Herzlich Willkommen in Jülich. Rathaus, Bürgerinformationen

Pressemitteilungen


23.04.2024 | Pressestelle (allgemein)

Viele Tipps für einen gesunden Rücken

PR 163 - Viele Tipps für einen gesunden Rücken - gesundheitsstunde__april.jpg
Kristin Aretz (Mitte) und Mirjam Richter mit Heiko Jansen,
Regionaldirektor der AOK Aachen-Düren-Heinsberg.
Foto: C. Lammertz

In der Jülicher Gesundheitsstunde geht es um Vorbeugung und Behandlungsoptionen

Bewegen, bewegen, bewegen! Dieses Motto gaben die Referentinnen den Besuchern der Jülicher Gesundheitsstunde mit auf den Weg. Thema des Patientenforums, zu dem das Krankenhaus Jülich und die AOK einmal monatlich einladen, war diesmal der Rücken. Wirbelsäulenspezialistin Kristin Aretz und Physiotherapeutin Mirjam Richter hatten zahlreiche Tipps mitgebracht, mit deren Hilfe sich Rückenprobleme vermeiden lassen. Zudem gab es ausführliche Antworten auf die Frage nach den Behandlungsmöglichkeiten, wenn die Volkskrankheit Nummer 1 dann doch zugeschlagen hat.

Kristin Aretz, Sektionsleiterin der Wirbelsäulenchirurgie im Krankenhaus Jülich, erklärte den Gästen im Foyer des Krankenhauses sehr anschaulich den Aufbau der Wirbelsäule und die Veränderungen, durch die Schmerzen entstehen. „80 Prozent der Erwachsenen leiden mindestens einmal im Leben an einer Episode mit starken Rückenschmerzen – Frauen 1,5-mal so oft wie Männer“, berichtete die Orthopädin. „90 Prozent der Rückenschmerzen sind unspezifisch und gehen von alleine weg“, betonte Kristin Aretz. Wenn die Schmerzen etwas länger andauern, sei es ratsam, zunächst neben viel Bewegung therapeutisch auf Physiotherapie und Schmerzmittel zu setzen. Das gelte auch bei einem Bandscheibenvorfall. „Da wurde aus meiner Sicht eine Zeit lang zu früh operiert“, sagte die Wirbelsäulenspezialistin. „Auch der Vorfall bildet sich oft von alleine zurück. Schmerzmittel, ein Mieder, Bewegung, Physiotherapie und das gezielte Spritzen von Betäubungsmittel und Kortison an den betroffenen Nerv sind die Behandlungsoptionen. Wenn der Vorfall allerdings Lähmungen auslöst, dann muss operiert werden.“

Immer ein Fall für einen operativen Eingriff sei die Spinalkanalstenose, sagte Kristin Aretz. Bekannt ist die Spinalkanalstenose auch als Schaufensterkrankheit, weil die Betroffenen beim Gehen permanent Pausen einlegen müssen. „Da haben wir keine andere Chance, als unter dem Mikroskop die veränderten Strukturen zu entfernen, durch die die Nerven gequetscht werden“, betonte die Wirbelsäulenchirurgin. Wie bei der Bandscheiben-OP handele es sich um einen relativ kleinen Eingriff mit kurzem Krankenhausaufenthalt, vor dem niemand Angst haben müsse.

Kristin Aretz stellte noch weitere degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule und die operativen Optionen vor, bevor sie an Mirjam Richter übergab. Die Leiterin der Physiotherapie im Krankenhaus Jülich präsentierte einen ganzen Katalog von vorbeugenden Maßnahmen, „damit wir nicht dahin kommen, was Frau Aretz eben geschildert hat“. Eigene Bewegungen – zum Beispiel beim Heben – und eigene Verhaltensweisen (zu viel sitzen, zu wenig Sport) zu hinterfragen, sei der erste Schritt, sagte Mirjam Richter. „Wir sind gemacht, um uns zu bewegen“, appellierte sie daran, nicht auf den inneren Schweinehund zu hören, der uns immer wieder Gründe liefert, das Aktivwerden auf morgen zu verschieben. „Gehen Sie schwimmen, Rad fahren, wandern, turnen oder tanzen! Viele Sportarten sind gut für einen starken Rücken. Es muss ja nicht unbedingt Bungee-Jumping sein“, motivierte die Physiotherapeutin. Entspannung zum Abbau von Stress, der als Auslöser von Rückenschmerzen bekannt ist, sei ebenfalls wichtig.

Für alle, die berufsbedingt um langes Sitzen nicht umhinkommen, hatte Mirjam Richter Tipps zur Bürogymnastik mitgebracht. Und zuletzt hatte sie noch ein kleines Präsent für die Besucherinnen und Besucher: rückenstärkende Übungen für zu Hause – in Druckform zum Mitnehmen.

Krankenhaus Jülich: https://www.krankenhaus-juelich.de/

Bibliothek der Menschen

Veranstaltungsreihe setzt sich für Dialog ein

Frohe Ostern

und schöne Feiertage

Kino: Die Ältern

07. & 08.04.2026, jeweils um 20 Uhr, Kuba

Wenn das Bauchgefühl gestört ist

Jülicher Gesundheitsstunde zum Reizdarm und anderen Magen-Darm-Erkrankungen

Kulturfahrt: "Getanzte Bilder" am 8. Mai 2026 im Theater Mönchengladbach

Anmeldeschluss verlängert! Tickets können noch bis zum 12.04.2026 erworben werden!

