Pressemitteilungen
„Ein Ort, der zusammen und voran bringt!“
neue Jülicher Rathaus enthüllt.
Die Feier im Brainergy Park brachte künftige Mitarbeiter, Politik,
Verwaltung, Planer und Baufirmen zusammen.
Fotos. Stadt Jülich/Gisa Stein
Grundstein für den Neubau des Rathauses enthüllt
Ein bisschen war es wie ein Startschuss nach fast drei Jahrzehnten: Der Grundstein für das neue Rathaus der Stadt Jülich ist enthüllt - und mit ihm wurde am Mittwoch auch ein Stück Aufbruch sichtbar. Gefeiert wurde der symbolische Baubeginn nicht auf der eigentlichen Baustelle, sondern im benachbarten BrainCube. Das noch in einzelnen Bereichen im Rohbauzustand befindliche Gebäude des von demselben Unternehmen errichteten Gebäudes ist bereits wetterfest und bot damit nur wenige Meter vom künftigen Rathaus entfernt den passenden Rahmen.
Schon beim Eintreffen der zahlreichen Gäste war die Vorfreude spürbar. Besonders bei den künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die später im neuen Rathaus arbeiten werden, mischten sich neugierige Blicke mit sichtbarer Spannung: Wie wird das neue Haus einmal aussehen? Wie wird sich der Arbeitsalltag dort verändern? Und vor allem: Wann wird es endlich so weit sein? Nach jahrelangen Diskussionen und Planungen geht es nun tatsächlich los.
Projektleiterin Hanna Jeworowski von der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) begrüßte die Gäste und führte durch das Programm. Politik und Verwaltung waren ebenso vertreten wie Fachplaner, Baubeteiligte und weitere Projektpartner. Nach der Vorstellung des Ablaufs übergab sie das Wort an die weiteren Redner und leitete damit einen Nachmittag ein, der nicht nur den Baubeginn markierte, sondern vor allem die Menschen hinter dem Projekt zusammenbrachte.
Das Grußwort von Bürgermeister Axel Fuchs, von seinem Ersten Allgemeinen Vertreter Richard Schumacher überbracht, machte deutlich, warum der Neubau für die Stadt von besonderer Bedeutung ist. Es wurde betont, das Projekt sei ein „lang - man darf schon fast sagen seit Jahrzehnten - ersehntes und längst überfälliges Bauprojekt“. Die bisherigen Arbeitsbedingungen im heutigen „Neuen Rathaus“ sind seit Jahren problematisch. Genannt wurden unter anderem längere Heizungsausfälle im Winter, Asbestbelastung und Schwermetalle im Leitungswasser. Ein Starkregenereignis, bei dem Wasser ausgerechnet durch einen Stromkasten lief, wurde zum entscheidenden Wendepunkt. Es sei „fast unvorstellbar und lebensgefährlich“ gewesen.
Das neue Rathaus soll deshalb nicht nur moderne Arbeitsplätze schaffen. Es soll der Verwaltung ermöglichen, ihre Dienstleistungen auch unter schwieriger werdenden personellen und finanziellen Bedingungen zukunftsfähig zu erbringen. Für viele Beschäftigte dürfte der Neubau damit vor allem eines bedeuten: endlich zeitgemäße Bedingungen für die tägliche Arbeit.
Richard Schumacher - in Personalunion als Beigeordneter der Stadt Jülich - richtete den Blick anschließend auf das, was in dem neuen Haus künftig passieren soll. Das Rathaus im Brainergy Park soll als „Ankerpunkt für die Zukunft unserer Stadtverwaltung“ entstehen. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Identität sind dabei zentrale Leitgedanken. Akten sollen nicht mehr in Schränken schlummern und Bürgerinnen und Bürger nicht mehr von Fachbereich zu Fachbereich geschickt werden. Die Verwaltung soll vernetzt, weitgehend papierlos und effizient arbeiten. „Ziel ist eine Verwaltung, die im Hintergrund arbeitet, damit die Bürger im Vordergrund stehen können“, sagte Schumacher.
