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Nachhaltigkeit

Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Jülich

Die Stadt Jülich verfolgt das Ziel, Nachhaltigkeit als Querschnittsthema in der Verwaltung zu verankern. Dazu wurde im Dezember 2019 im Amt für Stadtmarketing eine Stelle zur Koordination kommunaler Entwicklungspolitik in Jülich eingerichtet. Die neu geschaffene Koordinierungsstelle wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Im Jahr 2015 hat die Staatengemeinschaft die Agenda 2030 mit ihren 17 globalen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals - SDGs) verabschiedet, um globale Herausforderungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Unter dem Schlagwort „Global denken, lokal handeln“ sind auch die Kommunen als bürgernaheste Politik- und Verwaltungsebene in der Verantwortung die SDGs bekannt zu machen und zu ihrer Umsetzung beizutragen. Dieser Verantwortung möchte sich die Stadt Jülich stellen.

In Deutschland leben knapp 16 Prozent der Bevölkerung in relativer Armut. Im Vergleich zur „extremen Armut“ ist diese Bevölkerungsgruppe zwar nicht existentiell bedroht, wird aber von vielen gesellschaftlichen Bereichen ausgeschlossen. Ca. 11 Prozent der Weltbevölkerung (ca. 836 Millionen Menschen) leben in extremer Armut, diese Menschen müssen also mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag auskommen. Die Weltgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die extreme Armut bis 2030 komplett zu beseitigen und die relative Armut zu halbieren. (Quelle: 17Ziele.de)

Hier finden Sie eine Übersicht von Beratungsdiensten und sozialen Einrichtungen in Jülich, die Menschen in Not unterstützen.

Es werden heute genügend Nahrungsmittel auf der Welt produziert, um allen Menschen eine ausreichende Ernährung zu sichern. Aber nicht alle Menschen haben den gleichen Zugang zu Nahrung. In Deutschland werden jährlich etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Daher sollen eine gesunde und ausgewogene Ernährung geschaffen, das Einkommen von kleinen Nahrungsmittelproduzenten verdoppelt sowie eine nachhaltige Landwirtschaft gefördert werden. (Quelle: 17Ziele.de)

In Jülich trägt zum Beispiel die Jülicher Tafel zur Umsetzung dieses Ziels bei.

Vielen Menschen ist nach wie vor der Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung verwehrt, zum Beispiel aufgrund ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer finanziellen Möglichkeiten oder ihres Wohnorts. Deshalb sterben noch immer viele Menschen an behandelbaren Krankheiten. Durch eine Stärkung der Gesundheitssysteme und insbesondere durch eine breite Verfügbarkeit von Impfstoffen, kann es uns gelingen, diese Krankheiten bis 2030 zurückzudrängen und sogar auszurotten. (Quelle: 17Ziele.de)

Die Bedeutung dieses Ziels zeigen aktuell die gemeinsamen Anstrengungen der Stadt Jülich und vieler weiterer engagierter Initiativen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und die negativen Auswirkungen des Ausbruchs zu verringern.

Bildung ist ein elementares Menschenrecht und ein Schlüssel für eine zukunftsfähige Entwicklung, sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft. Ohne Bildung haben es Menschen schwer, ihre politische, soziale und wirtschaftliche Situation zu verbessern. Es geht aber nicht nur um den Zugang an sich, sondern auch um die Qualität dieser Bildung. Bis 2030 soll deshalb für alle Menschen eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sichergestellt sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen gefördert werden. (Quelle: 17Ziele.de)

Einen Überblick der Bildungsangebote in Jülich finden Sie hier.

In Deutschland verdienen Frauen etwa 22 Prozent weniger als Männer. Internationale Studien und Schätzungen belegen: Frauen werden fast überall auf der Welt noch immer benachteiligt und ihrer Rechte, wie z.B. auf Selbstbestimmung, Erbschaften und Besitz beraubt. Mit Ziel 5 sollen Geschlechtergleichstellung, gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreicht werden. (Quelle: 17Ziele.de)

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Jülich engagiert sich für die Förderung der gleichberechtigten Stellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft.

Wir verbrauchen etwa 30 Mal mehr Wasser als wir wahrnehmen. Wir benötigen es als Trinkwasser und für sanitäre Einrichtungen, aber auch in der Landwirtschaft, um Nahrungsmittel zu produzieren. In unseren Konsumgütern und Lebensmitteln stecken viele „unsichtbare“ Liter Wasser. Sauberes Wasser und Sanitärversorgung sollen für alle Menschen gewährleistet werden. (Quelle: 17Ziele.de)

Sie möchten wissen, wie viel Wasser Sie tatsächlich verbrauchen? Informationen zum Wasserfußabdruck finden Sie hier.

