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Mobilität und Klimaschutz

Wenn von Klimaschutz die Rede ist, wird häufig zunächst an den Ausbau von Erneuerbaren Energien, das Sanieren von alten Häusern oder an den Austausch ineffizienter Elektrogeräte gedacht. Weniger präsent ist die Tatsache, dass knapp 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland vom Verkehr verursacht werden – und anders als im Energie- und Industriebereich sind die Emissionen seit 1990 sogar gestiegen.

Auch in Jülich macht der Verkehr einen Großteil der Treibhausgasemissionen aus: Im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes wurde ermittelt, dass jedes Jahr im Stadtgebiet vom motorisierten Verkehr mehr als 100.000 Tonnen Treibhausgase ausgestoßen werden – das sind rund 37 Prozent der gesamten CO2 Emissionen der Stadt. Grund genug, dem Thema Mobilität eine besondere Bedeutung zuzuschreiben.

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den Klimaschutzprojekten der Stadt Jülich im Mobilitätsbereich.

Kontakt:
Sebastian Ross
Klimaschutzmanager der Stadt Jülich
E-Mail: SRoss@juelich.de
Telefon: 02461 63-267

Abschließbare Fahrradboxen am Rurtalbahn-Haltepunkt „Forschungszentrum“

Die Stadt Jülich hat im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutz durch Radverkehr“ des Bundesumweltministeriums insgesamt 15 abschließbare Fahrradboxen am Haltepunkt Forschungszentrum aufgestellt. Bei dem Förderprogramm handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit den Stadtwerken Jülich und dem Forschungszentrum Jülich.

Die Radboxen werden entgeltfrei und zunächst unbefristet gegen eine Kaution in Höhe von 100 € an interessierte Bürgerinnen und Bürger überlassen. Die Fahrradboxen ermöglichen ein sicheres Abstellen des Fahrrad- oder Pedelecs. Zielgruppe sind Personen, die den Haltepunkt Forschungszentrum regelmäßig als Ausgangs- oder Zielpunkt mit dem Fahrrad ansteuern, beispielsweise für den Weg von bzw. zum Forschungszentrum, dem Gewerbegebiet Königskamp oder in Richtung Altenburg.

Die Beantragung zur Nutzung der Fahrradbox erfolgt schriftlich über das Antragsformular Fahrradbox.

Die Vergabe der Fahrradboxen erfolgt nach Reihenfolge des Antragseingangs („Windhund-Prinzip“).
Gehen an einem Tag mehr Anträge ein als Fahrradboxen vorhanden sind, entscheidet das Los.

Ist der Antrag erfolgreich gestellt, wird ein Überlassungsvertrag zwischen der Stadt Jülich und dem Nutzer geschlossen (Vertragsmuster).

Die Zahlung der Kaution sowie die Übergabe des Schlüssels erfolgt am Forschungszentrum Jülich. Die Kontaktdaten erhalten Sie mit dem Vertrag.

Aktuell sind alle 15 Fahrradboxen belegt. Freie Boxen werden an dieser Stelle angezeigt. Aus Datenschutzgründen wird keine Warteliste geführt.

Bei Fragen zum Antragsverfahren sowie den Fahrradboxen kontaktieren Sie bitte:

Herrn Sebastian Ross
Klimaschutzmanager Stadt Jülich
Tel.: 02461 69-267
E-Mail: sross@juelich.de

Förderkennzeichen: 03KBR0038A

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Gemeinsamer Wettbewerbsbeitrag von Stadt, Stadtwerken und Forschungszentrum Jülich erhält 233.000 Euro Fördermittel zur Verbesserung des Radverkehrs

Die Aufgabe des Bundesumweltministeriums war klar umrissen: Wie kann der Jülicher Radverkehr auf modellhafte Weise gestärkt und gleichzeitig eine möglichst hohe Wirkung für den Klimaschutz erzielt werden? Mit einer gemeinsamen Projektskizze haben sich Stadt, Stadtwerke Jülich GmbH (SWJ) und Forschungszentrum Jülich dieser Frage angenommen und wurden dafür im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Klimaschutz im Radverkehr" mit insgesamt 233.000 Euro Fördermitteln belohnt.

