Prima Klima für Jülich und die Welt. Energie, Umwelt, Klimaschutz

Mobilität und Klimaschutz

Wenn von Klimaschutz die Rede ist, wird häufig zunächst an den Ausbau von Erneuerbaren Energien, das Sanieren von alten Häusern oder an den Austausch ineffizienter Elektrogeräte gedacht. Weniger präsent ist die Tatsache, dass knapp 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland vom Verkehr verursacht werden – und anders als im Energie- und Industriebereich sind die Emissionen seit 1990 sogar gestiegen.

Auch in Jülich macht der Verkehr einen Großteil der Treibhausgasemissionen aus: Im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes wurde ermittelt, dass jedes Jahr im Stadtgebiet vom motorisierten Verkehr mehr als 100.000 Tonnen Treibhausgase ausgestoßen werden – das sind rund 37 Prozent der gesamten CO2 Emissionen der Stadt. Grund genug, dem Thema Mobilität eine besondere Bedeutung zuzuschreiben.

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den Klimaschutzprojekten der Stadt Jülich im Mobilitätsbereich.

Kontakt:
Claudia Tonić-Cober
E-Mail: CTonic-cober@juelich.de

Telefon: 02461 63-268

Aktiv, gesund und sicher unterwegs“

Jülicher Innenstadt wird vier Tage “autoarm”

Samstag, 18.09. bis Dienstag 21.09.2021

Die Jülicher Innenstadt wird in der Zeit von Samstag, den 18.09.2021 bis einschließlich Dienstag, den 21.09.2021 für autoarm erklärt und vollständig für den Fuß- und Radverkehr geöffnet. Mit der Aktion nimmt die Stadt Jülich zum zweiten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) teil. Ziel der Kampagne ist es, mit Menschen vor Ort zu den Themen Sicherheit und Gesundheit im Verkehr ins Gespräch zu kommen und vor Ort zu zeigen, dass nachhaltige Mobilität die Lebensqualität für alle verbessert und es viele Möglichkeiten gibt, umwelt- und klimaschonend unterwegs zu sein.

Mit der parallel laufenden Kampagne STADTRADELN, die in diesem Jahr vom 06. bis 26. September bereits zum fünften Mal stattfindet, ruft die Stadt Jülich gleichzeitig zu einer vermehrten Nutzung des Fahrrads im Alltagsverkehr auf.

In den Aktionszeitraum sind Veranstaltungen und Mitmachaktionen zurFAIREN WOCHE eingebettet, dievom 10. bis 24. September 2021 zum Thema "Menschenwürdige Arbeitsbedingungen" unter dem Motto "Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit" stattfindet. Jülich wurde im August 2021 als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet und beteiligt sich zum ersten Mal an der Fairen Woche.

Buntes Rahmenprogramm

Autoarme Straßenzüge
Neben dem bereits verkehrsberuhigten Marktplatz werden die bisher nicht beruhigten Teile der Kölnstrasse, von dort ausgehend die Kurfürstenstraße bis Römerstraße sowie die Marktstraße und die Kleine Rurstraße in den Aktionsraum aufgenommen. Der freigewordene Raum kann von den Bürgerinnen und Bürgern, dem ansässigen Handel und der Gastronomie für Aktionen oder zum Verweilen genutzt werden, sodass alle gleichmaßen profitieren.

Aktionen
Das verlängerte Wochenende wird durch die Anlieger und durch externe Akteure von vielfältigen Aktionen begleitet. Musikalische Highlights, Tanzvorführungen, Spielstationen, Nachhaltigkeitsglücksrad, Faire Torwand, Klima-Rechner, Ballon- und Popcornstationen, Sitz- und Chill-Gelegenheiten für Groß und Klein sowie Gastronomie erwarten die Besucher in umfunktionierten Parkplätzen. Am Samstag, 18.09., wird das Fest der Kulturen auf dem Marktplatz ausgerichtet werden. Hinweisschilder, die die einzelnen Aktionen bewerben, dienen als Wegweiser. Fragen Sie gerne auch das städtische Personal vor Ort. Jedes Aktionsfeld wird mit Mitarbeitenden besetzt sein, die sich auf Sie freuen. Dieses Jahr stehen Gesundheit und Sicherheit im Fokus der Europäischen Mobilitätswoche (EMW).

