnisses würde den Rahmen dieses Kapitels sprengen, deshalb werden hier nur beispielhaft einige Ergebnisse vorgestellt:
Das meiste Geld im Ausleihbetrieb verschlingt die Rücksortierung der Medien: DM 2.500 Gesamtkosten (DM 0,28 Stückkosten). Es handelt sich allerdings auch um die zeitaufwendigste Arbeit im Assistentenbereich. Recht teuer dagegen ist die Fernleihe mit DM 704,55 Gesamtkosten (DM 12,81 Stückkosten). Die Planung der Öffentlichkeitsarbeit nimmt sich dagegen mit DM 503,20 Gesamtkosten und DM 0,80 pro Minute recht bescheiden aus. Richtig kostengünstig ist die Angebots- und Bestandssichtung mit einem Stückpreis von DM 0,37 (DM 1.008,25 Gesamtkosten). Interessant ist der Preisvergleich bei Arbeiten, die auch als Fremdleistungen bezogen werden können. Die Erstellung einer Katalogaufnahme von Büchereimitarbeiterinnen kostet DM 3,32; das entspricht in etwa der Fremdleistung von DM 3,40. Die technische Buchbearbeitung von Büchereimitarbeiterinnen beträgt pro Stück DM 8,54, hier ist der Bezug von Fremdleistungen preiswerter.

Folgende Tabellen geben ein Beispiel für die Auswertung der Messung der internen Dienstleistungen im Bibliotheksvergleich:

Ausleihbetrieb - prozentuale Arbeitszeitverteilung

Bibliothek EDV Nach-/Vor-
bereitung
Ausleihe
Rück-
sortieren
Mahn-
wesen
Fern-
leihe
Vorbestel-
lungen
Telefon.
Verl. /
Auskunft
Mitarb.-
Einsatz
Ausleihe
Bergheim ja 5,5% 17,5% 4,0% 2,6% 1,7% 0,8% 32,0%
Zw Nieder-/
Oberaussem
ja 5,8% 13,4% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 19,2%
Zw Quadrath-
Ichendorf
ja 8,0% 32,7% 0,0% 1,4% 0,0% 0,2% 42,3%
Jülich ja 2,9% 11,1% 2,2% 2,8% 0,1% 0,2% 19,3%
Waldbröhl nein 4,9%   9,0% 2,8% 2,1% 0,3% 1,9% 21,0%
Würselen ja 5,6% 14,3% 1,4% 3,6% 0,3% 0,0% 25,2%
Durchschnitt   5,5% 16,3% 1,7% 2,1% 0,4% 0,5% 26,5%
Minimalwert   2,9%   9,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 19,2%
Maximalwert   8,0% 32,7% 4,0% 3,6% 1,7% 1,9% 42,3%

Ausleihbetrieb - Personenkosten pro Stück (DM)

Bibliothek EDV Nach-/Vor-
bereitung
Ausleihe
Rück-
sortieren
Mahn-
wesen
Fernleihe Vorbestel-
lungen
Bergheim ja 12,37 0,50 2,48 12,82 1,42
Zw Nieder-/
Oberaussem
ja   3,34 0,48      
Zw Quadrath-
Ichendorf
ja   3,64 0,46     5,94  
Jülich ja   7,24 0,28 2,57 12,81 1,83
Waldbröhl nein   4,07 0,19 1,72   2,72 1,34
Würselen ja   8,10 0,32 0,94   2,72 2,25
Durchschnitt     6,46 0,37 1,93   7,40 1,71
Minimalwert     3,34 0,19 0,94   2,72 1,34
Maximalwert   12,37 0,50 2,57 12,82 2,25

Das Gesamtergebnis kann in der Stadtbücherei eingesehen werden.


BIX - Bibliotheksindex

Der BIX ist ein Leistungsvergleich, an dem sich Öffentliche Bibliotheken in ganz Deutschland beteiligen können. Die Größe der Bibliotheken oder der Kommunen spielt dabei keine Rolle. Ziel ist es, die Leistungen von Bibliotheken zu messen, zu vergleichen und die Ergebnisse dann zu veröffentlichen. Von den rund 2000 Öffentlichen Bibliotheken im Bundesgebiet haben sich 107 freiwillig 1999 erstmals an dem Leistungsvergleich beteilig. In vier Kategorien wurden Indikatoren ermittelt: Auftragserfüllung, Wirtschaftlichkeit, Kunden- und Mitarbeiterorientierung. Bei der Auftragserfüllung wurde in erster Linie nach der Ausstattung der Bibliothek gefragt. Unter Wirtschaftlichkeit versteht die Bertelsmann-Stiftung den optimalen Einsatz vorhandener Ressourcen. Die Mitarbeiterorientierung berücksichtigt aus Datenschutzgründen nicht alle Angaben, zielt aber in Richtung Motivation. Bei der Kundenorientierung wird das Verhältnis von Angebot und Nachfrage beschrieben. Aus Gründen der Überschaubarkeit wurden die Teilnehmer in vier Gruppen eingeteilt, und zwar nach Zahl der Einwohner. Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, 50.000 bis 100.000 Einwohner, 20.000 bis 50.000 Einwohner und weniger als 20.000 Einwohner. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Deutschen Bibliotheksverband und der Bertelsmann-Stiftung organisiert. Da die Teilnahme freiwillig erfolgt und die Datenerhebung recht arbeitsaufwendig ist, haben sich nur Bibliotheken mit einem hohen Leistungsstandard beteiligt.

