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Strukturwandel in Jülich

Strukturwandel beschreibt einen umfassenden Wandel der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur in einem bestimmten Gebiet oder einer bestimmten Branche. Dabei verändern sich die Produktions- und Konsumgewohnheiten, neue Technologien und Arbeitsweisen werden eingeführt und alte verschwinden. Das kann bedeuten, dass bestimmte Arbeitsplätze wegfallen und neue Arbeitsplätze entstehen oder dass bestimmte Industrien und Technologien, die früher wichtig waren, an Bedeutung verlieren und durch andere ersetzt werden. In jedem Fall ist der Strukturwandel ein dynamischer Prozess, der oft langfristige Veränderungen mit sich bringt und eine Anpassung an neue Gegebenheiten erfordert. Insgesamt geht es also um tiefgreifende Veränderungen, die unser Leben und unsere Gesellschaft beeinflussen können.

Der Ausstieg aus der Braunkohleförderung bis 2030 erfordert eine Neuausrichtung der Energieversorgung und damit verbunden eine Transformation der gesamten Region. Heute arbeiten noch die Bagger in den Tagebauen, ab 2030 füllen sich hier Seen mit Wasser. Veränderte Flächennutzungen, eine verbesserte Infrastruktur, neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze helfen dabei, die Region zukunftsfähiger, lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten.

Die Stadt Jülich liegt mitten im Herzen des Rheinischen Reviers zwischen den drei Tagebauen Inden, Hambach und Garzweiler. Als Anrainerkommune der zwei Tagebaue Inden und Hambach befindet sie sich in einem tiefgreifenden Wandel und Veränderungsprozess. Jülich ist nicht nur Wirtschaftsstandort (Brainergy Park) und lnnovations- und Forschungsstandort ( u. a. Forschungszentrum Jülich, Campus Jülich der FH Aachen), sondern auch Wohn- und Lebenszentrum des Nordkreises Düren. Durch die zentrale Lage im Kernrevier ergibt sich für das Mittelzentrum eine besondere Betroffenheit, da die Stadt durch den Einschluss der angrenzenden Tagebaue einen Großteil ihres Einzugsgebietes verloren hat. Mit der vorzeitigen Beendigung der Tagebaue wird sich diese Situation mit dem Wegfall einer Vielzahl von Arbeitsplätzen noch verschärfen.

Der positive Effekt durch das starke Forschungs- und Wissenschaftscluster in Jülich auf den örtlichen Arbeitsmarkt schlägt sich in einer vergleichsweise hohen Arbeitsplatzdichte nieder. Daraus wird für Jülich ein wesentlicher Ansatz im Strukturwandel abgeleitet: Der Ausbau der guten Standortbedingungen als Wissenschaftshub unter Einbindung der bereits vorhandenen Einrichtungen. Jülich ist bereit, sich den immensen Herausforderungen zu stellen und den Strukturwandel als Chance zu nutzen.

Das Ziel des Strukturwandels ist es, die Region auf eine nachhaltige Basis zu stellen und langfristig zukunftssicher zu gestalten. Dazu sollen nicht nur Arbeitsplätze erhalten, sondern auch neue geschaffen werden, die Lebensqualität gesteigert und die Wirtschaft vor Ort gestärkt werden. Gleichzeitig soll der Strukturwandel dazu beitragen, Nachhaltigkeit in alle Lebensbereiche einziehen zu lassen und die Region als Vorreiter für eine CO2-neutrale Zukunft zu positionieren. Dafür arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie eng zusammen und setzen sich ambitionierte Ziele z. B. für die Bereiche Bau, Mobilität, Landschafts- und Stadtplanung, Ernährung und (Weiter-)Bildung.

Der Strukturwandel ist bereits in vollem Gange und wird die gesamte Region positiv verändern. Veränderungen bedeuten immer auch Abschiednehmen von Gewohntem, um Platz für etwas Besseres zu schaffen. Diese Veränderungen betreffen alle Lebensbereiche und jede Person in der Region. Sie werden schrittweise umgesetzt und erfordern die Zusammenarbeit von vielen Beteiligten, um das große Ziel zu erreichen. Das kann man sich in etwa so vorstellen, dass die Transformation nicht von einem Tag auf den anderen auf "Knopfdruck" wie bei einem Foto passiert – sie entwickelt sich allmählich, eher wie ein Gemälde. Anfangs vielleicht langsam, aber dann immer schneller und auch nicht immer von einem Künstler oder einer Künstlerin allein.

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