Pressemitteilungen
Politik in Edelsteinen - Das Geheimnis römischer Prunkkameen
Ausstellungseröffnung am Internationalen Museumstag 19. Mai 2019
Gemmen waren schon immer begehrte Schmuckstücke und hatten bedeutenden repräsentativen Charakter. Sie wurden aus einem Edelstein hergestellt, wobei ein Bildmotiv in den Stein eingeschnitten oder der Hintergrund des Bildmotivs weggeschnitten (Kameen) wurde, das dann wie ein Relief aus dem übrigen Stein herausragte.
In den ersten Jahrzehnten nach Christi Geburt kam es unter Kaiser Augustus in Rom zu einer unvergleichlich technischen und ästhetischen Blüte der exklusiven Kameen-Kunst. Gebänderter Lagen-Achat diente als kostbares Rohmaterial für große Reliefdarstellungen von Mitgliedern des Kaiserhauses und mythologischer Figuren. Die römischen Preziosen gelangten später in Kirchenschätze und fürstliche Schatzkammern. Lokale Beispiele sind der Augustus-Kameo auf dem Aachener Lotharkreuz oder der ehemals auf der Stirnplatte des Kölner Dreikönigenschreins montierte Ptolemäerkameo.
Gerhard Schmidt aus Idar-Oberstein hat diese kostbare Gattung römischer Hofkunst intensiv an den weltweit verteilten Originalstücken untersucht und als professioneller Edelsteingraveur die Fertigungstechnik experimentell erforscht. Seit 2004 hat er in detailgenauer Kleinarbeit nahezu alle großen antiken Prunkkameen detailgenau aus dem gleichen Rohmaterial neu erschaffen. Deren Präsentation ermöglicht einen Überblick, der mit den nicht ausleihbaren Originalen unmöglich wäre. Die Darstellungen auf den römischen Prunkkameen machen zudem die politischen Hintergründe in der Gründungszeit der Städte in der Euregio deutlich. Fragen von Macht, Politik und Bildpropaganda werden am historischen Beispiel augenfällig.
Ausstellung im Schlosskeller 19. Mai bis 3. November 2019 Öffnungszeiten: Mo–Fr 14–17 Uhr l Sa/So 11–18 Uhr
Kuratorenführung: So, 16.6.2019, 11 Uhr
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Ausstellungseröffnung am Internationalen Museumstag 19. Mai 2019
Gemmen waren schon immer begehrte Schmuckstücke und hatten bedeutenden repräsentativen Charakter. Sie wurden aus einem Edelstein hergestellt, wobei ein Bildmotiv in den Stein eingeschnitten oder der Hintergrund des Bildmotivs weggeschnitten (Kameen) wurde, das dann wie ein Relief aus dem übrigen Stein herausragte.
In den ersten Jahrzehnten nach Christi Geburt kam es unter Kaiser Augustus in Rom zu einer unvergleichlich technischen und ästhetischen Blüte der exklusiven Kameen-Kunst. Gebänderter Lagen-Achat diente als kostbares Rohmaterial für große Reliefdarstellungen von Mitgliedern des Kaiserhauses und mythologischer Figuren. Die römischen Preziosen gelangten später in Kirchenschätze und fürstliche Schatzkammern. Lokale Beispiele sind der Augustus-Kameo auf dem Aachener Lotharkreuz oder der ehemals auf der Stirnplatte des Kölner Dreikönigenschreins montierte Ptolemäerkameo.
Gerhard Schmidt aus Idar-Oberstein hat diese kostbare Gattung römischer Hofkunst intensiv an den weltweit verteilten Originalstücken untersucht und als professioneller Edelsteingraveur die Fertigungstechnik experimentell erforscht. Seit 2004 hat er in detailgenauer Kleinarbeit nahezu alle großen antiken Prunkkameen detailgenau aus dem gleichen Rohmaterial neu erschaffen. Deren Präsentation ermöglicht einen Überblick, der mit den nicht ausleihbaren Originalen unmöglich wäre. Die Darstellungen auf den römischen Prunkkameen machen zudem die politischen Hintergründe in der Gründungszeit der Städte in der Euregio deutlich. Fragen von Macht, Politik und Bildpropaganda werden am historischen Beispiel augenfällig.
Ausstellung im Schlosskeller 19. Mai bis 3. November 2019 Öffnungszeiten: Mo–Fr 14–17 Uhr l Sa/So 11–18 Uhr
Kuratorenführung: So, 16.6.2019, 11 Uhr
