|
Glacis vor Rurtor-Ravelin
Beim Neubau der Renaissancestadtmauer durch Alessandro Pasqualini im 16. Jh. wurde das neue Rurtor zunächst direkt vor und in der Flucht des Hexenturmes gebaut. Erst ein Plan von 1739 zeigt die Situation mit dem Aachener Tor, wie sie heute noch z.T. besteht. Ein historischer Plan der Festung Jülich von 1837 gibt 1648 und damit die Zeit spanischer Besatzung in Jülich als Baudatum des Tores an, als auch an der benachbarten Stadtbastion St. Jakobus Umbauarbeiten vermerkt werden. Archäologische Untersuchungen vom Frühjahr 2000 stützen eine Datierung in das 17. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert wurde unter pfälzischer Ägide vor dem Ravelin noch ein profiliertes Glacis angelegt, in preußischer Zeit wurde der dadurch geschützte gedeckte Weg mit Hohltraversen bestückt. Das eigentliche Ravelin liegt heute überschüttet im aufgehöhten Gelände neben der Realschule, zu dem Treppen hochführen. Das Heim der Arbeiterwohlfahrt liegt im Winkel des Glacis, über dessen aufgeschüttete Profilkrone der Spazierweg verläuft.
|