Herzlich Willkommen in Jülich. Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung

Projekte

Das Rheinische Revier steht vor einem historischen Wandel. Bis spätestens 2030 soll der Abbau und die Verstromung von Braunkohle beendet werden. Damit geht eine Ära zu Ende, die das Gesicht und die Identität der Region geprägt hat. Aber was kommt danach?

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier ist eine große Herausforderung, aber auch eine Chance für einen Neubeginn. Die Region hat viel Potenzial für eine nachhaltige und innovative Zukunft. Mit Unterstützung von Bund, Land und Region werden zahlreiche Projekte gefördert, die neue Arbeitsplätze und Wertschöpfungsketten schaffen sollen. Die Projekte decken verschiedene Bereiche ab, wie zum Beispiel Energie, Industrie, Landwirtschaft, Bildung und Kultur.

In der Jülicher Innenstadt soll ein Konferenz- und Veranstaltungszentrum für internationale Wissenschaftskongresse sowie Brauchtums- und Kulturveranstaltungen entstehen

Mit dem „Brainergy Forum“, einem Kongress- und Veranstaltungszentrum im Stadtzentrum, soll das infrastrukturelle Angebot Jülichs weiter aufgewertet werden. Die Stadt will mit dem Vorhaben die eigene Verwaltung in Richtung der Stadtgesellschaft öffnen und einen Ort schaffen, der zu einem kommunikativen Fixpunkt im regionalen Wandel werden soll. Für das Rathaus liegen bereits erste Ideen zur Bestandssanierung und Erweiterung vor. Direkt neben dem Rathaus ist geplant, ein multifunktionales Kongress-, Veranstaltungs- und Bürgerschaftszentrum zu bauen. Es soll ein Ort der Begegnung und des Dialogs sowohl für Wirtschaft und Forschung als auch für den politischen Betrieb und das gesellschaftlich kulturelle Leben sein. Vorgesehen ist eine eingeschossige Mehrzweckhalle in ressourcenschonender Bauweise, die unter fachlicher Beteiligung der Bauberatung Ressourceneffizienz (Faktor X Agentur) der indeland GmbH errichtet werden könnte.

Leitgedanken der Projektidee sind Flexibilität und Multifunktionalität. So ist vorgesehen, den Bau für vielfältige Gemeinbedarfsnutzungen wie Bürgerveranstaltungen und als Forum zu nutzen. Auch Brauchtums-, Kultur-, Vereinsveranstaltungen u. ä. sollen hier stattfinden können. Darüber hinaus soll das Gebäude für die Ausrichtung von Konferenzen und Kongressen der lokalen Forschungseinrichtungen und der regionalen Wirtschaft geeignet sein. Durch die Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten wird eine hohe Auslastung erreicht und damit eine wichtige Funktion in der Stadt eingenommen.

An das Gebäude werden hohe Qualitätsanforderungen gestellt. Als baukultureller Leuchtturm mit modellhaftem energetischen Konzept und ressourcenschonender Bauweise soll es in der Stadt ebenso wie in der Region eine hohe Strahlkraft entwickeln. Ein Modellcharakter soll auch in der Konzeption der Kommunikations- und Aufenthaltsräume sowie in ihrer flexiblen Aufteilung erkennbar werden. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie lässt die Stadt Jülich zurzeit die Anforderungen an das Gebäude sowie Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten klären.

Auf der Fläche befinden sich weiterhin Reste des Denkmals Bastion Eleonore, die perspektivisch freigelegt und aktiviert werden sollen.

So könnte das Brainergy Forum einmal aussehen (Bürgerforrum), Quelle: pvma

 So könnte das Brainergy Forum einmal aussehen (Innenhof), Quelle: pvma

So könnte das Brainergy Forum einmal aussehen, Quelle: pvma

Im Rahmen des LEADER-Projektes „Sanfte touristische Inwertsetzung der Sophienhöhe“ wurde eine Strategie für die Sophienhöhe erarbeitet

Das Projekt wurde von den drei beteiligten Kommunen, der Gemeinde Niederzier, der Stadt Jülich und der Landgemeinde Titz, aktiv begleitet und Ende 2022 abgeschlossen. Mit der Erarbeitung der Studie wurde eine Bietergemeinschaft, bestehend aus PROJECT M GmbH, Tour Konzept eG und Bike Projects GmbH, beauftragt.

Im Projekt wurde neben der Analyse der touristischen Nachfrage, des (freizeit-)touristischen Angebots und der Zielgruppen eine Bewertung von Mikro- und Makrostandort durchgeführt. Weiterhin erfolgten Markt- und Wettbewerbsanalyse und eine gutachterliche Einschätzung der Potentiale. Es wurden Wander- und Reitwege, Strecken für Tourenräder, ein Trailpark für Mountainbikes sowie die begleitende Infrastruktur auf Grundlage des bestehenden Wegenetzes geplant. Attraktive bestehende Routen wurden optimiert sowie neue Touren entwickelt. Die Qualität der Wander- und Reitwege soll grundsätzlich verbessert werden. Eine Wertschöpfungsanalyse und eine Marketingkonzeption waren ebenso Teil des Projekts.

Das Konzept kann hier heruntergeladen werden.

Die Neuland Hambach GmbH hat Ende 2022 das Projekt „Struktur- und Nutzungskonzept Sophienhöhe“ gestartet, welches einen nahtlosen Übergang aus dem LEADER-Projekt bietet. Mit dem „Struktur- und Nutzungskonzept Sophienhöhe“ sollen die Vorstellungen für die touristische Inwertsetzung unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher und ökologischer Aspekte der Sophienhöhe konkretisiert und ein Raumprogramm entwickelt werden. Dieses soll in räumlicher (Strukturkonzept) als auch in funktionaler Hinsicht (Nutzungskonzept) erfolgen. Das LEADER-Projekt wird hier mit anderen Planungen und Konzepten zusammengeführt.

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