• Ausstellung ab 8. Oktober 2021
  • Die Jülicher Synagoge 1938
  • Geschäft der Firma Albert Rathheim Witwe
  • Marktplatz Jülich
  • Stadtrechnung 1581
  • Historische Karte der Festung Jülich

Willkommen im Stadtarchiv Jülich


Das Stadtarchiv Jülich dokumentiert anhand einer Vielzahl historischer Urkunden, Akten, Zeitungen, Fotos sowie Karten und Plänen 470 Jahre Jülicher Geschichte. Die schriftliche Überlieferung städtischer Verwaltungstätigkeit ist seit dem großen Brand des Jahres 1547, dem alle älteren Dokumente zum Opfer fielen, in wesentlichen Teilen erhalten. Dabei gehören die Jahresrechnungen von Stadt und Gasthaus (= Krankenhaus) seit dem 16. und die Ratsprotokolle seit der Mitte des 17. Jahrhunderts zu den herausragenden Schriftstücken. Für die spätere Zeit sind insbesondere die umfangreiche lokale Zeitungssammlung (seit 1823) sowie die Fotodokumentation aus der Zeit vor der Zerstörung Jülichs im November 1944 zu erwähnen. Seit der kommunalen Neugliederung 1972 gehören auch die Akten der vormaligen Ämter Kirchberg, Koslar und Stetternich zu den städtischen Archivbeständen.

Unter dem Titel „Shalom Chaverim – 1700 Jahre jüdisches Leben in der Region Rhein-Erft-Rur“ präsentiert das Stadtarchiv eine Ausstellung, die von der Arbeitsgemeinschaft der Archive in den Kreisen Rhein-Erft und Düren gemeinsam realisiert wurde.

„Hallo, Freunde“ – so kann man etwa den Titel übersetzen, der der Beginn eines bekannten jüdischen Abschiedsliedes ist. „Shalom“ bedeutet aber auch Gesundheit, Wohlfahrt, Sicherheit und Friede. Das alles haben die Menschen jüdischen Glaubens sich immer gewünscht, auch wenn es über viele Jahrhunderte schwer für sie war, in Sicherheit und Frieden zu leben.

Die Ausstellung begibt sich auf neun Stationen auf Spurensuche zur Geschichte der jüdischen Gemeinden in der Region Rhein-Erft-Rur. Neben einem chronologischen Überblick über die Geschichte wird die Bedeutung von Synagogen, Bethäusern und Schulen sowie Friedhöfen in den Blick genommen. Auch die „Wiedergutmachung“, die Versöhnung und das Gedenken nach 1945 sowie die heutige Situation werden behandelt.

Ergänzt wird die von der Arbeitsgemeinschaft entwickelte Ausstellung durch vier Banner, die sich mit jüdischem Leben in Jülich beschäftigen. Sie reichen von den ersten Spuren im 14. Jahrhundert bis zum Besuch ehemaliger Jülicherinnen und Jülicher jüdischen Glaubens 1986. Daneben wird sich auf Spurensuche nach jüdischem Hausbesitz in Jülich in den 1920er und 1930er Jahren begeben. Hilfsmittel hierfür war eine Straßenmeldekartei aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es wurden insgesamt 34 jüdische Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer identifiziert. Zu diesen Personen und ihren Familien wurden aus allen im Stadtarchiv verfügbaren Quellen Informationen gesammelt und in Kurzporträts zusammengestellt. So erfahren wir, wann die Familien in die Stadt zogen, welchem Gewerbe sie nachgingen, ob sie in Vereinen oder politisch aktiv waren und von ihrem Schicksal in der Zeit des Nationalsozialismus. Alle Ergebnisse dieser Spurensuche sind in einem Begleitheft zur Ausstellung zusammengefasst, das im Archiv für 2,00 € zu erwerben ist.

Abgerundet wird die Ausstellung durch Exponate zu jüdischem Leben in Jülich, die aus dem Stadtarchiv und dem Museum Zitadelle stammen.

 

Die Ausstellung ist im Erdgeschoss des Zentrums für Stadtgeschichte im Flur vor dem Lesesaal zu sehen.

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9.00–17.00 Uhr, der Eintritt ist frei

8. Oktober 2021–29. Januar 2022

Führungen sind nach Absprache möglich.

Im Forum am Aachener Tor gilt eine Maskenpflicht.

Haus-Anschriften

 Post-Anschrift

Stadtarchiv Jülich

Zentrum für Stadtgeschichte

Am Aachener Tor 16

52428 Jülich
 
Telefon: 02461/63531

E-Mail: archiv@juelich.de

Stadtarchiv Jülich

Postfach 1220

52411 Jülich

Ansprechpartnerin

 

Susanne Richter

Archivleiterin

 

Öffnungszeiten

 

Dienstag: 14.00-18.00 Uhr

Mittwoch: 14.00-18.00 Uhr

 

Ein Besuch des Stadtarchivs ist unter Einhaltung der jeweils geltenden Corona-Schutzverordnung wieder möglich.

