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22.03.2019 | Pressestelle (allgemein)

Der Weg ist lang - aber beschritten: Jülich in den Startlöchern für das InHK

Bild: Eine Luftaufnahme der Jülicher Innenstadt
Luftbild: Dr. Ulrich Eckardt

„Roter Faden“ für Gesamtstrategie gesucht - Bürgerbeteiligung soll aufzeigen, „wo der Schuh drückt“

„Jülich darf und muss sich verändern“, so Bürgermeister Axel Fuchs angesichts des bevorstehenden Starts der ersten - sichtbaren - Aktivitäten zum geplanten Integrierten Handlungskonzept (InHK) der Stadt Jülich.

„Wir müssen natürlich auf Veränderungen reagieren“, so Fuchs bei der öffentlichen Präsentation der Planungsgruppe MWM aus Aachen im Jülicher Rathaus. Er verwies darauf, dass Veränderungen im Jülicher Stadtbild lange Traditionen haben: Von Pasqualini einst ideal am Reißbrett ganz im Sinne der Renaissance gestaltet, sorgte beispielsweise vor 100 Jahren das Eisenbahnausbesserungswerk für Veränderung oder auch die Ansiedlung der Forschungsanlage. Der Zerstörung der Stadt im Jahr 1944 folgte der Bau neuer Gebäude auf altem Grundriss. Als Umsetzung eines Wahlversprechens wurde dann vor knapp drei Jahrzehnten das Projekt der Innenstadtsanierung umgesetzt; die Landesgartenschau 1998 verursachte ebenfalls Veränderungen an der Promenade und an den Kontermauern der Zitadelle. „Jetzt stehen die nächsten großen Veränderungen an, denn der Zahn der Zeit nagt und es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Stadt für die Zukunft aufzustellen“, so Bürgermeister Axel Fuchs. Das sei eine große Herausforderung - auch vor dem Hintergrund des Strukturwandels, der Entwicklung neuer Gewerbegebiete, aber auch weicher Standortfaktoren rund um das Wohnen.

Er machte deutlich, dass das geplante InHK als Grundlage für Fördermöglichkeiten durch Städtebauprogramme unabdingbar sei. Der große Vorteil eines solchen Konzeptes sei die Bürgerbeteiligung bei der Beantwortung der Frage „Wie stellen wir uns die Stadt von morgen vor?“ Unter anderem die Erlebbarmachung von Markt und Rur als „Lieblingsthema“ liegt nicht nur dem Bürgermeister am Herzen. Aber auch viele andere Bereiche der Stadt werden gemeinsam mit den Jülicherinnen und Jülichern betrachtet.

Was ein InHK ist und wie ein solches für die Jülicher Innenstadt in welchem Zeit- und Kostenrahmen realisiert werden könnte, erläuterte Bernd Niedermeier von der Aachener Planungsgruppe MWM, die als Büro für Städtebau und Verkehrsplanung in der Region von Alsdorf über Baesweiler, Hückelhoven, Eschweiler oder Wassenberg bereits erfolgreiche Projekte umgesetzt hat.

Das 25-köpfige MWM-Team ist darauf spezialisiert, städtische Räume ganzheitlich mit seinen ökonomischen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen zu betrachten, Schwächen und Potentiale zu finden, Strategien zu entwickeln, Zeit- und Investitionsrahmen festzulegen und Partner einzubinden. Verpackt in ein InHK ist dieses dann eine verpflichtende Grundlage für alle Teilprogramm der Städtebauförderung. „Kurz: ein InHK heißt eigentlich: Wo ich hin will! Man ist fokussiert auf einen Teilraum, entwickelt Maßnahmen mitsamt einem Umsetzungsfahrplan – und das ist nicht in einem halben Jahr geschehen, sondern wird die Stadt Jülich die nächsten sechs bis acht Jahre beschäftigen“, so Niedermeier. Er wies darauf hin, dass Stadtentwicklung immer auch mit Umbauen verbunden sei. „Es gilt, behutsam auf Bewährtes auf- und Schwächen abzubauen.“ Mit möglichst vielen Beteiligten und auf vielen Kanälen müsse herausgefunden werden, „wo der Schuh drückt“.

Bis zur Mitte des nächsten Jahres will das Planungsbüro den „roten Faden“ für eine Gesamtstrategie gefunden haben, bis dahin werde es ein „Pingpong“ im besten Sinne zwischen Bevölkerung, Politik und Fachbereichen geben, um alle Aspekte integrieren zu können. Schwerpunkte im zentralen Bereich werden laut erster Einschätzung Handel, Zitadelle und das Rurufer werden, im äußeren Bereich der Park und die Schulkomplexe.