Unterschied: Betriebsvergleich und BIX

Beide Projekte befassen sich mit der Leistungsmessung in Bibliotheken. Der Betriebsvergleich ist ein Langzeitprojekt, das regional von vergleichbaren Bibliotheken in enger Kooperation durchgeführt wird. Die Erfassung der Daten und Fakten ist wesentlich differenzierter als beim BIX. Hinzu kommt die Arbeitszeitmessung über einen bestimmten Zeitraum, die es ermöglicht, die einzelnen Kosten bestimmter Arbeitsbereiche zu errechnen und zu vergleichen. Ziel dieses Projektes ist die Steigerung der eigenen Leistungsbilanz. Die enge Kooperation der beteiligten Bibliotheken und der regelmäßige Vergleich der Daten und Leistungen offenbart die eigenen Schwachpunkte und zeigt den Weg der effektivsten und erfolgreichsten Arbeitswege auf.
Der BIX ist auf wesentlich breiterer Basis angelegt. Er vergleicht Eckdaten, die von den meisten Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland erhoben werden und errechnet nach einem bestimmten Schlüssel auf Grund dieser Daten die Leistungsbilanz der beteiligten Bibliotheken. Das Endergebnis ist die Rankingliste, die sowohl im Internet als auch in Printform veröffentlicht wird.

Gutes Abschneiden der Stadtbücherei Jülich beim BIX

Bei dem erstmals durchgeführten bundesweiten Leistungsvergleich von 107 kommunalen Bibliotheken aller Größenordnungen hat die Stadtbücherei Jülich einen guten Platz im Mittelfeld errungen. In der Größenklasse 20.000 bis 50.000 Einwohner belegt Jülich Platz 18 von 34 Biblitheken bundesweit und Platz 2 von den 9 teilnehmenden Bibliotheken aus NRW. Die Zahlen des Bibliotheksindex (BIX) wurden im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und des Deutschen Bibliotheksverbandes von Infas (Institut für angewandte Sozialwissenschaft) ermittelt.
Das beste Ergebnis erreichte die Stadtbücherei Jülich in der Kategorie Mitarbeiterorientierung mit Rang 5. Dabei fragten die Sozialwissenschaftler u.a. nach der Fluktuationsrate, den krankheitsbedingten Ausfällen und der Fortbildungsbereitschaft der Beschäftigten der Stadtbücherei. Die auffallend hohe Fortbildungsbereitschaft zeugt von großem Engagement des Büchereiteams. Maßgeblich für die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit (Rang 15) waren z.B. die Gesamtausgaben pro Besucher und die Anzahl der Besucher pro Öffnungsstunde. Bei den Mitarbeiterstunden pro Öffnungsstunde liegt die Bücherei genau im Mittelfeld. Einen deutlichen Schwerpunkt bildet die Auftragserfüllung als eher quantitative Dimension. Gefragt wird hier nach der Ausstattung der Bibliothek. Das Ergebnis in Jülich (Rang 22): die Anzahl der zur Verfügung stehenden Medieneinheiten, die Zahl der Mitarbeiterinnen und die angebotene Publikumsfläche liegen unter dem Mittelwert. Nur die Erneuerungsquote (Medienetat) erreicht knapp den Mittelwert der teilnehmenden Bibliotheken.
Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der Kundenorientierung (Jülich Rang 18), der eher die qualitative Dimension beschreibt und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage aufzeigt - Auftragserfüllung und Kundenorientierung sind also voneinander abhängig und bedingen einander. Eine Bibliothek, die mit geringem Budget arbeitet, weil sie für ihre Größe zu wenig Mitarbeiter aufweist, wird schwerlich ihren Auftrag optimal erfüllen und kundenorientiert arbeiten können. Bei der Interpretation der Ergebnisse zur Dimension Wirtschaftlichkeit müssen sowohl Auftragserfüllung als auch Kundenorientierung im Blick behalten werden. Das heißt für die Stadtbücherei Jülich, dass sie offensichtlich ihre vorhandenen Ressourcen optimal einsetzt.