Anfahrt

 

Anreise mit den ÖPNV:

Von Düren mit der DKB Richtung Jülich/Linnich bis Bahnhof Jülich. Fußweg vom Bahnhof zum Zentrum für Stadtgeschichte ca. 15 min.

Anreise mit dem Auto:

A 44, Abfahrt Jülich; von Düren über die B 56; von der A 61 über die B 55.

Kostenlose Parkplätze sind ausreichend verfügbar.

 

 

Urkunden 1366-1812

Akten und Amtsbücher

Amtliche Überlieferung

Bestand I: Stadt Jülich (mit Broich, Stetternich und Petternich) zweite Hälfte 16. Jh.-1815 (pdf Inhaltsverzeichnis)
Bestand I-Dep: Ehemaliges Depositum im Staatsarchiv Düsseldorf 1655-1844 (pdf Findbuch)
Bestand II: Stadt Jülich (zeitweise mit Mersch, Pattern, Welldorf und Güsten) 1815-1907 (pdf Findbuch)
Bestand III: Stadt Jülich 1908-1944 (teilw. auch 19. Jh.)
Bestand III-Bau: Bauakten Stadt Jülich 1890-1944  (pdf Findbuch)
Bestand IV: Stadt Jülich 1945-1971
Bestand V: Stadt Jülich 1972-heute
Bestand VI-Ki: Bürgermeisterei/Amt Kirchberg 1816-1934
Bestand VI-Ko: Bürgermeisterei/Amt Koslar 1816-1971
Bestand VI-St: Bürgermeisterei/Amt Hambach 1816-1936, Amt Stetternich 1936-1971

Ratsprotokolle ab 1884

Zivil- und Personenstandsregister

der (ehemaligen) Bürgermeistereien/Ämter Jülich, Barmen, Bourheim, Broich, Hambach, Koslar, Mersch, Steinstraß und Stetternich ab 1798, teilweise ab 1800

Einen Überblick über die vorhandenen Personenstandsunterlagen finden Sie hier: Übersicht über die vorhandenen Personenstandsunterlagen im Stadtarchiv Jülich, eine Übersicht über die vorhandenen Sammelakten hier: Sammelakten im Stadtarchiv Jülich

Melderegister 1927-1944

Schulchroniken ab dem 19. Jahrhundert

Zeitungssammlung

Jülicher Kreisblatt und Vorläufer 1823 - 1943 (Lücken)
- Beilage "Rur-Blumen" 1921 - 1944
Jülicher Kreis-, Handels- und Anzeigeblatt 1870 - 1873
Rur-Zeitung 1874 - 1903 (Lücken)
Jülicher Zeitung 1896 - 1910 (Lücken)
Jülicher Kreisanzeiger 1946 - 1951
Jülicher Volkszeitung 1974 - 1996
Jülicher Zeitung 1996 - heute
Jülicher Nachrichten 1974 - heute

Eine detaillierte Übersicht über die Zeitungssammlung finden Sie hier.

Landkarten, Pläne und Stiche seit dem 17. Jahrhundert

Foto- und Ansichtskartensammlung ab ca. 1890

Verschiedene Nachlässe, darunter der Nachlass des Architekten René von Schöfer (1883-1954) (pdf Findbuch)

Lokal- und regionalgeschichtliche Bibliothek

Die Bestände der Lokal- und regionalgeschichtlichen Bibliothek des Stadtarchivs werden derzeit in das Rechercheportal der Bibliothek des Museum Zitadelle Jülich eingepflegt (http://invenio.museum-zitadelle.de). Alle bereits erfassten Bestände können Online recherchiert werden. Daneben ist eine Recherche in einem vor Ort einsehbaren Zettelkatalog möglich. Die Bibliothek des Stadtarchivs ist eine Bestandsbibliothek, Ausleihen sind nicht möglich. Die Bände können jederzeit während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs eingesehen werden.

Die Arbeitsgemeinschaft der Archive in den Kreisen Rhein-Erft und Düren hat 2010 den Archivführer Fundgruben herausgegeben, der 2021 aktualisiert wurde und u.a. über die Bestände und die Benutzungsmodalitäten der Archive informiert.

Eine Übersicht über die im Stadtarchiv Jülich verwahrten Stadtbücher finden Sie auf dem Portal Index Librorum Civitatum (https://www.stadtbuecher.de/de/stadtbuecher/deutschland/nordrhein-westfalen/jlich/)

Die Benutzungssatzung des Stadtarchivs und die geltende Gebührenordnung entnehmen Sie bitte den nachfolgend hinterlegten pdfs.