In einem zweistufigen Verfahren hat sich die Jury für das Jülicher Maßnahmenpaket entschieden. Es sieht im Kern eine verbesserte Anbindung von Forschungszentrum, Gewerbegebiet Königskamp und Fachhochschulcampus an die Stadt und den geplanten Bahntrassenradweg aus Aachen vor. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Schaffung von Ladeinfrastruktur für E-Bikes und der Errichtung sicherer Radabstellmöglichkeiten. „Diese Maßnahmen sind ein erster wichtiger Schritt, um die Radverkehrsbedingungen in Jülich zu verbessern und mehr Bürgerinnen und Bürger für diese klimafreundliche und gesunde Art der Fortbewegung zu begeistern", sagt Klimaschutzmanager Sebastian Ross, der das Projekt koordiniert.

Dr. Peter Burauel, Leiter der Stabsstelle Zukunftscampus, fasst die Klimaschutz-Potentiale des Projektes zusammen: „Jeden Tag pendeln über 5.000 Menschen auf das Gelände des Forschungszentrums. Wenn es gelingt, den Anteil der regelmäßigen Radpendler zu verdoppeln, können fast eine Million motorisierte Kilometer pro Jahr eingespart werden". Als Anreiz wird die Stadt deshalb die Anbindung des Forschungszentrums und des Gewerbegebiets Königskamp verbessern. Zudem sollen sichere Radabstellanlagen am Haltepunkt Rurtalbahn die Kombination von Bahn und Fahrrad attraktiver machen.

Auch die Jülicher Innenstadt profitiert von dem Maßnahmenpaket. Die Stadtwerke Jülich errichten direkt neben der Touristeninformation am Schlossplatz eine von drei neuen Ladestationen für E-Bike-Batterien. „Wir wollen die Stadt für Bürger und Besucher attraktiver machen. Dazu erweitern wir unser bestehendes Angebot im Bereich der Elektro-Mobilität und sorgen jetzt auch für Lademöglichkeiten von Elektro-Fahrrädern", erläutert Bernd Bölter, zuständig für die Entwicklung der Elektromobilität bei den SWJ. „Wir betreiben schon seit Jahren Ladestationen für Elektro-Autos und unterstützen damit - neben vielen anderen Maßnahmen - den Klimaschutz in Jülich. Das Angebot, jetzt auch E-Bikes in Jülich an mehreren Stationen aufladen zu können, wird sicherlich auch von Rad-Touristen genutzt werden." Abgerundet wird das Maßnahmenpaket mit zwei weiteren E-Bike-Ladestationen auf dem Fachhochschulcampus Jülich sowie dem Gelände des Forschungszentrums. Zusätzlich wird auf dem Schlossplatz ein zentraler Fahrradparkplatz für etwa 30 Räder entstehen.

Ziel des bundesweiten Förderprogramms ist es, modellhafte investive Projekte im Bereich des Fahrradverkehrs voranzubringen und so einen wichtigen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung zu leisten. Die modellhaften Projekte sollen Ansätze zur Stärkung des Radverkehrs etablieren, die individuelle Verkehrsmittelwahl zugunsten des Fahrrads befördern, gleichzeitig die Nutzung von Pkw verringern und durch ihre bundesweite Ausstrahlung zahlreiche Folge- und Nachahmungsvorhaben anregen und dadurch konkrete Treibhausgasminderungen erzielen.

Projektpartner:

386 Jülicherinnen und Jülicher beteiligten sich an der Kampagne Stadtradeln und legten gemeinsam 61.747 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Mehr als acht Tonnen CO2 konnten vermieden werden.

Nach drei radreichen Wochen hat das erste Jülicher Stadtradeln am Sonntag, den 9. Juli 2017 die Ziellinie erreicht. Viele Jülicherinnen und Jülicher haben sich unter www.stadtradeln.de angemeldet und ihre Radkilometer registriert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 61.747 km oder rechnerisch 1,5 Erdumrundungen sind zusammengekommen. „Das Ergebnis hat meine Erwartungen deutlich übertroffen", freut sich Klimaschutzmanager Ross, der die Kampagne für die Stadt organisiert. „Das bunte Teilnehmerfeld mit 24 Teams von Jung bis Alt, vom Gelegenheitsradler bis zum Langstreckenpendler, ist ein Querschnitt durch die Gesellschaft. Das zeigt, welche große Bedeutung das Radfahren für viele Menschen hat".

Die mit Abstand größte Gesamtstrecke von 16.434 km legte das 76-köpfige Team des Forschungszentrums Jülich zurück. Für Teamkapitänin Dr. Ellen Kammula von der Stabsstelle Zukunftscampus ist das Stadtradeln ein wichtiger Baustein zur Förderung einer klimaschonenden Mobilität: „Unser Ziel ist es, den Anteil der Radpendler zum Forschungszentrum in Zukunft deutlich zu erhöhen." Dass diese Bemühungen auf fruchtbaren Boden stoßen, beweist ein Mitarbeiter des Forschungszentrums, der seine Dienstreise nach Köln mit dem Fahrrad unternommen hat. Das Team mit den meisten TeilnehmerInnen stellte die „Feuertaube" der Katholischen Pfarrei Heilig Geist, die mit 87 aktiven Radlerinnen und Radlern zum Erfolg des Stadtradelns beigetragen hat.