Folgende Tabellen geben ein Beispiel für die Auswertung der Messung der internen Dienstleistungen im Bibliotheksvergleich:

Vergleich der Bibliotheken Ahrensburg (BIX Rangliste 1) und Jülich (BIX Rangliste 18)

  Ahrensburg Jülich Mittelwert*
Auftragserfüllung      
     Bestandseinheit je EW   1,98   1,17   1,50
     Publikumsfläche in qm je 1000 EW 38,54 21,82 29,11
     Mitarbeiter je 1000 EW   0,30   0,16   0,19
     Erneuerungsquote 14,12   9,01   9,19
Kundenorientierung      
     Besucher je EW   6,46   2,35   2,70
     Ausleihen je EW   8,66   4,19   5,71
     Umschlag   4,56   3,65   3,81
     Jährliche Öffnungsstunden 1.953 1.273 1.141
Wirtschaftlichkeit      
     Medienetat pro Ausleihe   0,70   0,64   0,56
     Mitarbeiterstunden je Öffnungsstunde   7,23   7,71   7,65
     Besucher je Öffnungsstunde 98,31 61,21 59,37
     Ausgaben pro Besucher in DM   4,58   6,68   8,86
Mitarbeiterorientierung      
     Verfügbarkeitsquote 98,70 94,28 96,14
     Fortbildungsquote   0,30   3,30   1,55
     Fluktuationsquote   0,00   0,00 14,17

* Mittelwert der Gruppe Städte mit 20.000 - 50.000 Einwohner

Wie könnte die Leistungsbilanz noch verbessert werden?

  • Auf Grund der raschen Änderungen im Medienbereich und der Verbreitung der Neuen Medien, die werbewirksam präsentiert werden sollten, besteht in der Stadtbücherei Raummangel. Die Erwachsenenbücherei im Untergeschoss des Kulturhauses war von Anfang an bedingt durch die Gegebenheiten nicht sehr großzügig geplant. Unter Einbeziehung der Neuen Medien und einem Medienkompetenzzentrum bleibt inzwischen kein Platz mehr für Neugier erweckende Mediendarbietung. Wünschenswert wäre die Auslagerung der Romane, damit im UG. insgesamt der Sachbuchbestand einschließlich Videos, DC-Roms, CDs und Internet-PCs angeboten werden könnte. Der Mittelwert der Publikumsfläche je 1000 Einwohner im BIX beträgt 29,11 qm. Die Stadtbücherei Jülich liegt mit 21,82 qm noch unter dem Mittelwert.
  • Die Stadtbücherei Jülich hat eine sehr schöne Kinderbücherei. Ein Teil der Kinderbücherei musste bereits geopfert werden für den neu gestalteten Fremdsprachenbereich, der aus Platzmangel im UG. nicht mehr untergebracht werden konnte. Für eine separate Jugendabteilung ist leider kein Raum mehr übrig. Dabei ist gerade bei Jugendlichen eine sinnvolle Förderung der Medienkompetenz wichtig. Die Anzahl der 660 jugendlichen Nutzer im Alter von 13 bis 18 Jahren ist mit einem jugendgerechten Angebot durchaus noch steigerungsfähig. Der Ausbau eines Jugendbereichs könnte als Projekt auch mit Landesgeldern gefördert werden.
    Freiwerdende Raumkapazitäten bei evtl. Auszug des Museums aus dem Kulturhaus sollten in Absprache mit dem Archiv für die oben genannten Aufgaben berücksichtigt werden.


Die Stadtbücherei im statistischen Überblick

Bestandsstatistik für das Jahr 2000

Vergleich zum Vorjahr:
Bestandsvergleich 1999 2000
Gesamtbestand Medien 38.732 40.362
Buchbestand 34.320 35.566

Zusammensetzung des Bestandes 2000:
Bestand insgesamt 40.362 100   %
Sachbücher*/Zeitschriftenabos 17.427 43,2 %
Romane
    davon fremdsprachige Literatur
8.752
555
21,7 %
1,4 %
Kinder- und Jugendbücher 9.463 23,4 %
Tonträger (Kassetten + CDs) 2.684 6,6 %
Videos 679 1,7 %
CD-Roms 556 1,4 %
Spiele 186 0,5 %
Medienkombinationen, Dia-Reihen u.a. 615 1,5 %
* davon 766 Nachschlagewerke (Präsenzbestand)