Gleichzeitig soll das Rathaus kein abgeschotteter Verwaltungsstandort werden. Die Stadt plant eine zweigeteilte Struktur: Im Brainergy Park sollen vor allem komplexe Verwaltungsaufgaben, IT, Planungen und Spezialthemen gebündelt werden. Bürgernahe Dienstleistungen bleiben auch in der Innenstadt erreichbar. Später ist diese Unterbringung im dann energetisch sanierten Kopfbau des heutigen Neuen Rathauses am Schwanenteich geplant. Denn, so Schumacher, persönliche Beratung müsse manchmal auch persönlich geleistet werden.
Wie das Gebäude selbst diesen Anspruch aufgreift, erläuterte Jan Weisel, Geschäftsführer von der Generalunternehmung VALERES. „Von innen nach außen denken ist unser Ansatz“, sagte er. Die Stadt sei von Beginn an als Kunde eingebunden worden. Das sei wichtig für funktionierende Abläufe, aber auch für die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Kurze Wege, der Grundsatz „form follows function“ und eine klare Orientierung prägen das Konzept. Die Fassade, die durch hervor- und zurückspringende Teile wiederholt ein „J“ bildet, soll dem Gebäude eine sichtbare Verbindung zu Jülich geben.
Auch Martin Jungmann von der SEG gab dem symbolischen Moment eine persönliche Note. Seine fünf Wünsche für den Grundstein und damit für das Rathaus waren auf einer Karte festgehalten: „Starke Fundamente“, die Wind, Wetter und Zeit standhalten; „kleine Füße“ obenauf für eine wachsende Stadt; städtische Mitarbeiter, die mit viel Herz dabei sind; „jederzeit mindestens eine Handbreit Demokratie unter dem Sockel“ - und, mit einem Augenzwinkern, „ab und zu einen defekten Knöllchendrucker im Ordnungsamt“.
Dann war der Moment gekommen. Gemeinsam wurde der rund 130 Kilogramm schwere Grundstein - der selbstverständlich an der tatsächlichen Baustelle verbaut wird - enthüllt. Und plötzlich wurde aus dem lange geplanten Projekt etwas Sichtbares. Viele der Anwesenden nutzten die Gelegenheit, den Grundstein aus der Nähe zu betrachten. Einige machten anschließend Fotos mit ihm als persönliche Erinnerung an diesen Tag. Gerade für die künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war das ein besonderer Moment: Sie werden dieses Gebäude in wenigen Jahren als ihren Arbeitsplatz erleben.
Beim anschließenden Imbiss wurde deutlich, dass ein solches Projekt weit mehr ist als Beton, Pläne und Bauzeiten. Zwischen Getränken und Häppchen entstanden angeregte Gespräche, Vertreter von Politik, Verwaltung, Planung und Bau kamen miteinander ins Gespräch. Man tauschte sich aus, diskutierte über die nächsten Schritte und ließ den besonderen Nachmittag Revue passieren. Die Stimmung: gelöst, neugierig - und geprägt von der Gewissheit, dass nach langer Vorbereitung nun tatsächlich Bewegung in die Sache kommt.
Der Zeitplan ist bereits konkret: Die Fertigstellung des Rohbaus wird für März 2027 angestrebt, der Umzug der Verwaltung ist in etwa zwei Jahren geplant. Bis dahin wird sich der Grundstein Schritt für Schritt in ein Haus verwandeln. Bei der Grundsteinenthüllung war aber schon zu spüren, worum es am Ende gehen soll: nicht allein um ein neues Gebäude, sondern um einen Ort für eine moderne Verwaltung und die Menschen, die dort arbeiten und ihre Stadt gestalten.
Schumacher brachte diesen Wunsch zum Abschluss auf eine einfache Formel: Das neue Rathaus soll „ein Ort sein, der uns zusammen- und voranbringt“ - ein Haus, das von Transparenz und Service geprägt ist und in dem sich Bürger, Gäste und Mitarbeitende willkommen fühlen.