Knapp 80 Prozent der weltweit erzeugten Energie stammen aus fossilen Energieträgern. Durch die Verbrennung fossiler Energieträger entstehen Klimaschäden und Kosten für das Gesundheitssystem. Ziel 7 soll Zugang zu bezahlbarer und nachhaltiger Energie sowie Energieeffizienz für alle sicherstellen. (Quelle: 17Ziele.de)

Sie möchten Ihren Energieverbrauch genauer unter die Lupe nehmen? Hier finden Sie Informationen zur Energieberatung.

Das Wirtschaftswachstum vergangener Jahrzehnte ist auf Kosten natürlicher Ressourcen und des Weltklimas erfolgt und längst an ökologische Grenzen gestoßen. Eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung bringt soziale, ökologische und wirtschaftliche Entwicklungsziele in Einklang und schafft menschenwürdige Arbeit für alle Menschen. (Quelle: 17Ziele.de)

Mehr über den Wirtschaftsstandort Jülich erfahren Sie hier.

Es gibt inzwischen viele umweltfreundliche Verkehrsmittel, deren Nutzung im Rahmen der Agenda 2030 ausgebaut werden soll. Insgesamt soll auf diese Weise Infrastruktur nachhaltig aufgebaut werden, denn eine nicht vorhandene oder marode Infrastruktur hemmt die Wirtschaftlichkeit und verstärkt so die Armut. (Quelle: 17Ziele.de)

Die Stadt Jülich setzt sich für nachhaltige Mobilität ein und wird dazu gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Mobilitätskonzept erarbeiten.

Die wachsende soziale und wirtschaftliche Ungleichheit innerhalb von Staaten – aber auch zwischen Staaten – ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Die Förderung der Chancengleichheit trägt zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum bei und stärkt den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft. (Quelle: 17Ziele.de)

Unter dem Motto „miteinander-füreinander“ setzt sich das Bündnis Jülich hilft dafür ein, dass alle Menschen die gleichen Chancen haben und Hilfe erhalten, wo sie benötigt wird.

Städte sind ein idealer Ansatzpunk beim Kampf gegen den Klimawandel. Denn sie können in großem Maßstab beitragen, Ressourcen zu schonen und Nachhaltigkeit zu gestalten, etwa durch lokales Engagement für Fairen Handel, durch flächensparende Stadtstrukturen, emissionsarme und bezahlbare Verkehrssysteme sowie energieeffiziente Gebäude. (Quelle: 17Ziele.de)

Um unsere Stadt auch für die Zukunft attraktiv, modern und nachhaltig zu machen, wird derzeit das Integrierte Handlungskonzept erarbeitet. Dabei können die Bürgerinnen und Bürger ihre Stadt aktiv für die Zukunft mitgestalten.

Der Wandel hin zu einer Wirtschafts- und Lebensweise, die die natürlichen Grenzen unseres Planeten respektiert, kann nur gelingen, wenn wir unsere Konsumgewohnheiten und Produktionstechniken umstellen und die Nahrungsmittelverluste halbieren. Dazu sind international gültige Regeln für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz wichtig; aber auch als Einzelpersonen können wir hier viel verändern. (Quelle: 17Ziele.de)

Beim nachhaltigen Einkauf unterstützt Sie zum Beispiel das Portal siegelklarheit.de. Hier erfahren Sie, woran Sie nachhaltige Produkte erkennen und wofür die einzelnen Umwelt- und Sozialsiegel stehen.

Wassermangel, Dürre, Wirbelstürme und Überschwemmungen sind nur einige der vielen Folgen des globalen Klimawandels und Ursache für Migration. Doch der Klimawandel stoppt nicht an Ländergrenzen und seine Auswirkungen beschränken sich nicht auf einzelne Politikfelder, Wirtschaftszweige oder soziale Gruppen. Effektiver Klimaschutz setzt deshalb die Einhaltung von Verträgen, internationale Kooperation sowie lokales Engagement in unserem eigenen Innenhof voraus. (Quelle: 17Ziele.de)

Auch die Stadt Jülich engagiert sich seit langem für den Klimaschutz, zum Beispiel durch das integrierte Klimaschutzkonzept, das zuletzt im Jahr 2018 aktualisiert wurde.