Benutzungssatzung Stadtarchiv

Entgeltordnung Stadtarchiv

Das Stadtarchiv Jülich wird digital

Das Stadtarchiv Jülich freut sich über eine Förderung im Rahmen des Programms „WissensWandel“ des Deutschen Bibliotheksverbandes. Mit den geförderten Maßnahmen sollen Bibliotheken und Archive dabei unterstützt werden, den Zugang zu ihren umfangreichen Angeboten und Beständen zukünftig auch unabhängig von einer Nutzung vor Ort zu sichern. Genau hier setzt die Förderung in Jülich an: Bisher konnte man nur vor Ort im Archiv analog in sogenannten „Findbüchern“ recherchieren, ob es zum gesuchten Thema Archivgut gibt. Das ist oft sehr mühsam, da man bei einer Fragestellung häufig mehrere Findbücher durchsehen muss. Durch die Fördermittel kann jetzt eine Archivsoftware angeschafft werden, in die die „Findbücher“ überführt werden. In den kommenden Monaten werden sie digitalisiert und anschließend so aufbereitet, dass alle Informationen zukünftig in einer Datenbank verfügbar sind. Die Nutzerinnen und Nutzer können danach mit Hilfe einer Suchfunktion im gesamten Bestand des Stadtarchivs recherchieren. So findet man zu seinem Thema nicht nur die vorhandenen Akten, sondern möglicherweise auch Fotos, Karten oder Bücher.

Ab dem Herbst werden die Bestände dann schrittweise in die Onlineportale Archive.NRW und Archivportal-D eingepflegt. Danach kann auch bequem von zu Hause aus geprüft werden, ob es im Stadtarchiv Jülich zum interessierenden Thema relevantes Archivgut gibt. Im Laufe der nächsten Zeit sollen auch die vielen schon vorhandenen Digitalisate in die Archivsoftware eingepflegt werden. So können diese demnächst sehr viel leichter von den Besucherinnen und Besuchern benutzt werden. Eine Onlinestellung wird dann nach und nach folgen. Damit vor Ort mehrere Personen gleichzeitig in den Beständen recherchieren können, wird im Rahmen der Förderung die Anschaffung von drei Besucher-PCs mit großen Monitoren bezuschusst. Auf diese Weise lassen sich z.B. die vielen Digitalisate des historischen Zeitungsbestandes des Stadtarchivs sehr viel besser auswerten, als das bisher möglich war.

 

 

 

     Logo Freundekreis Stadtarchiv e.V.

 

Das Stadtarchiv Jülich ist eines der umfangreichsten und wichtigsten Archive in der Region, war doch die Stadt Jülich fast ein Jahrtausend lang deren Mittelpunkt. Reiche Urkunden- und Aktenbestände seit dem großen Stadtbrand von 1547 machen das Archiv zu einem unentbehrlichen Anlaufpunkt für Alle, die sich mit den vergangenen 500 Jahren wissenschaftlich oder aus Interesse beschäftigen wollen. Der Freundekreis Stadtarchiv Jülich e.V. wurde 2005 gegründet, um das Stadtarchiv bei seinen Aufgaben finanziell und ideell zu unterstützen. So hilft der Freundekreis zum Beispiel bei der Vermittlung von Nachlässen an das Archiv und unterstützt beim Ankauf von Sammlungsgut wie beispielsweise historischen Zeitungsbänden. Außerdem engagiert sich der Freundekreis bei der Digitalisierung von Beständen. 

 

Vorstand

Winfried Cremerius, Vorsitzender

Tel.: 02461-8917

Email: winfried.cremerius@t-online.de

Das Herzog-Magazin hat im August ein Porträt des Freundekreis Stadtarchiv veröffentlicht: https://www.herzog-magazin.de/featured/konservierte-geschichte/  
stellv. Vorsitzender

Prof. Dr. Günter Bers

 Begleitheft zur Ausstellung Shalom Chaverim  
Geschäftsführer

Wolfgang Gunia

Schatzmeister

derzeit vakant

Beisitzer

Dr. Horst Dinstühler, Stadtarchivar

Martin Marquardt

Dr. Peter Nieveler

 Der Freundekreis Stadtarchiv e.V. hat den Druck des Begeleitheftes zur Ausstellung "Shalom Chaverim -
 1700 Jahre jüdisches Leben in der Region Rhein-Erft-Rur" finanziert.

Kosten der Mitgliedschaft:

20,00 € pro Jahr

Schüler, Jugendliche und Studenten die Hälfte 

Bankverbindung

IBAN DE29 3955 0110 1200 0147 18 BIC: SDUEDE33XXX

Falls Sie gerne Mitglied werden möchten, finden Sie hier eine Beitritsserklärung. Die Satzung des Freundekreis Stadtarchiv Jülich e.V können Sie hier herunterladen.

  

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