 Unter dem Motto „Aktiv, gesund und sicher unterwegs“ werden ergänzende, vielfältige Aktionen durchgeführt, wie Verkehrssicherheitstraining für Senioren, Gesundheitsberatung, Sammeln von Schritt- und Fahrradkilometern, Einrichtung temporärer Spielstraßen, Rollatortraining, Bürgersprechstunde im Infomobil, Fußverkehrscheck, Aufenthaltsraum für Jugendliche sowie Aktionen zu Nachhaltigkeit und Fairem Handel.

Informationsstand der Stadt Jülich Kölnstraße/Ecke Schlossstraße
Nachhaltige Mobilität ist ein gesellschaftsübergreifendes und aktuelles Thema. Wie sieht diese aus und welche Ansätze verfolgt die Stadt Jülich? Das Mobilitätskonzept ist beschlossen. Was sind nun die nächsten Schritte? Haben Sie Fragen oder weitere Anregungen? Lassen Sie sich gerne am Informationsstand der Stadt Jülich beraten. Auch zu weiteren Nachhaltigkeitsthemen wie z.B. dem Fairen Handel können Sie sich hier informieren und Ihre Ideen für eine nachhaltige Stadt Jülich einbringen.

Podiumsdiskussion in der Kulturmuschel
Am Montag,  20.09., ab 18 Uhr werden lokale und externe Akteure in der Kulturmuschel des Brückenkopfparks mit Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Mobilitätswende und EMW in den Austausch gehen. Ein erstes Stimmungsbild über die Akzeptanz der autoarmen Zeit wurde im Auftrag des Zukunftsentzes Mobilität NRW im Jahr 2020 aufgenommen. Die Ergebnisse werden am Abend vorgestellt. Im Podium stellen sich Vertreter des Zukunftsnetzes Mobilität NRW, Vertreter der IHK, Gutachter der Planungsbüros bvs Rödel & Pachan und Planungsgruppe MWM als auch Vertreter der Stadtverwaltung den Fragen der Besuchenden. Der Einlaß erfolgt unter der aktuell geltenden 3G-Regel und ist kostenfrei.

Fußverkehrscheck
Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen Fußverkehrs-Check wurde die Stadt Jülich vom Verkehrsministerium des Landes NRW und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als Teilnehmer ausgewählt. Im Rahmen der EMW wird am 21. September um 16 Uhr eine von zwei Begehungen durchgeführt. In einem festgelegten Untersuchungsgebiet wird die Situation der Fußgängerinnen und Fußgänger betrachtet. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen pro Begehung begrenzt. Daher werden Sie gebeten, Ihre Teilnahme bei Frau Tonić-Cober unter Ctonic-cober@juelich.de anzumelden.

Elektrische Lastenräder
Während des 4tägigen Aktionszeitraums werden zwei Städtische „E-Lastenräder“ vorgestellt und eingeweiht werden, die von Jülicher Bürgerinnen und Bürgern kostenfrei ausgeliehen werden können. Dabei handelt es sich um ein Zweirad und ein Dreirad in robuster Ausführung. Sie sollen für den alltäglichen privaten wie gewerblichen Gebrauch zur Verfügung stehen. Denkbar ist die Nutzung beispielsweise für Einkäufe, Ausflüge mit Kindern in entsprechenden Kindersitzen oder andere Transportaufgaben. Die Standorte der E-Lastenräder mit zugehörigen Garagen befinden sich auf dem Hof der Stadtverwaltung Jülich und im Stadtzentrum auf dem Fahrradparkplatz neben der Touristinfo. Der Verleih wird über ein Online-Buchungsverfahren erfolgen. Über das detaillierte Buchungsverfahren wird die Stadtverwaltung am Informationsstand in der Kölnstraße/Ecke Schlossstraße informieren.