Grafik: Diagramm Gesamtbestand

Ausleihstatistik

  1998 1999 2000 Umsatz 99/00
Ausleihen insgesamt 130.441 138.509 143.760 3,6 / 3,6
Sachbücher 29.161 31.203 32.294 1,9 / 1,9
Zeitschriften und Zeitungen 8.087 7.824 9.447 3,2 / 5,8
Romane 23.299 22.348 24.427 2,8 / 2,8
Kinder- und Jugendbücher 44.100 47.461 43.992 5,0 / 4,6
Tonträger 16.529 19.035 20.521 7,5 / 7,6
Videos 6.109 6.288 8.043 9,9/11,8
CD-Roms 2.131 3.234 3.851 6,8 / 6,9
Spiele 1.025 1.116 1.150 5,7 / 6,2

Grafik: Diagramm Ausleihen

Auswärtiger Leihverkehr 1999 2000
Passiver Leihverkehr (nehmender LV) 426 Fälle 319 Fälle
Aktiver Leihverkehr (gebender LV) 25 Fälle 7 Fälle

Benutzer- und Besucherstatistik, Neuanmeldungen

  1998 1999 2000 Änderungen 1999/2000
Entleiher* 3.765 3.485 3.759 +7,9 %
Neuanmeldungen 1.156 1.093 1.118 +2,3 %
Besucher 71.960 77.916 78.686 +1,0 %
*   Leserinnen und Leser, die mindestens einmal im Jahr Medien entliehen haben

Zusammensetzung nach Alter (Stand 31.12.00):

Altersgruppen Entleiher insgesamt 2000 Neuanmeldungen 2000
01 - 12    842   371
13 - 18    660   138
19 - 25    510   152
26 - 45 1.090   338
46 - 60    386     78
61 - 99    271     41
Summe 3.759 1.118

Grafik: Diagramm Ausleihen

Erläuterungen zu den Statistiken

Anmerkungen zur Bestandsstatistik
Der Gesamtbestand ist im Vergleich zum Vorjahr leicht (um 4,2%) angestiegen. Daran hat der Buchbestand mit +3,9% einen geringeren Anteil als der Medienbestand (überwiegend audio-visuelle Medien) mit +7%. Ein Blick auf den BIX(2) (S. 10/11) zeigt, dass die Stadtbücherei Ahrensburg, die Platz 1 auf der Rangliste belegt, je Einwohner 1,98 Medien anbietet, die Stadtbücherei Jülich 1,17. Da besteht großer Aufholbedarf. Im Jahr 2000 wurden insgesamt 2.859 Titel neu gekauft.
(2)BIX - Der Bibliotheksindex 2000. Hrsg. von der Bertelsmann-Stiftung. - Gütersloh, 2000.

Anmerkungen zur Ausleihstatistik
Die bereits in den Jahren 1998 und 1999 deutliche Steigerung der Ausleihzahlen konnte im Jahr 2000 noch einmal um 5.251 Ausleihen übertroffen werden. Das Konzept der Bücherei, insbesondere den Bestand der umsatzstarken audio-visuellen Medien zu vergrößern, stellte sich als richtig heraus. Nicht nur die Umsatzzahlen steigen dadurch an, sondern auch die Einnahmen, da CD-Roms und Videos zusätzlich kostenpflichtig sind. Bei den Büchern ist ein leichter Anstieg im Sachbuchbereich zu verzeichnen. Dies ist sicherlich ein Resultat der Teilnahme am Betriebsvergleich, da der Buchneukauf jetzt gezielter die Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigt. Die Ausleihsteigerung im Romanbuchbereich ist darauf zurückzuführen, dass die Bibliothek mit dem Abonnement der Standing Order für Romane bei der EKZ (Einkaufszentrale für Bibliotheken) wichtige Titel des Buchmarktes immer aktuell anbieten kann. Im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur waren 2000 die Bücherkisten nicht so oft im Umlauf wie im Vorjahr. Der Umschlag der Kinder- und Jugendbücher von 4,6 ist aber immer noch ein Top-Ergebnis. Der Umsatz der Romane und Sachbücher ist trotz Ausleihsteigerung identisch mit dem Vorjahr, da der Bestand vergrößert wurde. Bei den kostenpflichtigen Fernleihen ist ein Rückgang zu verzeichnen. Die vielfältigen Möglichkeiten, gesuchte Literatur im Internet zu finden, machen immer öfter Bestellungen in der Fernleihe überflüssig. Für die Stadtbücherei ist das ein wirtschaftlich erfreulicher Aspekt der Internetnutzung, denn die Bearbeitung von Fernleihbestellungen ist besonders personal- und kostenintensiv.