Das Planungsbüro kann dabei nicht nur auf eigene Bestandserfassung und die Auswertung vorhandener Unterlagen zurückgreifen, sondern auch auf Erkenntnisse und Ergebnisse bisheriger Zukunftsprojekte in der Stadt Jülich aufbauen - von „Jülich 2030+“ über das Einzelhandels- und Klimaschutz- bis zum Tourismuskonzept. Größter Unterschied zu solchen Kreativ-Werkstätten: in einem InHK werden nur solche konkrete Maßnahmen definiert, deren Kosten ermittelt, Umsetzung und Finanzierung geplant und Realisierungswege aufgezeigt werden können.

Der Weg ist lang - aber beschritten. Nachdem der Rat der Stadt Jülich die Stadtverwaltung im Oktober 2018 bevollmächtigt hat, das Aachener Planungsbüro MWM mit der Erstellung eines InHK für die Jülicher Kernstadt zu beauftragen, ist nun die Bevölkerung gefragt. Diese ist am 10. April um 19 Uhr ins Pädagogische Zentrum des Gymnasiums Zitadelle eingeladen, um sich über erste Ergebnisse der Erhebungen informieren zu lassen sowie Stärken und Schwächen, die sich aus ihrer Sicht auf die Innenstadt ergeben, mitzuteilen. Eine abschließende Diskussion und Zusammenfassung bilden dann die Grundlagen für weitere Maßnahmen. Im Oktober wird es weitere bürgernahe Angebot geben: Workshops und geführte Stadtrundgänge, die informieren und eine persönliche Einbringung in der Prozess ermöglichen.

Bebauungsplan A 48 „Pavillon Schlossplatz“

Klarstellung zur Bekanntmachung

Ausschuss für Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing

13.06.2019

9,6 Millionen Euro für den Wohnungsbau im Kreis Düren

Unterstützung Wohnungsbau

Bürgerbeteiligung geht in die zweite Runde

Stadtspaziergänge zur Identifikation der Wünsche vor Ort

18 Semester und annähernd 100 Besuche bei Künstlern in der Region

Projekt „Kultur im Alter – Kunst von meiner Haustür“ des Seniorenbeirates ist eine Erfolgsstory

Der Verein Menschsein e.V. präsentiert: Beckmann’s Plan

13. Juni, 20 Uhr, Kuba (Kneipe)

Kino: Stan & Olli

11. Juni, 20 Uhr, Kuba

Kleinkunst: Kai Kramosta

Normal müsste dat halten - Handwerker, Baustellen, Dorfbewohner

Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses

6. Juni, 18 Uhr, Großer Saal im Neuen Rathaus

Sitzung des Stadtrates

6. Juni, 18 Uhr, Großer Saal im Neuen Rathaus


22.03.2019 | Pressestelle (allgemein)

Der Weg ist lang - aber beschritten: Jülich in den Startlöchern für das InHK

Bild: Eine Luftaufnahme der Jülicher Innenstadt
Luftbild: Dr. Ulrich Eckardt

„Roter Faden“ für Gesamtstrategie gesucht - Bürgerbeteiligung soll aufzeigen, „wo der Schuh drückt“

„Jülich darf und muss sich verändern“, so Bürgermeister Axel Fuchs angesichts des bevorstehenden Starts der ersten - sichtbaren - Aktivitäten zum geplanten Integrierten Handlungskonzept (InHK) der Stadt Jülich.

„Wir müssen natürlich auf Veränderungen reagieren“, so Fuchs bei der öffentlichen Präsentation der Planungsgruppe MWM aus Aachen im Jülicher Rathaus. Er verwies darauf, dass Veränderungen im Jülicher Stadtbild lange Traditionen haben: Von Pasqualini einst ideal am Reißbrett ganz im Sinne der Renaissance gestaltet, sorgte beispielsweise vor 100 Jahren das Eisenbahnausbesserungswerk für Veränderung oder auch die Ansiedlung der Forschungsanlage. Der Zerstörung der Stadt im Jahr 1944 folgte der Bau neuer Gebäude auf altem Grundriss. Als Umsetzung eines Wahlversprechens wurde dann vor knapp drei Jahrzehnten das Projekt der Innenstadtsanierung umgesetzt; die Landesgartenschau 1998 verursachte ebenfalls Veränderungen an der Promenade und an den Kontermauern der Zitadelle. „Jetzt stehen die nächsten großen Veränderungen an, denn der Zahn der Zeit nagt und es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Stadt für die Zukunft aufzustellen“, so Bürgermeister Axel Fuchs. Das sei eine große Herausforderung - auch vor dem Hintergrund des Strukturwandels, der Entwicklung neuer Gewerbegebiete, aber auch weicher Standortfaktoren rund um das Wohnen.

