• Ausstellung ab 29. April 2022
  • Die Jülicher Synagoge 1938
  • Geschäft der Firma Albert Rathheim Witwe
  • Marktplatz Jülich
  • Stadtrechnung 1581
  • Historische Karte der Festung Jülich

Willkommen im Stadtarchiv Jülich


Das Stadtarchiv Jülich dokumentiert anhand einer Vielzahl historischer Urkunden, Akten, Zeitungen, Fotos sowie Karten und Plänen 470 Jahre Jülicher Geschichte. Die schriftliche Überlieferung städtischer Verwaltungstätigkeit ist seit dem großen Brand des Jahres 1547, dem alle älteren Dokumente zum Opfer fielen, in wesentlichen Teilen erhalten. Dabei gehören die Jahresrechnungen von Stadt und Gasthaus (= Krankenhaus) seit dem 16. und die Ratsprotokolle seit der Mitte des 17. Jahrhunderts zu den herausragenden Schriftstücken. Für die spätere Zeit sind insbesondere die umfangreiche lokale Zeitungssammlung (seit 1823) sowie die Fotodokumentation aus der Zeit vor der Zerstörung Jülichs im November 1944 zu erwähnen. Seit der kommunalen Neugliederung 1972 gehören auch die Akten der vormaligen Ämter Kirchberg, Koslar und Stetternich zu den städtischen Archivbeständen.

Gegen das Vergessen

Zwangsarbeit im Jülicher Raum

Dem Arbeitskräftemangel während des Zweiten Weltkrieges versuchte Deutschland durch den breiten Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in Industrie und in Land- und Forstwirtschaft zu begegnen. Eine riesige Zahl von sogenannten „Ostarbeitern“ und Kriegsgefangenen aus ganz Europa aber auch Zivilisten aus den eroberten westlichen Nachbarländern wurden für diese Arbeiten zwangsrekrutiert. Das Schicksal der Zwangsarbeitenden war für alle Einwohner Deutschlands ein unübersehbares alltägliches Phänomen. Versorgung und Unterbringung waren oft katastrophal, Flucht oder Widerstand wurde mit drakonischen Strafen geahndet.

Das Stadtarchiv Jülich stellte schon vor zwanzig Jahren die Quellen zur Zwangsarbeit in Jülich systematisch zusammen. Zur gleichen Zeit begann das Museum Zitadelle mit der archäologischen Erforschung verschiedener Zwangsarbeiterlager: zunächst mit dem Lager „Iktebach“ beim ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk in Jülich-Süd. Es folgten das EBV-Lager in Aldenhoven-Siersdorf sowie das zentrale Kriegsgefangenenlager Düren-Arnoldsweiler. Die Ortsgruppe Düren der Industriegewerkschaft BCE hat zu diesem Stalag VI H eindrückliche Dokumente zusammengetragen. Ergebnisse aus allen drei Arbeitsbereichen werden im Foyer der VHS Jülich Jülicher Land und im Zentrum für Stadtgeschichte mit Fundstücken, Originalquellen und Schautafeln präsentiert.

Gerade angesichts der Kriegszerstörung in Düren und Jülich ist es wichtig, den Blick auch auf die gezwungenermaßen mitbetroffenen Menschen zu lenken und ihre Geschichte nicht zu vergessen. Von der Trauer über die erlittenen eigenen Verluste hin zu einer Wahrnehmung der leidvollen Gesamtzusammenhänge in der Zeit eines Unrechtsregimes und einer unmenschlichen Kriegsmaschinerie zu kommen ist ein bleibend aktuelles gesellschaftliches Thema.

 

Die Ausstellung ist im Foyer der VHS Jülicher Land und im Erdgeschoss des Zentrums für Stadtgeschichte im Flur vor dem Lesesaal zu sehen.

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9.00–17.00 Uhr, der Eintritt ist frei

29. April 2022 – 26. Juni 2022

Führungen sind nach Absprache möglich. Das Stadtarchiv stellt Schulen auf Anfrage Quellenmaterial zum Thema zur Verfügung. Ein Informationsblatt (pdf) gibt Hinweise auf weiterführender Literatur und Quellen, die im Lesesaal des Stadtarchivs engesehen werden können.

Im Forum am Aachener Tor gilt Maskenpflicht.

Das Stadtarchiv öffnet den digitalen Lesesaal

Ab sofort können die Bestände des Stadtarchivs auch online im digitalen Lesesaal recherchiert werden. Interessierte können entweder über die Suchfunktion nach Begriffen suchen, oder mit Hilfe einer navigierenden Suche in den Beständen stöbern. Hat man etwas gefunden, besteht die Möglichkeit, diese Unterlagen in den Lesesaal des Stadtarchivs zu bestellen.