Anmerkungen zur Benutzer- und Besucherstatistik
Die leicht gestiegene Besucherzahl im Jahr 2000 belegt, dass die Stadtbücherei von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt als kultureller Treffpunkt akzeptiert wird. Durchschnittlich 61 Besucher pro Öffnungsstunde kamen 2000 in die Bücherei, das sind 2 Besucher mehr als der Mittelwert des BIX anzeigt. Die Zahl der Entleiher hat um 7,9% auf 3.759 zugenommen. Damit gibt sich die Stadtbücherei jedoch nicht zufrieden. Das mittelfristig angestrebte Ziel sind 5.000 Entleiher. Allerdings nimmt die Anzahl der Vor-Ort-Nutzer auf Grund der vielfältigen Möglichkeiten, gewünschte Texte zu kopieren, auszudrucken oder die Bibliothek als Lernort zu nutzen, immer stärker zu. Das erklärt auch die hohe Zahl der Besucher.


Personal, Aus- und Fortbildung

Im Herbst 2000 nahmen eine Bibliothekarin und eine Assistentin der Stadtbücherei Erziehungsurlaub. Durch Umstrukturierung der Arbeitszeiten konnte die Stelle der Assistentin auf die vorhandenen Teilzeitkräfte verteilt werden. Die Bibliothekarstelle wurde ausgeschrieben und mit einem Dipl. Bibliothekar per Zeitvertrag besetzt. So konnte der laufende Betrieb nahtlos weitergeführt werden. Dass die Personalbesetzung ansonsten knapp bemessen ist, zeigt ein Blick auf den BIX. Verglichen wird die Mitarbeiterzahl je 1000 Einwohner. Die Bibliothek auf dem ersten Rang (Ahrensburg) verfügt über 0,30 Mitarbeiter je 1000 EW, der Mittelwert liegt bei 0,19 und die Stadtbücherei Jülich verfügt über 0,16 Mitarbeiter je 1000 EW. Die Verfügbarkeitsquote liegt mit 94,28% relativ hoch und die Fortbildungsquote mit 3,3 gehört zu den Spitzenwerten. Das ist auch notwendig, denn die raschen Neuerungen im Bibliothekswesen erfordern in immer höherem Maße die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen. Obwohl die Stadtbücherei Jülich mit 26 Öffnungsstunden weit entfernt ist von den geforderten 35 Stunden laut Bibliotheken'93(3), ist es oft schwierig, bei Urlaub, Krankheit oder Fortbildungsteilnahme einer Mitarbeiterin sowohl Ausleih- als auch Infotheke mit ausreichendem Personal zu besetzen. Die STB Ahrensburg (BIX, Rang 1) hat auf Grund ihrer guten Personalkapazität 680 Stunden (53%) länger im Jahr geöffnet als die STB Jülich.
(3)Bibliotheken ‘93: Strukturen, Aufgaben, Positionen. Hrsg. von der Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände. - Berlin, Göttingen, 1994.

Ausbildung

Eine Auszubildende der Stadtbücherei befindet sich im dritten Ausbildungsjahr für den Beruf Fachangestellte für Informations- und Mediendienste. Daneben hat die Stadtbücherei im Jahr 2000 drei Praktikantinnen ausgebildet:

  • Eine Schülerin der Realschule Jülich, die für 3 Wochen ein Berufsfindungspraktikum absolvierte
  • Zwei Praktikantinnen der DAA (Deutsche Angestellten-Akademie) im Rahmen ihrer Ausbildung für die Dauer von je 6 Wochen.

Finanzen

Die Kalkulation der Stadtbücherei, durch verstärkten Ausbau der Neuen Medien zusätzliche Einnahmen zu erzielen, ging auf. Die Nutzer akzeptieren die moderat gestalteten zusätzlichen Ausleihgebühren. Eine Steigerung der Ausleihzahlen bei Videos von 27,9% und bei CD-Roms von 19,1% erhöhten entsprechend die eigenen Einnahmen. Der Anstieg des Zuschussbedarfs hat seine Ursache in den allgemein steigenden Personalkosten, den gestiegenen Sächlichen Ausgaben (im Jahr 1999 waren darin die Reinigungskosten für das gesamte Kulturhaus nicht enthalten) und dem geringeren Zuschuss des Förderverein Stadtbücherei e.V. im Vergleich zum Vorjahr. Die Fremdleistungen betrugen insgesamt 14.506 DM:
Landeszuschuss 10.000 DM
Zuschuss Förderverein Stadtbücherei Jülich e.V. 3.906 DM
Bücherkiste vom Agenda-Büro 600 DM
Neben der genannten Geldsumme unterstützte der Förderverein die Stadtbücherei durch Sachleistungen und vor allem durch Personaleinsatz.