Bilder (PDF)
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neue Jülicher Rathaus enthüllt.
Die Feier im Brainergy Park brachte künftige Mitarbeiter, Politik,
Verwaltung, Planer und Baufirmen zusammen.
Fotos. Stadt Jülich/Gisa Stein
Grundstein für den Neubau des Rathauses enthüllt
Ein bisschen war es wie ein Startschuss nach fast drei Jahrzehnten: Der Grundstein für das neue Rathaus der Stadt Jülich ist enthüllt - und mit ihm wurde am Mittwoch auch ein Stück Aufbruch sichtbar. Gefeiert wurde der symbolische Baubeginn nicht auf der eigentlichen Baustelle, sondern im benachbarten BrainCube. Das noch in einzelnen Bereichen im Rohbauzustand befindliche Gebäude des von demselben Unternehmen errichteten Gebäudes ist bereits wetterfest und bot damit nur wenige Meter vom künftigen Rathaus entfernt den passenden Rahmen.
Schon beim Eintreffen der zahlreichen Gäste war die Vorfreude spürbar. Besonders bei den künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die später im neuen Rathaus arbeiten werden, mischten sich neugierige Blicke mit sichtbarer Spannung: Wie wird das neue Haus einmal aussehen? Wie wird sich der Arbeitsalltag dort verändern? Und vor allem: Wann wird es endlich so weit sein? Nach jahrelangen Diskussionen und Planungen geht es nun tatsächlich los.
Projektleiterin Hanna Jeworowski von der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) begrüßte die Gäste und führte durch das Programm. Politik und Verwaltung waren ebenso vertreten wie Fachplaner, Baubeteiligte und weitere Projektpartner. Nach der Vorstellung des Ablaufs übergab sie das Wort an die weiteren Redner und leitete damit einen Nachmittag ein, der nicht nur den Baubeginn markierte, sondern vor allem die Menschen hinter dem Projekt zusammenbrachte.
Das Grußwort von Bürgermeister Axel Fuchs, von seinem Ersten Allgemeinen Vertreter Richard Schumacher überbracht, machte deutlich, warum der Neubau für die Stadt von besonderer Bedeutung ist. Es wurde betont, das Projekt sei ein „lang - man darf schon fast sagen seit Jahrzehnten - ersehntes und längst überfälliges Bauprojekt“. Die bisherigen Arbeitsbedingungen im heutigen „Neuen Rathaus“ sind seit Jahren problematisch. Genannt wurden unter anderem längere Heizungsausfälle im Winter, Asbestbelastung und Schwermetalle im Leitungswasser. Ein Starkregenereignis, bei dem Wasser ausgerechnet durch einen Stromkasten lief, wurde zum entscheidenden Wendepunkt. Es sei „fast unvorstellbar und lebensgefährlich“ gewesen.
Das neue Rathaus soll deshalb nicht nur moderne Arbeitsplätze schaffen. Es soll der Verwaltung ermöglichen, ihre Dienstleistungen auch unter schwieriger werdenden personellen und finanziellen Bedingungen zukunftsfähig zu erbringen. Für viele Beschäftigte dürfte der Neubau damit vor allem eines bedeuten: endlich zeitgemäße Bedingungen für die tägliche Arbeit.
Richard Schumacher - in Personalunion als Beigeordneter der Stadt Jülich - richtete den Blick anschließend auf das, was in dem neuen Haus künftig passieren soll. Das Rathaus im Brainergy Park soll als „Ankerpunkt für die Zukunft unserer Stadtverwaltung“ entstehen. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Identität sind dabei zentrale Leitgedanken. Akten sollen nicht mehr in Schränken schlummern und Bürgerinnen und Bürger nicht mehr von Fachbereich zu Fachbereich geschickt werden. Die Verwaltung soll vernetzt, weitgehend papierlos und effizient arbeiten. „Ziel ist eine Verwaltung, die im Hintergrund arbeitet, damit die Bürger im Vordergrund stehen können“, sagte Schumacher.
