The ways of Zion do mourn – Trauer und Hoffnung in der königlichen Chormusik
Overbacher Kammerchor & Capella Sidonia, Leitung Kerry Jago

Konzert in der Schlosskapelle Jülich
Samstag, 6. November, 19:00 Uhr
Eintritt frei - um Spenden wird gebeten
Es gilt die "3G-Regel" (genesen, geimpft, getestet)

Das Museum Zitadelle freut sich, nach längerer Corona-Pause wieder ein Konzert in der Schlosskapelle anbieten zu können. Der Overbacher Kammerchor wird bei diesem besonderen Programm von dem professionellen Instrumentalensemble Cappella Sidonia begleitet unter der Gesamtleitung von Kerry Jago. Die Konzerte werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (www.kulturstaatsministerin.de) durch das Förderprogramm "Neustart Kultur" (www.soziokultur.de) gefördert.

Der Tod von Königin Caroline von Großbritannien im Jahr 1737 löste große Bestürzung in der britischen Bevölkerung aus. Die intelligente, feinfühlige und äußerst beliebte Monarchin unterhielt nicht nur Brieffreundschaften mit Philosophen wie Leibniz und Voltaire, sondern war auch eine langjährige Freundin und Förderin des Londoner Hofkomponisten Georg Friedrich Händel, den sie aus deren gemeinsamer Zeit am Hof in Hannover kannte. Als ihr Ehemann, König Georg II., seinen Musikmeister mit der musikalischen Gestaltung der Trauerfeier beauftragte, goss Händel unüberhörbar Herzblut in dieses einzigartige Werk für Chor und Orchester. Wolfgang Amadeus Mozart bewunderte dieses Werk so sehr, dass er später das Hauptthema als Vorlage für sein Requiem verwendete.

Zu Beginn wird die ganz persönliche Trauer durch die Vertonung von Bibeltexten z.B. aus den Klageliedern Jeremias verarbeitet, bevor die Aufmerksamkeit gegen Ende auf die Hoffnung durch die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes gerichtet wird.

Das aktuelle Konzertprogramm des Overbacher Kammerchores - das erste seit fast zwei Jahren Zwangspause - kombiniert dieses "Anthem for the Funeral of Queen Caroline" mit der Musik eines Mannes, der in einer ganz anderen Beziehung zu Tod und Trauer stand. Don Carlo Gesualdo da Venosa war kein Hofkomponist, sondern Prinz einer Region östlich von Neapel, der Musik von Kindesbeinen an als private Leidenschaft hegte. Das Leben dieser kontroversen Renaissance-Persönlichkeit steht im Schatten des vermuteten Mords an seiner Ehefrau und ihrem Liebhaber sowie seiner schizophrenen Erkrankung. Gesualdos hochexpressiver und für seine Zeit untypischer Kompositionsstil lässt seine seelischen Kämpfe ahnen, vor allem in diesen weltlichen Madrigalen bei der Vertonung von Schmerz und Trauer. Die zum Teil hochdissonanten und harmonisch brisanten Kompositionen bilden eine faszinierende Klangwelt, die erst das 20. Jahrhundert wieder hervorzubringen vermochte.

 

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