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Umweltschutz in Jlich

Klima

Mit dem Beitritt zum Klimabündnis www.klimabuendnis.org (extern) hat sich Jülich - wie auch 600 andere europäische Kommunen und Regionen - verpflichtet, alles Mögliche zum Schutz des Klimas und der Erdatmosphäre zu tun. Der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen, den größten Anteil hat das Kohlendioxid aus Verbrennungsprozessen, soll verringert werden. Konkrete Maßnahmen sind zum Beispiel die Verlegung des zentralen Bushofes und die Anlage von Radwegen zur Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs, der Einbau von Fenstern mit Wärmeschutzverglasung in öffentlichen Gebäuden und die Ausrichtung der Dachflächen in Neubaugebieten nach Süden, so daß der Einbau von Solaranlagen möglich wird, um nur einige zu nennen.
 

Natur

Das Jülicher Stadtgebiet liegt im Naturraum "Jülicher Börde". Diese wird geprägt durch mächtige Lößschichten, die sehr fruchtbare Böden haben entstehen lassen. Aufgrund der intensiven ackerbaulichen Nutzung ist die Börde arm an Wäldern und Hecken. Von den früher ausgedehnten Wäldern in der Bürge östlich von Jülich sind wegen des Braunkohlentagebaus nur noch Reste zu finden. Schützenswerte Lebensräume finden sich vor allem im Bereich der Aueniederungen von Rur und Ellebach. Die noch vorhandenen Reste der Wälder der Weichholzaue stehen unter Naturschutz. Die Rur wurde im Rahmen des Gewässerauenprogrammes renaturiert und vorhandene Biotope verbunden. Die ökologisch wertvollsten Gebiete haben auch die höchste Attraktivität für Freizeit und Erholung. Diese Konflikte zeigen sich z.B. am Barmener Baggersee besonders deutlich.

Grünflächen

Für die Landesgartenschau, die 1998 in Jülich stattfand, wurde in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt ein erlebnisreiches Naherholungsgebiet rings um den Brückenkopf geschaffen. Umgestaltete oder neu geschaffene Grünzüge verbinden das ehemalige Gartenschaugelände rund um das napoleonische Festungsbauwerk mit dem Stadtkern und den Wohngebieten östlich der Rur. Der Schloßplatz ist ein Park mit altem Baumbestand im Herzen der Stadt. Von hier aus gelangt man zur Zitadelle. Teile des Wallgrabens wurden bei der Restaurierung in den vergangenen Jahren in naturnahem Zustand belassen und sind für zahlreiche Vogelarten ein Refugium. Die Sophienhöhe ist ein aus dem Abraum des Braunkohletagebaues angelegter Höhenzug im Osten Jülichs. Mit einem ausgedehnten Wegenetz und großen Waldflächen ist sie zu einem beliebten Naherholungsgebiet geworden.

Bäume

Die Jülicher Börde ist wegen der fruchtbaren Böden, die seit Jahrhunderten als Ackerstandort genutzt werden, eine waldarme Landschaft. Um so mehr Bedeutung kommt dem alten Baumbestand in den Ortschaften zu. Die seit dem Jahr 1978 geltende Baumschutzsatzung wurde durch Beschluss des Stadtrates im Mai 2005 aufgehoben. Zahlreiche Laubbäume wurden in den letzten Jahren entlang der Straßen in den Neubaugebieten oder den umgestalteten Straßen der Innenstadt gepflanzt.

 

Verkehr

Jülich ist über die Autobahn A44 und Bundes-, und Landesstraßen an das Fernstraßennetz angebunden. Über die von der Dürener Kreisbahn betriebene Rurtalbahn besteht eine Schienenverbindung nach Düren mit Anschlüssen Richtung Köln und Aachen. Ein ausgedehntes Netz von Radwegen verbindet die Ortsteile Jülichs mit dem Stadtzentrum. Auf dem Ruruferradweg gelangt man abseits der Autostraßen bis in den Naturpark Nordeifel. Teile der Innenstadt Jülichs sind zur Fußgängerzone oder verkehrsberuhigt umgestaltet worden.

Öffentlichkeitsarbeit

Auf dem von der Stadt Jülich meist im Juni veranstalteten Umweltmarkt bieten Vereine, Kindergärten, Schulen und Anbieter umweltfreundlicher Produkte ein abwechslungsreiches Programm, das jedes Jahr ein breites Publikum anlockt. Der von der Stadt jedes Jahr herausgegebene Abfall- und Umweltkalender informiert die Bürger mit praktischen Tips. Der jährlich von der Stadt Jülich ausgelobte Umweltwettbewerb richtet sich mit wechselndem Thema meist an Kinder und Jugendliche.

Umweltbeirat

Der Rat der Stadt Jülich richtete 1995 einen Umweltbeirat ein. Er berät den Stadtrat und seine Ausschüsse in Fragen des Umweltschutzes und der Entwicklungsverantwortung. In den Umweltbeirat werden Vertreter von Vereinen und Initiativen, die sich mit Umwelt- oder Naturschutzbelangen oder Beiträgen der Stadt zum Klimaschutz beschäftigen, gewählt.

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