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Integrationsrat setzt ein Zeichen gegen Rechtsextremismus

Eindrückliche Exkursion zur ehemaligen Ordensburg Vogelsang

In Zeiten, in denen der Rechtsextremismus in Deutschland leider wieder auf dem Vormarsch ist, hat der Integrationsrat der Stadt Jülich mit seiner Exkursion zu Vogelsang IP ein Zeichen gesetzt und auf die gefährliche Ideologie des Nationalsozialismus hingewiesen. 45 Teilnehmende aller Altersgruppen und verschiedener Nationalitäten nahmen an der Exkursion Ende Juni teil.

Die beiden Vorsitzenden, Frau Rück und ihr Stellvertreter Herr Hamze, freuten sich besonders auch über die Teilnahme von 15 Jugendlichen des Jugendtreffs Roncalli-Haus. Das Interesse der jungen Menschen war groß und der Leiter des Roncalli-Haus, Sascha Römer und sein ehrenamtlicher Jugendleiter freuten sich über die Möglichkeit zur Teilnahme an der Exkursion. Auch der AK Asyl Jülich e.V. nutzte die Gelegenheit der Exkursion und nahm mit 9 Vereinsmitgliedern teil. Weitere Teilnehmende waren interessierte Einzelpersonen aus Jülich und auch die Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Düren, Türkan Mark, war der Einladung zur Exkursion gefolgt. Bei Ankunft gab es im Besucherzentrum des NS-Dokumentationszentrums eine kleine Einführung in das Thema mit den beiden Referenten Gerd Königs und Karl Albert Schmitz. Anschließend begaben sich die zwei geführten Gruppen auf die Geländeführung. Im Rahmen der Führung wurde sehr deutlich, wie die menschenverachtende Ideologie des Nationalsozialismus durch nationalsozialistische Architektur und Baukunst unterstützt wurde. Die Teilnehmenden der Exkursion nahmen bedrückt wahr, welche gefährliche Dimension die ideologische Kaderschule der NSDAP (Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei) hatte. Vogelsang IP ist ein Täterort und als solcher eine Mahnung vor der grausamen Unterdrücker-Ideologie des nationalsozialistischen Faschismus. Erschreckend bewusst wurden den Teilnehmenden auch die Parallelen zu anderen Ideologien, die weltweit im 21. Jahrhundert zur Unterdrückung und Entmenschlichung führen und eigene Machtansprüche damit begründen.

Die beiden Referenten ermöglichten mit der Geländeführung auch Zugang zu den Orten, die nicht öffentlich zugänglich sind, da sie bis heute von (Neo-)Nationalsozialisten als Kultstätte gesehen werden und ein Besuch durch diese Gruppen zur Verherrlichung der gefährlichen Ideologie nicht erfolgen soll.

Im Anschluss an die Geländeführung gab es noch Gelegenheit zum Besuch der informativen Dauerausstellung „Bestimmung: Herrenmensch“ mit Original-Tonaufnahmen und Bilddokumenten.

Die Exkursion wurde von allen Teilnehmenden als sehr beeindruckend, lehrreich und wichtig empfunden.

Informationen zum Integrationsrat der Stadt Jülich sind zu erhalten in der Geschäftsstelle im Fachbereich für Sozialplanung, Demografie, Inklusion und Integration (Frau Lenzen), E-Mail: BLenzen@juelich.de, Telefon: 02461 63-239.

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