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Straßennamen und ihre Geschichte

Auf dieser Seite werden Hintergrundinformationen zu den in der Stadt neu vergebenen Straßennamen geboten.

Am Fort Napoleon

1802 wurde auf der Merscher Höhe von französischen Genieoffizieren mit dem Bau einer dritten Befestigungsanlage begonnen (neben dem Ausbau der Stadtfestung und dem Neubau des Brückenkopfes). Sie sah den Bau von drei sehr großen Vorwerken (Forts) vor, die parallel zueinander liegen sollten. 1804 legte Napoleon bei seinem Besuch in Jülich offiziell den Grundstein zu dieser Anlage, die nach ihm benannt wurde. Er hatte allerdings einiges an diesem Bauwerk zu kritisieren. Neben den Baukosten, die er mit vier Millionen Francs für viel zu hoch hielt, äußerte er auch Kritik an der strategischen Rolle, die das Fort übernehmen sollte. Die Anlage wurde bis zum Abzug der Franzosen 1814 nicht fertig gestellt. Dennoch ist sie auf Karten des 19. Jahrhunderts und auch auf modernen Karten und auf Luftaufnahmen gut zu erkennen. Auf dem Gelände der ehemaligen Fachhochschule befand sich das rechte der drei Forts. Die Gräben der Anlage wurden vor dem Bau der alten Fachhochschule Anfang der 1970er Jahre entfernt.

Benennung am 13.06.2019

Catharina Ruetz (1811-1891), Pädagogin

Die aus Köln gebürtige Catharina Ruetz leitete von 1832 bis 1840 in Jülich eine Mädchenschule, die sich von Beginn an hoher Wertschätzung sowohl bei den Behörden wie auch den Eltern der Schülerinnen erfreute. Obwohl es sich eigentlich um eine zweiklassige Elementarschule für 6 bis 14-jährige Mädchen handelte, ließ ihr Unterricht doch partiell auch Ansätze zu einer „höheren“ Mädchenbildung erkennen, vor allem durch die Erteilung französischen Sprachunterrichts. 1840 endete diese Schule, weil Ruetz sich mit dem damaligen Jülicher Bürgermeister, dem bereits verwitweten Jacob Jüssen verehelichte. 1848 emigrierte die gesamte Familie – zwei Kinder aus Jüssens erster Ehe sowie vier gemeinsame Kinder gemeinsam mit den Eltern Catharinas – nach Nordamerika, in die Nähe der Stadt Milwaukee am Michigan-See, einem Hotspot der damaligen deutschen Amerika-Auswanderer. Über ihr Leben an der Seite ihres Ehemannes als Leiter einer Poststation ist kaum etwas bekannt, als Lehrerin hat sie wohl nicht mehr gearbeitet, wohl aber ihre 1849 geborene Tochter, die allerdings bereits in jungen Jahren 1872 in Chicago starb. Etwa zehn Jahre nach dem Tod Jakob Jüssens heiratete Catharina Ruetz im Januar 1891, 79-jährig, ein zweites Mal, diesmal den 17 Jahre jüngeren, aus dem Sächsischen stammenden und damals sehr prominenten Musiker und Pädagogen Emil C. Gaebler. Als diese Nachricht im Mai des Jahres von der Jülicher Lokalzeitung mitgeteilt wurde, war Catharina Ruetz allerdings schon tot. Sie starb kurz vor ihrem 80. Geburtstag am 16. April 1891 in Milwaukee. Der Lebensweg der Catharina Ruetz war für die damalige Zeit sicherlich in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. In ihren Jülicher Jahren wurde sie als Lehrerin geschätzt, die in der damaligen männerdominierten Gesellschaft über fachliche Kompetenz, Selbstbewusstsein und, bei aller Konzilianz, auch über die erforderliche Durchsetzungsfähigkeit verfügte.

Benennung am 13.06.2019

Jakob Jüssen (1802–1880), Bürgermeister

Jüssen wurde 1802 in Liblar bei Brühl geboren. Er heiratete 1827 die Tochter eines Jülicher Kaufmannes und eröffnete in Jülich eine Manufakturwaren-Handlung (Tuche). Seit dem 27. Dezember 1833 war er 2. Beigeordneter und ab 10. Mai 1837 für mehr als zehn Jahre Bürgermeister von Jülich. 1837 starb seine erste Frau. Drei Jahre später, 1840, heiratete er die Lehrerin Catharina Ruetz. Mit ihr und der inzwischen großen Familie emigrierte er im September 1848 nach Nordamerika. Jakob Jüssen war ein Onkel des berühmten 1848er Revolutionärs Carl Schurz. Er hielt mit ihm nach seiner Emigration in die USA 1852 weiterhin Kontakt. Auch in Jülich hat Jüssen als Bürgermeister die Forderungen vieler demokratisch und liberal gesinnter Bürger nach einer „freiheitlichen“ Verfassung aktiv unterstützt, was ihn aber nicht daran hinderte, seine wohl schon länger geplante Abreise nach Amerika zu vollziehen. Er ließ sich in Watertown / Wisconsin nieder, wo er zunächst, wie Schurz mitteilt, einen Getränkeladen führte, der später zu einer größeren Einrichtung („brew pub“) umgebaut wurde. Mitte der 1860er Jahre war er dort als Posthalter („Post Master“) tätig, sicher ein Unternehmen, das ein vergleichsweise hohes Einkommen mit sich brachte. Jüssen starb 1880 78-jährig in Chicago.