Start in die Tourismussaison in Jülich

Tourist-Information öffnet wieder ihre Türen für Gäste in der Stadt

Bücherei-Sternchen in der Stadtbücherei Jülich

Nächster Termin am 11.04.2026

Next-Gen DISCO NIGHT

LEVEL 1 startet am 09. Mai 2026 im Kulturbahnhof Jülich

So einiges los an der Nordschule Jülich

Schulverschönerungs-AG ist aktiv & Sponsorenlauf für Zirkusprojekt

Tolle Idee in der Nordschule

Die „Mininordschule“ erleichtert den Start: Kita-Kinder lernen die Schule schon vor der Einschulung kennen


23.04.2024 | Pressestelle (allgemein)

Viele Tipps für einen gesunden Rücken

PR 163 - Viele Tipps für einen gesunden Rücken - gesundheitsstunde__april.jpg
Kristin Aretz (Mitte) und Mirjam Richter mit Heiko Jansen,
Regionaldirektor der AOK Aachen-Düren-Heinsberg.
Foto: C. Lammertz

In der Jülicher Gesundheitsstunde geht es um Vorbeugung und Behandlungsoptionen

Bewegen, bewegen, bewegen! Dieses Motto gaben die Referentinnen den Besuchern der Jülicher Gesundheitsstunde mit auf den Weg. Thema des Patientenforums, zu dem das Krankenhaus Jülich und die AOK einmal monatlich einladen, war diesmal der Rücken. Wirbelsäulenspezialistin Kristin Aretz und Physiotherapeutin Mirjam Richter hatten zahlreiche Tipps mitgebracht, mit deren Hilfe sich Rückenprobleme vermeiden lassen. Zudem gab es ausführliche Antworten auf die Frage nach den Behandlungsmöglichkeiten, wenn die Volkskrankheit Nummer 1 dann doch zugeschlagen hat.

Kristin Aretz, Sektionsleiterin der Wirbelsäulenchirurgie im Krankenhaus Jülich, erklärte den Gästen im Foyer des Krankenhauses sehr anschaulich den Aufbau der Wirbelsäule und die Veränderungen, durch die Schmerzen entstehen. „80 Prozent der Erwachsenen leiden mindestens einmal im Leben an einer Episode mit starken Rückenschmerzen – Frauen 1,5-mal so oft wie Männer“, berichtete die Orthopädin. „90 Prozent der Rückenschmerzen sind unspezifisch und gehen von alleine weg“, betonte Kristin Aretz. Wenn die Schmerzen etwas länger andauern, sei es ratsam, zunächst neben viel Bewegung therapeutisch auf Physiotherapie und Schmerzmittel zu setzen. Das gelte auch bei einem Bandscheibenvorfall. „Da wurde aus meiner Sicht eine Zeit lang zu früh operiert“, sagte die Wirbelsäulenspezialistin. „Auch der Vorfall bildet sich oft von alleine zurück. Schmerzmittel, ein Mieder, Bewegung, Physiotherapie und das gezielte Spritzen von Betäubungsmittel und Kortison an den betroffenen Nerv sind die Behandlungsoptionen. Wenn der Vorfall allerdings Lähmungen auslöst, dann muss operiert werden.“

Immer ein Fall für einen operativen Eingriff sei die Spinalkanalstenose, sagte Kristin Aretz. Bekannt ist die Spinalkanalstenose auch als Schaufensterkrankheit, weil die Betroffenen beim Gehen permanent Pausen einlegen müssen. „Da haben wir keine andere Chance, als unter dem Mikroskop die veränderten Strukturen zu entfernen, durch die die Nerven gequetscht werden“, betonte die Wirbelsäulenchirurgin. Wie bei der Bandscheiben-OP handele es sich um einen relativ kleinen Eingriff mit kurzem Krankenhausaufenthalt, vor dem niemand Angst haben müsse.

Kristin Aretz stellte noch weitere degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule und die operativen Optionen vor, bevor sie an Mirjam Richter übergab. Die Leiterin der Physiotherapie im Krankenhaus Jülich präsentierte einen ganzen Katalog von vorbeugenden Maßnahmen, „damit wir nicht dahin kommen, was Frau Aretz eben geschildert hat“. Eigene Bewegungen – zum Beispiel beim Heben – und eigene Verhaltensweisen (zu viel sitzen, zu wenig Sport) zu hinterfragen, sei der erste Schritt, sagte Mirjam Richter. „Wir sind gemacht, um uns zu bewegen“, appellierte sie daran, nicht auf den inneren Schweinehund zu hören, der uns immer wieder Gründe liefert, das Aktivwerden auf morgen zu verschieben. „Gehen Sie schwimmen, Rad fahren, wandern, turnen oder tanzen! Viele Sportarten sind gut für einen starken Rücken. Es muss ja nicht unbedingt Bungee-Jumping sein“, motivierte die Physiotherapeutin. Entspannung zum Abbau von Stress, der als Auslöser von Rückenschmerzen bekannt ist, sei ebenfalls wichtig.

Für alle, die berufsbedingt um langes Sitzen nicht umhinkommen, hatte Mirjam Richter Tipps zur Bürogymnastik mitgebracht. Und zuletzt hatte sie noch ein kleines Präsent für die Besucherinnen und Besucher: rückenstärkende Übungen für zu Hause – in Druckform zum Mitnehmen.

Krankenhaus Jülich: https://www.krankenhaus-juelich.de/

Die Internetpräsenz Juelich.de verwendet Cookies. Weitere Information
OK