Gebt unseren Lastenrädern Namen

Jülicherinnen und Jülicher wurden gebeten Namenspate für die E-Lastenräder zu stehen. Die Stadtverwaltung erreichte eine überwältigende Zahl an Namensvorschlägen, aus denen die Jury die Namen und damit die Gewinner ermittelt hat. Die Namen werden während der Aktionstage gelüftet.

Zähl Dich!
Erleben Sie den neugewonnen Raum mit dem Fahrrad! Statten Sie der Fahrradzählstation an der Kölnstraße einen Besuch ab. Mithilfe einer Buzzersäule zählen sich die Radfahrer selber. Eine installierte Displayanzeige zeigt die Zählung der Radler an.

Kinderflohmarkt
Am Sonntag, 19. September wird innerstädtisch in der Zeit zwischen 11 und 17 Uhr ein Kinderflohmarkt ausgerichtet - Von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche. Um Anmeldung wird gebeten bei Claudia Tonić-Cober unter Ctonic-cober@juelich.de oder 02461 63 268.

Zugelassene Fahrzeuge
An besagten Tagen werden Lieferfahrzeuge, Taxis, der Jülicher Bürgerbus und Schwerbehindertenfahrzeuge mit Parkausweis weiterhin freie Fahrt haben. Die E-Ladestation und die Cambio-Carsharingstation auf der Kölnstraße dürfen ebenfalls weiter genutzt werden.

Bürgerbus, Rikscha & Einkaufsservice

Die innerstädtische Beförderung der Bürgerinnen und Bürger wird durch erweiterte Einsatzzeiten des Jülicher Bürgerbusvereins an allen Tagen sichergestellt. Zudem wird eine Rikschaeingesetzt, die ein ideales Beförderungswerkzeug für die kurzen Wege innerhalb der Stadt Jülich darstellt. Ein Einkaufsservice steht den Kundinnen und Kunden zur Verfügung und hilft gerne beim Transport der Einkäufe.

Kostenfreies Parken
Das Parken in den autoarmen Aktionsstraßen ist ab Freitag, 17.09.2021, 22:00 Uhr bis Dienstag 21.09.2021, 20:00 Uhr, nicht gestattet. In diesem Zeitraum haben Sie die Möglichkeit, das Deck des Parkhauses Zitadelle sowie alle umliegenden städtischen Parkmöglichkeiten kostenfrei zu nutzen.

Hygienevorschriften
Bitte halten Sie die geltenden Hygienevorschriften gemäß der aktuellen Coronaverordnung ein.

Für Rückfragen rund um das Thema Mobilität stehen Ihnen die Mobilitätsbeauftragte der Stadt Jülich, Frau Tonic-Cober (Tel.: 02461 63-268, CTonic-Cober@Juelich.de) jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Kinderflohmarkt

Am Sonntag, 19. September wird innerstädtisch in der Zeit zwischen 11 und 17 Uhr ein Kinderflohmarkt ausgerichtet - Von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche. Um Anmeldung wird gebeten bei Claudia Tonić-Cober unter Ctonic-cober@juelich.de oder 02461 63 268.

Zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen des städtischen Fuhrparks hat die Stadt Jülich drei Elektrofahrzeuge erworben. Die Verwaltung und der städtische Bauhof ersetzen damit drei konventionelle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Bei den Elektrofahrzeugen handelt sich um zwei Kleinwagen des Modells Renault Zoe sowie um einen Kia E-Niro. Die Maßnahme wird unter dem Förderkennzeichen 03KS8227M im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative zu 50 % vom Bundesumweltministerium gefördert und hat einem Investitionsvolumen von rund 100.000,- €.

Bei den Elektrokleinwagen hat sich die Stadt Jülich bewusst für die Variante mit einer Akkugröße von 22 kWh und damit für die ressourcenschonende, kleinere Variant entschieden. Die Fahrzeuge eignen sich mit ihrer Reichweite von rund 160 Kilometern optimal für die typischerweise kürzeren Dienstfahrten im Stadt- oder Kreisgebiet.

