Bombenkrieg und „Befreiung“ an der Rur -

Zwischen „Führer“ und Freiheit

Eine Veranstaltungsreihe des Museums Zitadelle Jülich in Zusammenarbeit mit dem Stadt- und Kreisarchiv Düren und der VHS Jülicher Land.

September 2019 - Mai 2020

Auftaktveranstaltung am Mittwoch, den 25. September 2019, um 19:30 in der Schlosskappelle

Vor 75 Jahren, am 30. Oktober des Jahres 1944, trafen sich englische und amerikanische Offiziere im Hauptquartier der 12. US-Armeegruppe, um die bis dahin größte Luft-Boden-Offensive des Zweiten Weltkrieges vorzubereiten. Dieses mit dem Namen Operation Queen versehene Unternehmen sah unter anderem vor, Jülich und Düren als Verbindungszentren „auszuschalten“. Das folgende Bombardement vom 16. November 1944 bedeutete für beide Städte durch die nahezu vollständige, fast hundertprozentige Auslöschung einen harten Einschnitt; man wurde wortwörtlich weggebombt.

Deshalb haben das Museum Zitadelle Jülich und das Stadt- und Kreisarchiv Düren die schwierige Aufgabe auf sich genommen, an diese traumatisierenden Ereignisse zu erinnern, ohne dabei in die Klischees der traditionalen Sinnbildung zu verfallen: Einerseits der Verklärung unserer Region als „unschuldigem Opfer“, sowie andererseits der naiven Unterstellung, die Alliierten hätten stets nur die „Befreiung“ Deutschlands zum Ziele gehabt. Gerade dieses Thema darf deshalb nur im Gesamtzusammenhang betrachtet und dargestellt werden. Die faschistische Weltanschauung, der hierdurch provozierte totale Krieg mit seinen völkermordenden, auf Imperialismus und Rassenwahn zurückzuführenden Folgen muss immer im Fokus bleiben.

Vom September 2019 bis zum Mai 2020 werden daher in Jülich und Düren Vorträge, Ausstellungen und historische Stadtführungen stattfinden, die sich dem Problemkomplex von verschiedenen Seiten aus nähern. Diese umfassen unter anderem Kriegsgeschichte, Psychologie, Spuren der Zerstörung in den Städten, die strategische Planung der Operation Queen und die Verbrechen des NS-Regimes.

Den Auftakt der Reihe bildet ein Vortrag des Historikers Michael D. Gutbier, Vorsitzender des Opladener Geschichtsvereins, zum Beginn des Zweiten Weltkrieges im Rheinland. Dieser wird am kommenden Mittwoch, den 25. September, ab 19:30 in der Schlosskapelle stattfinden. Der Eintritt ist frei. Herr Gutbier wird die Frage beleuchten, wie die Menschen in unserer Region die Ereignisse, die mit dem Überfall auf Polen im Herbst 1939 ihren Anfang nahmen, wahrgenommen haben, was sie darüber dachten, und wie sich ihr Leben in den folgenden Wochen verändern sollte.



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