Inzwischen wurden erste Digitalisate verknüpft und online gestellt, darunter Teile des historischen Altbestandes mit den Urkunden des Archivs. Und die digital verfügbaren Unterlagen wachsen weiter. Geplant ist derzeit die Onlinestellung der Orts- und Schulchroniken, der Verwaltungsberichte sowie der Rats- und Sitzungsprotokolle, der Karten und Pläne und der Fotosammlung. Auf diese Weise werden die empfindlichen Originale geschont und eine Nutzung ist auch von zu Hause aus möglich. Es lohnt sich also, immer wieder einmal im digitalen Lesesaal vorbeizuschauen, um zu erfahren, was es neues gibt!

Hier finden Sie den digitalen Lesesaal: actapro240.kdvz.nrw

Die Volkshochschule Jülicher Land bietet am 3. November 2022 von 17.30–19.00 Uhr einen Kurs an: Vom Suchen und Finden im Stadtarchiv – Einführung in die Archivrecherche mit dem Besuchermodul von ActaPro. In diesem Kurs erhalten Archivnutzerinnen und Archivnutzern eine Einführung in das neue Besuchermodul und seine Recherchemöglichkeiten. Es werden außerdem der Auftritt des Stadtarchivs im Archivportal NRW und die Recherchemöglichkeiten im Online-Bibliothekskatalog vorgestellt.

Hier geht es zur Anmeldung L02-201 - Vom Suchen und Finden im Stadtarchiv...

Haus-Anschriften

 Post-Anschrift

Stadtarchiv Jülich

Zentrum für Stadtgeschichte

Am Aachener Tor 16

52428 Jülich
 
Telefon: 02461/63531

E-Mail: archiv@juelich.de

Stadtarchiv Jülich

Postfach 1220

52411 Jülich

Ansprechpartnerin

 

Susanne Richter

Archivleiterin

 

Öffnungszeiten

 

Dienstag: 14.00-18.00 Uhr

Mittwoch: 14.00-18.00 Uhr

 

Ein Besuch des Stadtarchivs ist unter Einhaltung der jeweils geltenden Corona-Schutzverordnung wieder möglich.

Anfahrt

 

Anreise mit den ÖPNV:

Von Düren mit der DKB Richtung Jülich/Linnich bis Bahnhof Jülich. Fußweg vom Bahnhof zum Zentrum für Stadtgeschichte ca. 15 min.

Anreise mit dem Auto:

A 44, Abfahrt Jülich; von Düren über die B 56; von der A 61 über die B 55.

Kostenlose Parkplätze sind ausreichend verfügbar.

 

 

NEU! Bei allen mit * markierten Beständen kann im ArchivPortal NRW  im Findbuch recherchiert werden.

Urkunden 1366-1812*

Akten und Amtsbücher
Amtliche Überlieferung

Bestand I: Stadt Jülich (mit Broich, Stetternich und Petternich) zweite Hälfte 16. Jh.-1815*
Bestand I-Dep: Ehemaliges Depositum im Staatsarchiv Düsseldorf 1655-1844*
Bestand II: Stadt Jülich (zeitweise mit Mersch, Pattern, Welldorf und Güsten) 1815-1907*
Bestand III: Stadt Jülich 1908-1944 (teilw. auch 19. Jh.)
Bestand III-Bau: Bauakten Stadt Jülich 1890-1944
Bestand IV: Stadt Jülich 1945-1971
Bestand V: Stadt Jülich 1972-heute
Bestand VI-Ki: Bürgermeisterei/Amt Kirchberg 1816-1934*
Bestand VI-Ko: Bürgermeisterei/Amt Koslar 1816-1971*
Bestand VI-St: Bürgermeisterei/Amt Hambach 1816-1936, Amt Stetternich 1936-1971*

Ratsprotokolle ab 1884
Zivil- und Personenstandsregister

der (ehemaligen) Bürgermeistereien/Ämter Jülich, Barmen, Bourheim, Broich, Hambach, Koslar, Mersch, Steinstraß und Stetternich ab 1798, teilweise ab 1800

Einen Überblick über die vorhandenen Personenstandsunterlagen finden Sie hier: Übersicht über die vorhandenen Personenstandsunterlagen im Stadtarchiv Jülich, eine Übersicht über die vorhandenen Sammelakten hier: Sammelakten im Stadtarchiv Jülich

Melderegister 1927-1944
Schulchroniken ab dem 19. Jahrhundert
Zeitungssammlung

Jülicher Kreisblatt und Vorläufer 1823 - 1943 (Lücken)
- Beilage "Rur-Blumen" 1921 - 1944
Jülicher Kreis-, Handels- und Anzeigeblatt 1870 - 1873
Rur-Zeitung 1874 - 1903 (Lücken)
Jülicher Zeitung 1896 - 1910 (Lücken)
Jülicher Kreisanzeiger 1946 - 1951
Jülicher Volkszeitung 1974 - 1996
Jülicher Zeitung 1996 - heute
Jülicher Nachrichten 1974 - heute

Eine detaillierte Übersicht über die Zeitungssammlung finden Sie hier.