Bei einer Fahrleistung der drei Fahrzeuge von zusammen ca. 28.000 Kilometern im Jahr können gegenüber den abgemeldeten Verbrennungsfahrzeugen jährlich rund vier Tonnen CO2 vermieden werden.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.

Förderkennzeichen 03KS8227M

Logo Klimaschutz

Zum Abschluss des gemeinsamen Förderprogramms „Klimaschutz durch Radverkehr“ trafen sich die Projektpartner Stadt Jülich, Stadtwerke Jülich und Forschungszentrum Jülich, um den neuen Radweg an der L253 offiziell einzuweihen. Auf rund 400 Metern Länge schließt der Radweg die Lücke zwischen dem Kreisverkehr am Königskamp und dem Anschluss Leo-Brandt-Straße. Der vorhandene, schmale und baufällige Weg wurde vollständig erneuert und auf rund drei Meter Breite erweitert. Für Fahrradfahrer und Fußgänger steht nun ausreichend Platz zur Verfügung, um ein sicheres Befahren in beide Richtungen zu ermöglichen. Nach Abschluss der vom Forschungszentrum verantworteten Straßenbauarbeiten an der Leo-Brandt-Straße werden Jülichs größter Arbeitgeber sowie die südlichen Stadtteile zukünftig wesentlich besser mit dem Fahrrad zu erreichen sein.

Mit der Fertigstellung des neuen Radwege-Teilstücks an der L253 ist die umfangreichste und letzte der sieben Teilmaßnahmen des Förderprogramms „Klimaschutz durch Radverkehr“ erfolgreich abgeschlossen worden. Im Rahmen der vom Bundesumweltministerium mit bis zu 90 % geförderten Initiative wurden mit Hilfe des Bundeszuschusses sowie eines Eigenanteils von Stadt und Stadtwerken Jülich innerhalb des letzten Jahres rund 270.000 Euro investiert, um Jülich attraktiver für den Radverkehr zu machen und klimafreundliche Mobilität zu stärken.

Zu dem Maßnahmenpaket zählen die Veränderungen an der Dürener Straße, nahe dem Bahnübergang. Das störende Betonpflaster vor der LKW-Wage wurde entfernt und neu asphaltiert, um die Radverkehrssicherheit zu verbessern. Gefährliche Ausweichmanöver auf die Fahrbahn auf Höhe der Lohfeldstraße sind nun nicht mehr erforderlich. Zusätzliche Bordsteinabsenkungen, neue Fahrbahnmarkierungen und Fahrradstreifen machen das Fahrradfahren in diesem Bereich sicherer und komfortabler. Auf großes Interesse gestoßen sind 15 abschließbare Fahrradgaragen, die von der Stadt im Rahmen des Förderprogramms am Haltepunkt Forschungszentrum errichtet wurden und eine sichere Aufbewahrung der Zweiräder ermöglichen.

Bereits im vergangenen Jahr wurde der zentrale Fahrradparkplatz am Schlossplatz in Betrieb genommen und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. Dank eines Ladeschranks für E-Bike Batterien ist der Schlossplatz im Jülicher Zentrum eine geeignete Anlaufstelle für erschöpfte Fahrrad-Akkus. Weitere Ladestationen wurden von den Stadtwerken auf dem Gelände des Forschungszentrums sowie dem FH-Campus errichtet.

Bürgermeister Fuchs dankte allen beteiligten Akteuren für ihr großes Engagement: „Mit der erfolgreichen Zusammenarbeit zeigen Stadtwerke, Forschungszentrum und Stadtverwaltung einmal mehr, wie sie gemeinsam etwas für Jülich bewegen können.“

Klimaschutzmanager Ross ergänzt „Die Bereitstellung einer guten Infrastruktur für Fahrradfahrer und Fußgänger ist von großer Bedeutung, um klimaschonende Mobilität zu fördern. Die gemeinsame Initiative hat gezeigt, wie mit guten Ideen und einer starken Kooperation größere Fördersummen eingeworben werden können“.