Neben den Gesamtkilometern und der absoluten Teamgröße wurde beim Jülicher Stadtradeln auch das Team mit den fahrradaktivsten TeilnehmerInnen gesucht. Hier setzten sich die „hoppyradler" mit 512 km pro Person knapp gegen die „Grün-Weißen Blitzradlerinnen" aus Welldorf-Güsten durch, die mit 506 km pro Person ebenfalls ein beachtliches Radpensum abgespult haben. Den dritten Platz in dieser Kategorie nimmt das Team „RSC Welldorf 1998 e. V." mit 470 km pro Kopf ein.

Auch Bürgermeister Fuchs hat in die Pedale getreten und seine Radkilometer beim Stadtradeln registriert: „Es ist für mich selbstverständlich viele Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Für die meist kurzen Strecken innerhalb der Stadt ist das Fahrrad das ideale Fortbewegungsmittel". Dass viele Jülicher dies ähnlich sehen, beweisen die rund 380 Teilnehmer des Stadtradelns, darunter auch 50 Vielfahrer, die pro Woche durchschnittlich 100 km und mehr geradelt sind. Zwei Teilnehmern ist es sogar gelungen, in den drei Wochen mehr als 1.000 km zurückzulegen. Sowohl Langstreckenpendler als auch Gelegenheitsradler sind dabei echte Klimaschützer, denn jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, erspart der Umwelt 142 g CO2. Im dreiwöchigen Aktionszeitraum konnten so rund 8.800 kg CO2 vermieden werden.

Für welche Platzierung die Jülicher Kilometer im bundesweiten Stadtradeln-Wettbewerb mit derzeit 610 Städten und Gemeinden am Ende reichen werden, wird sich erst im September entscheiden. Dann ist die Kampagne für 2017 offiziell beendet. Mit Blick auf die aktuelle Tabelle unter www.stadtradeln.de/ergebnisse ist eine Platzierung im Mittelfeld realistisch. „Für das erste Jahr ein tolles Ergebnis", so Klimaschutzmanager Ross, der sich bei allen Teilnehmern und den Sponsoren für das große Engagement bedankt.

Für vier Radlerinnen und Radler wird sich die aktive Teilnahme am Stadtradeln besonders lohnen, denn der Radspezialist Toms Bike Center spendiert einen hochwertigen Kinder-Fahrradanhänger und Aixtra Sport verlost drei Gutscheine für ihr Sportgeschäft. Alle Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.

Neben dem Erradeln von möglichst vielen Kilometern waren die Jülicherinnen und Jülicher aufgerufen, über die online-Plattform „RADar!" gut gelöste, gefährliche oder störende Stellen im Jülicher Radverkehr zu melden. Die insgesamt 45 Einträge werden nun von der Verwaltung geprüft und anschließend über die Plattform beantwortet. In den kommenden Wochen werden zudem die ersten Maßnahmen aus dem Förderprogramm „Wettbewerb Radverkehr" umgesetzt: Pedelec-Ladestationen und mehr Radabstellmöglichkeiten am Schlossplatz und dem Fachhochschulcampus sowie eine bessere Rad-Anbindung des Forschungszentrums und des Gewerbegebiets Königskamp sollen dann zu spürbaren Verbesserungen im Radverkehr führen.

  • 15  Okt  2018

    Erfolgreicher Abschluss des Förderprogramms „Klimaschutz durch Radverkehr“

    Projektpartner: Stadt Jülich, Stadtwerke Jülich und Forschungszentrum Jülich

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  • 12  Okt  2018

    Kino: Christopher Robin

    15. & 16. Oktober, jew. 17 Uhr, Kuba

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  • 12  Okt  2018

    Kino: Drei Zinnen (Filmfrühstück)

    17. Oktober, 9.30 Uhr, Kuba

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  • 12  Okt  2018

    Kino: Kindeswohl

    15. & 16. Oktober, jew. 20 Uhr, Kuba

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  • 12  Okt  2018

    Kino: Papst Franzikus – Ein Mann seines Wortes

    21. Oktober, 18 Uhr + Zusatzvorstellung am 24. Oktober, 20 Uhr, Kuba

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