Benennung am 13.06.2019

Georg Bischof (1916-2000), Musikpädadoge

wirkte seit 1952 als Musiklehrer am Staatlichen Gymnasium, dem heutigen Gymnasium Zitadelle. Er war Mitbegründer der Musikschule und 1973 deren erster kommissarischer Leiter. Auf seine Initiative geht auch die Konzertreihe der Jülicher Schlosskonzerte zurück, außerdem prägte er über viele Jahre als Dirgent das "Collegium Musicum". Georg Bischof erhielt 1990 den Ehrenring der Stadt Jülich.

Benennung am 13.06.2019

Maria Telkes (12.12.1900–2.12.1995), Biophysikerin.

Sie entwickelte gemeinsam mit der Architektin Eleanor Raymond das erste durch Solarenergie beheizte Haus. Beauftragt durch die Ford-Stiftung begann Telkes 1952 damit, einen Solarkocher zu entwickeln, der in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen sollte. Die grundlegende Bauweise des Ofens wird bis heute eingesetzt.

Benennung am 20.10.2022

Marie Curie (1867–1934).

Marie Curie war die erste Frau, die einen Nobelpreis erhielt. 1903 wurde ihr gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie und Henri Becquerel der Nobelpreis in der Kategorie Physik verliehen, 1911 wurde sie außerdem mit dem Nobelpreis für Chemie geehrt.

Benennung am 20.10.2022

Die Sendeanlagen der Deutschen Welle erstreckten sich von 1956-20069 über das gesamte Gebiet des heutigen Brainergy Parks. Die Antennenanlagen prägten für viele Jahrzehnte das Stadtbild.

Benennung am 20.10.2022

Heinz-August Schüssler (1938-2022)

Heinz-August Schüssler war ein Jülicher Unternehmer, Mitbegründer des Technologiezentrums Jülich, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Ehrenringträger der Stadt Jülich (2013).

Benennung am 20.10.2022

Peter Capellmann (1962–2020) gehörte seit 1997 dem Rat der Stadt Jülich an. Seit 2004 war er Fraktionsvorsitzender der CDU. Über Jahrzehnte prägte er die Entwicklung der Stadt mit. Er war maßgeblich an der Gründung der Brainergy-Park GmbH beteiligt und führte sie bis zu seinem Tod als Aufsichtsratsvorsitzender.

Benennung am 20.10.2022

Peter Grünberg (1939–2018), Physiker

Peter Grünberg war seit 1972 Mitarbeiter im Forschungszentrum Jülich. 2007 wurde ihm für die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands (GMR) der Nobelpreis für Physik verliehen. Im folgenden Jahr wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Jülich ernannt.

Benennung am 20.10.2022

Amalie Emmy Noether (23.303.1882–14.04.1935), Mathematikerin

Emmy Noether lieferte grundlegende Beiträge zur abstrakten Algebra und zur theoretischen Physik und gilt als Begründerin der modernen Algebra. Emmy Noether studierte in Erlangen und promo-vierte dort 1907. Erst 1919 mit den neuen Gesetzen der Weimarer Republik war es ihr als Frau erlaubt sich zu habilitieren. 1933 wurde ihr als Jüdin die Professur entzogen. Sie emigrierte in die USA.

Benennung am 20.10.2022

Samuel Morse (1791-1872)

Samuel Morse entwicklte durch die Erfindung des Morsecodes eine Nachrichtenübertragungsmethode, die bis in die neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts Standard im Schiffs- und Flugverkehr, vorwiegend über Kurzwellenfunk war. Die ehemalige Sendeanlage der Deutschen Welle, die sich auf dem Gelände des heutigen Brainergy Parks befand, sendete überwiegend auch auf Kurzwelle.

Benennung am 20.10.2022

Der Straßenname nimmt Bezug auf eine keltische Siedlung, deren Spuren man auf dem zu bebauenden Areal im Rahmen von 2022 durchgeführten archäologischen Untersuchungen gefunden hat. Die Grabung ergab vor allem zahlreiche Erdbefunde die sich einer eisenzeitli-chen Ansiedlung zuordnen lassen. Diese Siedlung war teilweise von einem Umfassungsgra-ben eingegrenzt, der um die Siedlung herum verlief. Der ringförmige Straßenverlauf deutet diesen Graben etwas an.

Benennung am 1.2.2023

Die Straße wurde benannt nach der 1936 gegründeten Güstener Karnevalsgesellschaft "Schnapskännchen". Ihr Name nimmt Bezug auf die Schnapsbrennerei, für die Güsten in der Region bekannt war. Güsten galt als Hochburg des Schwarz-Brennens und die Güstener wurden „de Brandewingskännche“ genannt.

Benennung am 1.2.2023

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