Landkarten, Pläne und Stiche seit dem 17. Jahrhundert
Foto- und Ansichtskartensammlung ab ca. 1890
Verschiedene Nachlässe, darunter der Nachlass des Architekten René von Schöfer (1883-1954) (pdf Findbuch)

Die Arbeitsgemeinschaft der Archive in den Kreisen Rhein-Erft und Düren hat 2010 den Archivführer Fundgruben herausgegeben, der 2021 aktualisiert wurde und u.a. über die Bestände und die Benutzungsmodalitäten der Archive informiert.

Eine Übersicht über die im Stadtarchiv Jülich verwahrten Stadtbücher finden Sie auf dem Portal Index Librorum Civitatum (https://www.stadtbuecher.de/de/stadtbuecher/deutschland/nordrhein-westfalen/jlich/)

 

Die Benutzungssatzung des Stadtarchivs und die geltende Gebührenordnung entnehmen Sie bitte den nachfolgend hinterlegten pdfs.

Benutzungssatzung Stadtarchiv

Entgeltordnung Stadtarchiv

Das Stadtarchiv führt Literatur zu orts- und regionalgeschichtlichen aber auch landesgeschichtlichen Themen. Die Bestände können in einer gemeinsam mit dem Museum Zitadelle Jülich gepflegten Datenbank recherchiert werden (http://invenio.museum-zitadelle.de). Auch die umfangreichen Bestände der Kunst- und Geschichtsbibliothek des Museum Zitadelle können im Lesesaal des Stadtarchivs eingesehen werden (zur Kunst-und Geschichtsbibliothek s. https://www.juelich.de/bibliothek).

 

 

     Logo Freundekreis Stadtarchiv e.V.

 

Das Stadtarchiv Jülich ist eines der umfangreichsten und wichtigsten Archive in der Region, war doch die Stadt Jülich fast ein Jahrtausend lang deren Mittelpunkt. Reiche Urkunden- und Aktenbestände seit dem großen Stadtbrand von 1547 machen das Archiv zu einem unentbehrlichen Anlaufpunkt für Alle, die sich mit den vergangenen 500 Jahren wissenschaftlich oder aus Interesse beschäftigen wollen. Der Freundekreis Stadtarchiv Jülich e.V. wurde 2005 gegründet, um das Stadtarchiv bei seinen Aufgaben finanziell und ideell zu unterstützen. So hilft der Freundekreis zum Beispiel bei der Vermittlung von Nachlässen an das Archiv und unterstützt beim Ankauf von Sammlungsgut wie beispielsweise historischen Zeitungsbänden. Außerdem engagiert sich der Freundekreis bei der Digitalisierung von Beständen. 

 

Vorstand

Winfried Cremerius, Vorsitzender

Tel.: 02461-8917

Email: winfried.cremerius@t-online.de

Das Herzog-Magazin hat im August ein Porträt des Freundekreis Stadtarchiv veröffentlicht: https://www.herzog-magazin.de/featured/konservierte-geschichte/  
stellv. Vorsitzender

Prof. Dr. Günter Bers

 Begleitheft zur Ausstellung Shalom Chaverim  
Geschäftsführer

Wolfgang Gunia

Schatzmeister

derzeit vakant

Beisitzer

Dr. Horst Dinstühler, Stadtarchivar

Martin Marquardt

Dr. Peter Nieveler

 Der Freundekreis Stadtarchiv e.V. hat den Druck des Begeleitheftes zur Ausstellung "Shalom Chaverim -
 1700 Jahre jüdisches Leben in der Region Rhein-Erft-Rur" finanziert.

Kosten der Mitgliedschaft:

20,00 € pro Jahr

Schüler, Jugendliche und Studenten die Hälfte 

Bankverbindung

IBAN DE29 3955 0110 1200 0147 18 BIC: SDUEDE33XXX

Falls Sie gerne Mitglied werden möchten, finden Sie hier eine Beitritsserklärung. Die Satzung des Freundekreis Stadtarchiv Jülich e.V können Sie hier herunterladen.

  

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