Einnahmen und Ausgaben im Vergleich (Vermögenshaushalt und Verwaltungshaushalt):
  1998 1999 2000
Einnahmen *    99.474 **    78.803 72.684
Ausgaben 527.391 523.652 554.304
Zuschußbedarf 427.917 444.849 481.620
* Auf Grund der EDV-Umstellung erhielt die Stadtbücherei zusätzliche Landesmittel, insgesamt 28.750 DM Die EDV-Umstellung wurde auch von anderen Spendern unterstützt. Die Gesamtsumme der Fremdfinanzierung betrug 48.291 DM.
** 1999 betrug der Zuschuss des Fördervereins 11.546 DM. Im Jahr 2000 beschloss der Verein, Geld anzusparen, um die Bibliothek satzungsgemäß bei besonderen Ausgaben wieder verstärkt unterstützen zu können.

Die Entwicklung der eigenen Einnahmen in den letzten 3 Jahren:
Einnahmeart 1998 1999 2000
Leseentgelte 27.400 30.428 33.154
Säumnisentgelte 20.317 22.256 22.701
Sonstige Einnahmen 3.466 3.373 2.923
Summe 51.183 56.057 58.778


Öffentlichkeitsarbeit und Programmarbeit

Die Öffentlichkeits- und Veranstaltungsarbeit ist ein sehr wichtiger Punkt des Aufgabenbereichs einer Stadtbibliothek. Da diese Arbeit auch besonders zeitaufwendig ist, kommt die erfreuliche Leistungsbilanz nur durch die tatkräftige Unterstützung des Förderverein Stadtbücherei Jülich zustande. Die gesamte Programmarbeit für Kinder, die das ganze Jahr über angeboten wird, finanziert der Förderverein. Leider fehlen separate Räumlichkeiten, um Kinder- und Jugendveranstaltungen im größeren Rahmen während der Öffnungszeiten anbieten zu können. Aus diesem Grund wird einmal im Jahr als Blockveranstaltung (6 Wochen hintereinander) das Bilderbuchkino im Hexenturm durchgeführt.

Die Bilanz der Veranstaltungs- und Programmarbeit:

  • 6 mal ging Anfang des Jahres im Hexenturm der Vorhang auf für das Bilderbuchkino für Kinder von 5 bis 8 Jahren. Im Durchschnitt wurde eine Veranstaltung von 30 Kindern besucht.
  • 15 mal las die vom Förderverein finanzierte Honorarkraft Kindern von 5 bis 8 Jahren aus neuen Büchern vor. Das Gelesene wurde anschließend beim Malen, Basteln oder Spielen vertieft.
  • 25 Führungen mit insgesamt 517 Teilnehmern/innen wurden für Schulklassen, Kindergartengruppen oder Besuchergruppen von auswärts durchgeführt. Im Rahmen der Führungen wurden CD-Rom- und OPAC-Workshops angeboten und in einigen Fällen bibliotheksbegleitender Unterricht durchgeführt.
  • 155 Bücherkisten mit 3.131 Buchtiteln packten die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei für Schulen und Kindergärten ein, wobei vor Ort das einzelne Buch von vielen Kindern gelesen wurde. Am Welttag des Buches (23. April) beteiligte sich die Stadtbücherei Jülich am großen Lesequiz der Stiftung Lesen und warb dafür mit einem Mitsubishi als Gewinn im Kulturhaushof. Viele Erwachsene und Kinder beteiligten sich an dem Quiz und streiften mit "roter Brille" durch die Regalreihen, um die notwendigen Antworten zu finden.
  • Im Mai fand in Zusammenarbeit mit dem Agendabüro ein Aktionstag in der Bücherei und im Kulturhaushof statt. Die "Bühne 80" und das "Jülicher Märchentheater 2000 und eine Nacht" beteiligten sich mit Sketchen. Die Buchausstellung zum Thema stand vier Wochen lang den Besuchern zur Verfügung.
  • Ebenfalls im Mai besuchten 30 Bibliotheksleiterinnen und -leiter aus den Niederlanden im Rahmen einer Informationsreise die Stadtbücherei Jülich. Nach der Bibliotheksbesichtigung stellte die Büchereileiterin das von der Bertelsmann-Stiftung unterstützte Projekt "Betriebsvergleich an Öffentlichen Bibliotheken" vor.
  • Ein schaurig schönes Gruselprogramm fand während der großen Ferien an drei Nachmittagen für insgesamt 125 Schulkinder statt. Die Autorin Nortrud Boge-Erli eröffnete das Programm mit einem Gruselabend und fand auch an den weiteren Nachmittagen kräftige Unterstützung vom Büchereiteam und Mitgliedern des Fördervereins.
  • Im August erfreuten sich zahlreiche Gäste an dem Abend "Der kleine Prinz", der Antoine de Saint-Exupéry gewidmet war. Die Germanistin Margret Hanuschkin gab in einer interessanten Darstellung einen Einblick in das Leben des Schriftstellers und die Blockflötengruppe "Il Flauto Dolce" umrahmte mit einfühlsamem Spiel die Betrachtungen.
  • Zu Beginn der Frankfurter Buchmesse stellte die Literaturkritikerin Kirsten Hattinger zum 7. Mal in Jülich Novitäten des Buchmarktes vor. Die Literaturwissenschaftlerin aus Berlin ist in Jülich inzwischen bestens bekannt und kann sich eines zahlreichen interessierten Stammpublikums sicher sein.
  • Am 6. Dezember, zum Nikolaustag, wurden die Vorlesestunden für das Jahr 2000 mit einer Adventsfeier für die regelmäßigen kleinen Besucher des Treffpunkt Leserabe beendet.
  • Während des gesamten Jahres stellten etliche kleinere Medienausstellungen den Bestand der Stadtbücherei den Besuchern vor. Herauszuheben waren die Ausstellungen und Neuerwerbungen zum Thema Agenda 21, Novitäten des Buchmarktes im Herbst und Multimedialer Lernort, Neuanschaffungen zum Thema Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung.
Der Raum der Kinderbücherei stand im Laufe des Jahres für viele interessante literarische Veranstaltungen zur Verfügung. Er wurde in Anspruch genommen von der VHS, der Gleichstellungsstelle und dem Förderverein Zitadelle Jülich.