Gleichzeitig soll das Rathaus kein abgeschotteter Verwaltungsstandort werden. Die Stadt plant eine zweigeteilte Struktur: Im Brainergy Park sollen vor allem komplexe Verwaltungsaufgaben, IT, Planungen und Spezialthemen gebündelt werden. Bürgernahe Dienstleistungen bleiben auch in der Innenstadt erreichbar. Später ist diese Unterbringung im dann energetisch sanierten Kopfbau des heutigen Neuen Rathauses am Schwanenteich geplant. Denn, so Schumacher, persönliche Beratung müsse manchmal auch persönlich geleistet werden.
Wie das Gebäude selbst diesen Anspruch aufgreift, erläuterte Jan Weisel, Geschäftsführer von der Generalunternehmung VALERES. „Von innen nach außen denken ist unser Ansatz“, sagte er. Die Stadt sei von Beginn an als Kunde eingebunden worden. Das sei wichtig für funktionierende Abläufe, aber auch für die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Kurze Wege, der Grundsatz „form follows function“ und eine klare Orientierung prägen das Konzept. Die Fassade, die durch hervor- und zurückspringende Teile wiederholt ein „J“ bildet, soll dem Gebäude eine sichtbare Verbindung zu Jülich geben.
Auch Martin Jungmann von der SEG gab dem symbolischen Moment eine persönliche Note. Seine fünf Wünsche für den Grundstein und damit für das Rathaus waren auf einer Karte festgehalten: „Starke Fundamente“, die Wind, Wetter und Zeit standhalten; „kleine Füße“ obenauf für eine wachsende Stadt; städtische Mitarbeiter, die mit viel Herz dabei sind; „jederzeit mindestens eine Handbreit Demokratie unter dem Sockel“ - und, mit einem Augenzwinkern, „ab und zu einen defekten Knöllchendrucker im Ordnungsamt“.
Dann war der Moment gekommen. Gemeinsam wurde der rund 130 Kilogramm schwere Grundstein - der selbstverständlich an der tatsächlichen Baustelle verbaut wird - enthüllt. Und plötzlich wurde aus dem lange geplanten Projekt etwas Sichtbares. Viele der Anwesenden nutzten die Gelegenheit, den Grundstein aus der Nähe zu betrachten. Einige machten anschließend Fotos mit ihm als persönliche Erinnerung an diesen Tag. Gerade für die künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war das ein besonderer Moment: Sie werden dieses Gebäude in wenigen Jahren als ihren Arbeitsplatz erleben.
Beim anschließenden Imbiss wurde deutlich, dass ein solches Projekt weit mehr ist als Beton, Pläne und Bauzeiten. Zwischen Getränken und Häppchen entstanden angeregte Gespräche, Vertreter von Politik, Verwaltung, Planung und Bau kamen miteinander ins Gespräch. Man tauschte sich aus, diskutierte über die nächsten Schritte und ließ den besonderen Nachmittag Revue passieren. Die Stimmung: gelöst, neugierig - und geprägt von der Gewissheit, dass nach langer Vorbereitung nun tatsächlich Bewegung in die Sache kommt.
Der Zeitplan ist bereits konkret: Die Fertigstellung des Rohbaus wird für März 2027 angestrebt, der Umzug der Verwaltung ist in etwa zwei Jahren geplant. Bis dahin wird sich der Grundstein Schritt für Schritt in ein Haus verwandeln. Bei der Grundsteinenthüllung war aber schon zu spüren, worum es am Ende gehen soll: nicht allein um ein neues Gebäude, sondern um einen Ort für eine moderne Verwaltung und die Menschen, die dort arbeiten und ihre Stadt gestalten.
Schumacher brachte diesen Wunsch zum Abschluss auf eine einfache Formel: Das neue Rathaus soll „ein Ort sein, der uns zusammen- und voranbringt“ - ein Haus, das von Transparenz und Service geprägt ist und in dem sich Bürger, Gäste und Mitarbeitende willkommen fühlen.
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