Förderkennzeichen: 03KBR0038A
Logo Förderer

Abschließbare Fahrradboxen am Rurtalbahn-Haltepunkt „Forschungszentrum“

Die Stadt Jülich hat im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutz durch Radverkehr“ des Bundesumweltministeriums insgesamt 15 abschließbare Fahrradboxen am Haltepunkt Forschungszentrum aufgestellt. Bei dem Förderprogramm handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit den Stadtwerken Jülich und dem Forschungszentrum Jülich.

Die Radboxen werden entgeltfrei und zunächst unbefristet gegen eine Kaution in Höhe von 100 € an interessierte Bürgerinnen und Bürger überlassen. Die Fahrradboxen ermöglichen ein sicheres Abstellen des Fahrrad- oder Pedelecs. Zielgruppe sind Personen, die den Haltepunkt Forschungszentrum regelmäßig als Ausgangs- oder Zielpunkt mit dem Fahrrad ansteuern, beispielsweise für den Weg von bzw. zum Forschungszentrum, dem Gewerbegebiet Königskamp oder in Richtung Altenburg.

Die Beantragung zur Nutzung der Fahrradbox erfolgt schriftlich über das Antragsformular Fahrradbox.

Die Vergabe der Fahrradboxen erfolgt nach Reihenfolge des Antragseingangs („Windhund-Prinzip“).
Gehen an einem Tag mehr Anträge ein als Fahrradboxen vorhanden sind, entscheidet das Los.

Ist der Antrag erfolgreich gestellt, wird ein Überlassungsvertrag zwischen der Stadt Jülich und dem Nutzer geschlossen (Vertragsmuster).

Die Zahlung der Kaution sowie die Übergabe des Schlüssels erfolgt am Forschungszentrum Jülich. Die Kontaktdaten erhalten Sie mit dem Vertrag.

Aktuell sind alle 15 Fahrradboxen belegt. Freie Boxen werden an dieser Stelle angezeigt. Aus Datenschutzgründen wird keine Warteliste geführt.

Bei Fragen zum Antragsverfahren sowie den Fahrradboxen kontaktieren Sie bitte:

Herrn Sebastian Ross
Klimaschutzmanager Stadt Jülich
Tel.: 02461 69-267
E-Mail: sross@juelich.de

Förderkennzeichen: 03KBR0038A

Logo Förderer

Gemeinsamer Wettbewerbsbeitrag von Stadt, Stadtwerken und Forschungszentrum Jülich erhält 233.000 Euro Fördermittel zur Verbesserung des Radverkehrs

Die Aufgabe des Bundesumweltministeriums war klar umrissen: Wie kann der Jülicher Radverkehr auf modellhafte Weise gestärkt und gleichzeitig eine möglichst hohe Wirkung für den Klimaschutz erzielt werden? Mit einer gemeinsamen Projektskizze haben sich Stadt, Stadtwerke Jülich GmbH (SWJ) und Forschungszentrum Jülich dieser Frage angenommen und wurden dafür im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Klimaschutz im Radverkehr" mit insgesamt 233.000 Euro Fördermitteln belohnt.

In einem zweistufigen Verfahren hat sich die Jury für das Jülicher Maßnahmenpaket entschieden. Es sieht im Kern eine verbesserte Anbindung von Forschungszentrum, Gewerbegebiet Königskamp und Fachhochschulcampus an die Stadt und den geplanten Bahntrassenradweg aus Aachen vor. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Schaffung von Ladeinfrastruktur für E-Bikes und der Errichtung sicherer Radabstellmöglichkeiten. „Diese Maßnahmen sind ein erster wichtiger Schritt, um die Radverkehrsbedingungen in Jülich zu verbessern und mehr Bürgerinnen und Bürger für diese klimafreundliche und gesunde Art der Fortbewegung zu begeistern", sagt Klimaschutzmanager Sebastian Ross, der das Projekt koordiniert.