Er machte deutlich, dass das geplante InHK als Grundlage für Fördermöglichkeiten durch Städtebauprogramme unabdingbar sei. Der große Vorteil eines solchen Konzeptes sei die Bürgerbeteiligung bei der Beantwortung der Frage „Wie stellen wir uns die Stadt von morgen vor?“ Unter anderem die Erlebbarmachung von Markt und Rur als „Lieblingsthema“ liegt nicht nur dem Bürgermeister am Herzen. Aber auch viele andere Bereiche der Stadt werden gemeinsam mit den Jülicherinnen und Jülichern betrachtet.

Was ein InHK ist und wie ein solches für die Jülicher Innenstadt in welchem Zeit- und Kostenrahmen realisiert werden könnte, erläuterte Bernd Niedermeier von der Aachener Planungsgruppe MWM, die als Büro für Städtebau und Verkehrsplanung in der Region von Alsdorf über Baesweiler, Hückelhoven, Eschweiler oder Wassenberg bereits erfolgreiche Projekte umgesetzt hat.

Das 25-köpfige MWM-Team ist darauf spezialisiert, städtische Räume ganzheitlich mit seinen ökonomischen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen zu betrachten, Schwächen und Potentiale zu finden, Strategien zu entwickeln, Zeit- und Investitionsrahmen festzulegen und Partner einzubinden. Verpackt in ein InHK ist dieses dann eine verpflichtende Grundlage für alle Teilprogramm der Städtebauförderung. „Kurz: ein InHK heißt eigentlich: Wo ich hin will! Man ist fokussiert auf einen Teilraum, entwickelt Maßnahmen mitsamt einem Umsetzungsfahrplan – und das ist nicht in einem halben Jahr geschehen, sondern wird die Stadt Jülich die nächsten sechs bis acht Jahre beschäftigen“, so Niedermeier. Er wies darauf hin, dass Stadtentwicklung immer auch mit Umbauen verbunden sei. „Es gilt, behutsam auf Bewährtes auf- und Schwächen abzubauen.“ Mit möglichst vielen Beteiligten und auf vielen Kanälen müsse herausgefunden werden, „wo der Schuh drückt“.

Bis zur Mitte des nächsten Jahres will das Planungsbüro den „roten Faden“ für eine Gesamtstrategie gefunden haben, bis dahin werde es ein „Pingpong“ im besten Sinne zwischen Bevölkerung, Politik und Fachbereichen geben, um alle Aspekte integrieren zu können. Schwerpunkte im zentralen Bereich werden laut erster Einschätzung Handel, Zitadelle und das Rurufer werden, im äußeren Bereich der Park und die Schulkomplexe.

Das Planungsbüro kann dabei nicht nur auf eigene Bestandserfassung und die Auswertung vorhandener Unterlagen zurückgreifen, sondern auch auf Erkenntnisse und Ergebnisse bisheriger Zukunftsprojekte in der Stadt Jülich aufbauen - von „Jülich 2030+“ über das Einzelhandels- und Klimaschutz- bis zum Tourismuskonzept. Größter Unterschied zu solchen Kreativ-Werkstätten: in einem InHK werden nur solche konkrete Maßnahmen definiert, deren Kosten ermittelt, Umsetzung und Finanzierung geplant und Realisierungswege aufgezeigt werden können.

Der Weg ist lang - aber beschritten. Nachdem der Rat der Stadt Jülich die Stadtverwaltung im Oktober 2018 bevollmächtigt hat, das Aachener Planungsbüro MWM mit der Erstellung eines InHK für die Jülicher Kernstadt zu beauftragen, ist nun die Bevölkerung gefragt. Diese ist am 10. April um 19 Uhr ins Pädagogische Zentrum des Gymnasiums Zitadelle eingeladen, um sich über erste Ergebnisse der Erhebungen informieren zu lassen sowie Stärken und Schwächen, die sich aus ihrer Sicht auf die Innenstadt ergeben, mitzuteilen. Eine abschließende Diskussion und Zusammenfassung bilden dann die Grundlagen für weitere Maßnahmen. Im Oktober wird es weitere bürgernahe Angebot geben: Workshops und geführte Stadtrundgänge, die informieren und eine persönliche Einbringung in der Prozess ermöglichen.

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