Veröffentlichungen der Stadtbücherei

  • Neues aus der Stadtbücherei Nr. 8. Informationen für Freunde und Förderer der Stadtbücherei Jülich. Januar, 2000.
  • Neues aus der Stadtbücherei Nr. 9. Informationen für Freunde und Förderer der Stadtbücherei Jülich. Dezember, 2000.
  • Jahresbericht 1999. März, 2000.
  • Agenda 21. Wir bauen unsere Zukunft! Auswahlverzeichnis der Stadtbücherei Jülich. April, 2000.
  • Was gibt es Neues auf dem Buchmarkt? Hattinger-Literaturliste. Oktober, 2000.

    Auswahlverzeichnisse:

  • Sprechende Bücher. Oktober, 2000.
  • CVideoliste. Spielfilme Erwachsene, Reisevideos, Gesundheitsvideos. April, 2000.
  • Videos für Kids. April, 2000.
  • Auswahlliste CD-Rom. Spielerisch Lernen leicht gemacht. Oktober, 2000.
  • Lernprogramme für Kids auf CD-Rom. Dezember, 2000.
  • Multimedia. Lexika, Reiseführer, Sprachkurse und vieles mehr auf CD-Rom. Dezember, 2000.
  • Spielespaß auf CD-Rom. Dezember, 2000.

Veröffentlichungen über die Stadtbücherei in anderen Publikationen

  • In rund 40 Artikeln der Jülicher Tages- und Wochenpresse wurde im Jahr 2000 über die Veranstaltungen der Stadtbücherei Jülich berichtet.
  • Öffentliche Bibliotheken im Betriebsvergleich. Hrsg. von der Bertelsmann-Stiftung. Gütersloh: Bertelsmann, 2000. Darin: Erfahrungsberichte aus den Projektbibliotheken - Jülich. S. 39.
  • ProLibris 3/2000. Darin: Bibliothekskontakte euregional, S. 165 und : Gelungener Besuch in deutschen Bibliotheken. S. 166.
  • Bibliotheks-Info für den Regierungsbezirk Köln 1/2000. Darin: Wenn das Angebot stimmt, wird auch weiterhin gelesen. S. 35.
  • Bibliotheks-Info für den Regierungsbezirk Köln 2/2000. Darin: Bibliothekskontakte euregional. S. 13.
  • Bibliotheks-Info für den Regierungsbezirk Köln 4/2000. Darin: Reichlich Info-Material zur lokalen Agenda. Aktionstag in der Stadtbücherei Jülich. S. 48.
Die CD-Rom- und Videolisten sind in aktualisierter Form auch über die Homepage der Stadtbücherei im Internet unter http://www.juelich.de/stabue/ abrufbar. Regelmäßig überarbeitet und rege genutzt werden vor allem folgende Seiten der Homepage:
  • Veranstaltungshinweise mit Anmeldemöglichkeit
  • Neues aus der Stadtbücherei
  • Wichtige Termine
  • Fernleihbestellungen und Wunsch- bzw. Kritikseite.
Durchschnittlich erfahren die Stadtbüchereiseiten im Internet 900 Zugriffe monatlich. Zur statistischen Auswertung der Internetnutzung arbeitete die Bibliothek mit dem Statistikprogramm LogScribe und der Zugriffsstatistik des Forschungszentrums Jülich.