Dr. Peter Burauel, Leiter der Stabsstelle Zukunftscampus, fasst die Klimaschutz-Potentiale des Projektes zusammen: „Jeden Tag pendeln über 5.000 Menschen auf das Gelände des Forschungszentrums. Wenn es gelingt, den Anteil der regelmäßigen Radpendler zu verdoppeln, können fast eine Million motorisierte Kilometer pro Jahr eingespart werden". Als Anreiz wird die Stadt deshalb die Anbindung des Forschungszentrums und des Gewerbegebiets Königskamp verbessern. Zudem sollen sichere Radabstellanlagen am Haltepunkt Rurtalbahn die Kombination von Bahn und Fahrrad attraktiver machen.

Auch die Jülicher Innenstadt profitiert von dem Maßnahmenpaket. Die Stadtwerke Jülich errichten direkt neben der Touristeninformation am Schlossplatz eine von drei neuen Ladestationen für E-Bike-Batterien. „Wir wollen die Stadt für Bürger und Besucher attraktiver machen. Dazu erweitern wir unser bestehendes Angebot im Bereich der Elektro-Mobilität und sorgen jetzt auch für Lademöglichkeiten von Elektro-Fahrrädern", erläutert Bernd Bölter, zuständig für die Entwicklung der Elektromobilität bei den SWJ. „Wir betreiben schon seit Jahren Ladestationen für Elektro-Autos und unterstützen damit - neben vielen anderen Maßnahmen - den Klimaschutz in Jülich. Das Angebot, jetzt auch E-Bikes in Jülich an mehreren Stationen aufladen zu können, wird sicherlich auch von Rad-Touristen genutzt werden." Abgerundet wird das Maßnahmenpaket mit zwei weiteren E-Bike-Ladestationen auf dem Fachhochschulcampus Jülich sowie dem Gelände des Forschungszentrums. Zusätzlich wird auf dem Schlossplatz ein zentraler Fahrradparkplatz für etwa 30 Räder entstehen.

Ziel des bundesweiten Förderprogramms ist es, modellhafte investive Projekte im Bereich des Fahrradverkehrs voranzubringen und so einen wichtigen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung zu leisten. Die modellhaften Projekte sollen Ansätze zur Stärkung des Radverkehrs etablieren, die individuelle Verkehrsmittelwahl zugunsten des Fahrrads befördern, gleichzeitig die Nutzung von Pkw verringern und durch ihre bundesweite Ausstrahlung zahlreiche Folge- und Nachahmungsvorhaben anregen und dadurch konkrete Treibhausgasminderungen erzielen.

Projektpartner:

386 Jülicherinnen und Jülicher beteiligten sich an der Kampagne Stadtradeln und legten gemeinsam 61.747 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Mehr als acht Tonnen CO2 konnten vermieden werden.

Nach drei radreichen Wochen hat das erste Jülicher Stadtradeln am Sonntag, den 9. Juli 2017 die Ziellinie erreicht. Viele Jülicherinnen und Jülicher haben sich unter www.stadtradeln.de angemeldet und ihre Radkilometer registriert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 61.747 km oder rechnerisch 1,5 Erdumrundungen sind zusammengekommen. „Das Ergebnis hat meine Erwartungen deutlich übertroffen", freut sich Klimaschutzmanager Ross, der die Kampagne für die Stadt organisiert. „Das bunte Teilnehmerfeld mit 24 Teams von Jung bis Alt, vom Gelegenheitsradler bis zum Langstreckenpendler, ist ein Querschnitt durch die Gesellschaft. Das zeigt, welche große Bedeutung das Radfahren für viele Menschen hat".