Rund 30 Prozent der weltweiten Fischbestände sind überfischt (im europäischen Atlantik: 63 Prozent; im Mittelmeer: 82 Prozent) und vom Aussterben bedroht. Die globale Erderwärmung und die Versauerung der Meere bedrohen die Ozeane und somit die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Der Schutz der Biodiversität in den Meeren, ihre nachhaltige Nutzung und die gerechte Aufteilung der Nutzungsgewinne aus Meeren und Ozeanen sind wesentliche Faktoren nachhaltiger Entwicklung. (Quelle: 17Ziele.de)

Sie möchten wissen, auf welche Siegel Sie achten können, um Fisch aus nicht überfischten Beständen zu kaufen? Hier finden Sie weitere Informationen.

Der Verlust der biologischen Vielfalt nimmt zu, dabei ist sie Grundlage unseres Lebens – und diese wird gerade in rasantem Tempo zerstört. Landökosysteme sollen deshalb geschützt, die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern unterstützt und die Wüstenbildung bekämpft werden, um die natürlichen Lebensräume zu erhalten. (Quelle: 17Ziele.de)

Einblicke in das Leben von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung bietet in Jülich zum Beispiel der Brückenkopf-Park.

Frieden, körperliche Unversehrtheit und Schutz durch ein stabiles Rechtssystem sind unabdingbare Voraussetzungen für nachhaltige Entwicklung und Wohlstand. Ziel ist die Verringerung aller Formen von Gewalt, Zugang zur Justiz für alle zu ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und transparente Institutionen auf allen Ebenen aufzubauen. (Quelle: 17Ziele.de)

Durch die Auszeichnung als Ort der Vielfalt setzt die Stadt Jülich ein Signal gegen jede Form von Extremismus, insbesondere Rechtsextremismus, und tritt für Vielfalt, Toleranz und Demokratie ein.

Die 17 Ziele können nur durch eine starke globale Partnerschaft erreicht werden. Regierungen, die Zivilgesellschaft und Unternehmen müssen gemeinsam an ihrer Umsetzung arbeiten. „Niemanden zurücklassen", ist das Hauptprinzip der Agenda 2030. Die Erreichung der 17 Ziele ist die Aufgabe und Verantwortung ALLER Staaten der Erde. (Quelle: 17Ziele.de)

Um dieses Ziel zu unterstützen soll die Agenda 2030 auch in die Partnerschaft mit Taicang in China eingebracht werden. Im Rahmen des Projekts Kommunale Entwicklungspolitik in Jülich möchten wir bis 2021 ein gemeinsames Nachhaltigkeitsprojekt auf den Weg bringen.

Das möchten wir erreichen

Die Koordinierungsstelle soll in der Projektlaufzeit bis Ende 2021 das entwicklungspolitische Engagement in Jülich sichtbar machen, stärken und weiter ausbauen. Schwerpunkte des Projekts sind der Aufbau eines entwicklungspolitischen Netzwerks sowie die Sensibilisierung von Mitarbeitenden der Verwaltung und der Bürgerschaft für die Agenda 2030 mit ihren Nachhaltigkeitszielen. Bereits vorhandenes Engagement und Initiativen zur kommunalen Entwicklungspolitik sollen sichtbar gemacht und die entsprechenden Akteure besser miteinander vernetzt werden. Darüber hinaus soll das Thema Nachhaltigkeit in die Partnerschaft mit Taicang in China eingebracht werden um ein gemeinsames Projekt zur Umsetzung der SDGs im Rahmen der Partnerschaft auf den Weg zu bringen.

Um eine dauerhafte Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Jülich zu ermöglichen wird ein entwicklungspolitisches Handlungskonzept erarbeitet, in das auch die Erfahrungen der entwicklungspolitisch engagierten Akteure in Jülich mit einfließen sollen. Um diesen Prozess voranzutreiben wird eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen, der Personen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Forschung angehören.

Kontakt

Für Anliegen und Fragen rund um das Thema kommunale Entwicklungspolitik steht Ihnen Stefanie Reichenbach gerne zur Verfügung. Alle entwicklungspolitisch engagierten Gruppierungen und Einzelpersonen sind herzlich eingeladen ihre Ideen und Vorschläge zur kommunalen Entwicklungspolitik und zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele einzubringen.

Ihre Ansprechpartnerin:

Stefanie Reichenbach (Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik)
Nebengebäude des Neuen Rathauses, Kartäuserstraße, Zimmer 155
Tel. 02461 63-284
E-Mail: SReichenbach(at)juelich.de

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