Schulbibliothek in der Gemeinschaftshauptschule

  1998 1999 2000 Änderungen 1999/2000
Bestand
davon Zeitschriften
11.926
12
12.185
13
9.105
13
–3.080
±0
Ausleihe 12.352 11.134 11.841 +707
Entleihern 581 593 584 –9
Veranstaltungen 6 6 6 ±0

Die Klassen der Gemeinschaftshauptschule besuchen nach Stundenplan alle zwei Wochen für eine Stunde die Schulbibliothek. Entweder nutzen sie das Angebot als Präsenzbestand für Projekt- oder Gruppenarbeiten oder entleihen Bücher für Schul- oder Privatinteressen. Der kurze statistische Überblick in der oben aufgeführten Tabelle zeigt die Entwicklung der letzten 3 Jahre auf. Sehr deutlich ist der Zusammenhang zwischen kontinuierlicher Förderung und Leistungsbilanz herauszulesen. Seit 1996 wurden die Stunden der zuständigen Fachkraft für die Schulbibliothek und entsprechend auch die Ausleihzeiten um 3,5 Stunden gekürzt. Seit 1999 wurden Landesgelder für den Ausbau der Schulbibliothek gestrichen, so dass sich auch der Anschaffungsetat um die Hälfte reduzierte (1999: 3.000 DM). Obwohl die Schulleitung die Arbeit in der Schulbibliothek und allgemein die Leseförderung engagiert unterstützt (regelmäßig werden jährlich mehrere Autorenlesungen und monatlich Buchausstellungen zu unterschiedlichen Themen angeboten), bleiben die Ausfälle nicht ohne Folgen. Ein Maßnahmenplan zur Gegensteuerung wurde dem Kulturausschuss im Februar 2001 vorgelegt.


Welche Ziele wurden 2000 erreicht?

  • Fortführung des Betriebsvergleichs und positive Ergebnisse bei der Arbeitszeitmessung und der Teilnahme am BIX. Die Ergebnisse auf Grund der Teilnahme am Betriebsvergleich im interkommunalen Bereich bestimmen den zielgerichteten Einsatz in der praktischen Bibliotheksarbeit.
  • Die Bibliothek als Multimedialer Lernort. Angebote zum Bereich Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung. Dieses Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung des Landes durchgeführt und fand eine rege Nachfrage bei den Besuchern.
  • Ausleihsteigerung von knapp 4%. Die angestrebte Steigerung des Medienumsatzes von 4% wurde auf Grund des Anwachsens des Bestandes um 4,2% nicht erreicht.
  • Suche nach weiteren Sponsoren von Bücherkisten und Zeitschriftenabonnements: Vom Agendabüro wurde die Bücherkiste Agenda 21 gespendet. 3 Zeitschriftenabonnements konnten als Geschenke zusätzlich angeboten werden.

Ziele 2001

  • Fortführung des Betriebsvergleichs und Beteiligung am BIX.
  • Steigerung der aktiven Nutzer (Entleiher) um 6,4% auf 4.000.
  • Intensivierung eines Medienkompetenzzentrums für junge Menschen mit entsprechenden Kursangeboten.
  • Projektdurchführung zum Thema "Wir sind alle Europäer". Zielsetzung: die Bürgerinnen und Bürger lernen die Geschichte, Landeskunde, Sprache und Kultur der europäischen Nachbarn besser kennen und bauen Grenzen und Vorurteile ab.
  • Mittelfristig ist das Angebot des OPACs (elektronischer Katalog) im Internet anzustreben. Das wäre eine wesentliche Serviceverbesserung für die Nutzer der Stadtbücherei. Viele potentielle Nutzer könnten zusätzlich erreicht und angesprochen werden.


Forschungszentrum Jülich
Brückenkopf-Park Jülich
Stadtwerke Jülich
Stadtentwicklungsgesellschaft Jülich
Technologiezentrum Jülich
Fachhochschule Aachen, Standort Jülich
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Letzte Änderung dieser Seite: 24.04.2005 | Drucken | Sitemap | Kontakt | Impressum | © 2010