Die mit Abstand größte Gesamtstrecke von 16.434 km legte das 76-köpfige Team des Forschungszentrums Jülich zurück. Für Teamkapitänin Dr. Ellen Kammula von der Stabsstelle Zukunftscampus ist das Stadtradeln ein wichtiger Baustein zur Förderung einer klimaschonenden Mobilität: „Unser Ziel ist es, den Anteil der Radpendler zum Forschungszentrum in Zukunft deutlich zu erhöhen." Dass diese Bemühungen auf fruchtbaren Boden stoßen, beweist ein Mitarbeiter des Forschungszentrums, der seine Dienstreise nach Köln mit dem Fahrrad unternommen hat. Das Team mit den meisten TeilnehmerInnen stellte die „Feuertaube" der Katholischen Pfarrei Heilig Geist, die mit 87 aktiven Radlerinnen und Radlern zum Erfolg des Stadtradelns beigetragen hat.

Neben den Gesamtkilometern und der absoluten Teamgröße wurde beim Jülicher Stadtradeln auch das Team mit den fahrradaktivsten TeilnehmerInnen gesucht. Hier setzten sich die „hoppyradler" mit 512 km pro Person knapp gegen die „Grün-Weißen Blitzradlerinnen" aus Welldorf-Güsten durch, die mit 506 km pro Person ebenfalls ein beachtliches Radpensum abgespult haben. Den dritten Platz in dieser Kategorie nimmt das Team „RSC Welldorf 1998 e. V." mit 470 km pro Kopf ein.

Auch Bürgermeister Fuchs hat in die Pedale getreten und seine Radkilometer beim Stadtradeln registriert: „Es ist für mich selbstverständlich viele Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Für die meist kurzen Strecken innerhalb der Stadt ist das Fahrrad das ideale Fortbewegungsmittel". Dass viele Jülicher dies ähnlich sehen, beweisen die rund 380 Teilnehmer des Stadtradelns, darunter auch 50 Vielfahrer, die pro Woche durchschnittlich 100 km und mehr geradelt sind. Zwei Teilnehmern ist es sogar gelungen, in den drei Wochen mehr als 1.000 km zurückzulegen. Sowohl Langstreckenpendler als auch Gelegenheitsradler sind dabei echte Klimaschützer, denn jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, erspart der Umwelt 142 g CO2. Im dreiwöchigen Aktionszeitraum konnten so rund 8.800 kg CO2 vermieden werden.

Für welche Platzierung die Jülicher Kilometer im bundesweiten Stadtradeln-Wettbewerb mit derzeit 610 Städten und Gemeinden am Ende reichen werden, wird sich erst im September entscheiden. Dann ist die Kampagne für 2017 offiziell beendet. Mit Blick auf die aktuelle Tabelle unter www.stadtradeln.de/ergebnisse ist eine Platzierung im Mittelfeld realistisch. „Für das erste Jahr ein tolles Ergebnis", so Klimaschutzmanager Ross, der sich bei allen Teilnehmern und den Sponsoren für das große Engagement bedankt.

Für vier Radlerinnen und Radler wird sich die aktive Teilnahme am Stadtradeln besonders lohnen, denn der Radspezialist Toms Bike Center spendiert einen hochwertigen Kinder-Fahrradanhänger und Aixtra Sport verlost drei Gutscheine für ihr Sportgeschäft. Alle Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.

Neben dem Erradeln von möglichst vielen Kilometern waren die Jülicherinnen und Jülicher aufgerufen, über die online-Plattform „RADar!" gut gelöste, gefährliche oder störende Stellen im Jülicher Radverkehr zu melden. Die insgesamt 45 Einträge werden nun von der Verwaltung geprüft und anschließend über die Plattform beantwortet. In den kommenden Wochen werden zudem die ersten Maßnahmen aus dem Förderprogramm „Wettbewerb Radverkehr" umgesetzt: Pedelec-Ladestationen und mehr Radabstellmöglichkeiten am Schlossplatz und dem Fachhochschulcampus sowie eine bessere Rad-Anbindung des Forschungszentrums und des Gewerbegebiets Königskamp sollen dann zu spürbaren Verbesserungen im Radverkehr führen.

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