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24.02.2026 | Pressestelle (allgemein)

Mit AMIS schneller wieder fit

PR 100 - Mit AMIS schneller wieder fit - Krankenhaus Jülich - GS_AMIS - NUR-Online.jpg
Chefarzt Dr. Michael Lörken (l.) und sein Kollege Senan Safaya (r.)
Foto: C. Lammertz / ZieL.media

Neues Hüftgelenk: In der Gesundheitsstunde geht es um ein besonderes Verfahren

Was tun bei Schmerzen in der Hüfte? Diese Frage treibt viele Menschen um, deren Alltag durch Ver-schleiß im Hüftgelenk beeinträchtigt ist. Wenn die Schmerzen zu belastend werden oder die Bewegungsmöglichkeiten so eingeschränkt, dass Arbeit, Hobbys oder auch alltägliche Beschäftigungen da-runter massiv leiden, kann ein Gelenkersatz die Lösung sein. Das Krankenhaus Jülich gehört zu den spezialisierten Kliniken in der so genannten Hüft-Endoprothetik. Was das Team um Chefarzt Dr. Michael Lörken von anderen unterscheidet, ist die OP-Methode. AMIS heißt das besonders schonende Verfahren, das in Jülich angeboten wird. Was sich hinter der Abkürzung verbirgt und welche Vorteile die Patientinnen und Patienten davon erwarten können, berichtete Dr. Lörken jetzt in einer sehr gut besuchten Jülicher Gesundheitsstunde.

Schmerzen, eingeschränkte Bewegung, reduzierte Gehstrecke, steife Gelenke, Entzündungen – das sind die Symptome der fortgeschrittenen Arthrose (Gelenkverschleiß) im Hüftgelenk. Doch wann ist der Punkt erreicht, an dem der Orthopäde zu einer Operation rät? „Diese Entscheidung können nur Sie treffen“, betonte Dr. Lörken. „Für uns ist ganz klar, dass wir zunächst alle anderen Optionen ausschöpfen. Dazu gehören Gewichtskontrolle und regelmäßige Bewegung, Schmerzmittel, entzündungshemmende und schmerzlindernde Injektionen und Physiotherapie. „Diese so genannten konservativen Behandlungen stehen immer an erster Stelle“, betonte der Chefarzt. Aber: „Sie können Arthrose nicht heilen, sondern nur Beschwerden lindern.“

Muskeln und Sehnen werden nicht durchtrennt

Wenn das alles nicht mehr hilft und der Leidensdruck zu groß wird, komme die endoprothetische OP in Frage, sagte der Chefarzt. Und auch, wenn der Titel der Gesundheitsstunde „Vorteil AMIS – Die besonders schonende Hüft-OP“ lautete, stellt Dr. Lörken klar: „Auch die anderen Verfahren sind nicht falsch oder bringen schlechtere Ergebnisse. AMIS ist aber die einzige wirklich minimalinvasive Methode.“ Das liege daran, dass bei AMIS (Anterior Minimally Invasive Surgery, zu deutsch: vordere minimal-invasive Chirurgie) auf dem Weg zum Hüftgelenk keine Muskeln und keine Sehnen durchtrennt werden müssen. „Bei dieser Methode wählen wir den Zugang von vorne und nicht wie sonst üblich von der Seite oder von hinten“, erklärte der Orthopäde. „Dabei können wir Muskeln und Sehnen zur Seite schieben, was bei den anderen Zugängen nicht möglich ist. Das bedeutet für die Patienten: weniger Schmerzen, schnellere Erholung, weniger Blutverlust, kleinere Narben und ein wesentlich geringeres Risiko für eine Luxation, also ein Auskugeln des neuen Gelenks.“

Warum ist das nicht Standard?

Oft berichteten Patientinnen und Patienten, die mit AMIS operiert wurden, dass sie im Vergleich mit anderen in der Reha schon deutlich weiter und viel fitter sind, sagte Dr. Lörken. Und spätestens an dieser Stelle fragten sich die Besucherinnen und Besucher, warum dann dieses Verfahren nicht längst Standard ist. „In der Schweiz wird kaum noch anders operiert“, berichtete der Chefarzt. „Hier gibt es aber noch nicht so viele Operateure, die das Verfahren beherrschen und dafür zugelassen sind. Es braucht auch die Bereitschaft, auf einem Gebiet, das ich vielleicht schon seit Jahrzehnten beherrsche, noch einmal etwas Neues zu lernen.“

AMIS sei erst durch Fortschritte bei den Gelenkimplantaten und bei den OP-Instrumenten möglich geworden. „Wir gehen durch eine Öffnung von nur fünf bis sechs Zentimetern“, erklärte Dr. Lörken und veranschaulichte das anschließend mit einem Video eines Eingriffs. Zahlreiche Fragen stellten die Besucherinnen und Besucher zu diesem besonderen Einblick, aber auch zu dem „Danach“. Wie lebt es sich mit einem neuen Hüftgelenk? „Viel besser als vorher“, sei die häufigste Antwort, die er von Patientinnen und Patienten höre, sagte Dr. Lörken. Laut Statistiken seien 95 Prozent der Patienten mit künstlichem Gelenk zufrieden und würden den Eingriff jederzeit wiederholen lassen. Dabei spielt sicherlich eine große Rolle, dass viel wieder möglich ist, was vorher einfach nicht mehr ging. Auch der liebgewordene Sport. „Ich würde da nichts verbieten“, betonte der Chefarzt. „Es gibt Sportarten, die besser geeignet sind – Walken, Schwimmen, auch Fahrradfahren und Joggen. Nicht zu empfehlen sind dagegen Kampfsportarten. Aber wenn ich sehe, dass auch über 80-jährige Patienten wieder schmerzfrei auf dem Tennisplatz stehen, dann ist das die beste Antwort auf die Frage, was nach der OP wieder möglich ist.“

Krankenhaus Jülich: https://www.krankenhaus-juelich.de/

 

Anwohner aus Welldorf, Güsten und Serrest sind eingeladen

Stadtwerke Jülich und NetAachen informieren am 26. Februar über Glasfaser-Ausbau

Ausbau in Welldorf, Güsten und Serrest läuft

Grundstückseigentümererklärung: Ab sofort können Anwohner aus ganz Jülich die Voraussetzung für einen Glasfaser-Anschluss schaffen

Jülichs historische Schätze entdecken  

Geschichte lebendig erleben im Stadtarchiv!

Kino: Rental Family

02. & 03.03.2026, jeweils um 20 Uhr, Kuba

Mit AMIS schneller wieder fit

Neues Hüftgelenk: In der Gesundheitsstunde geht es um ein besonderes Verfahren

Zwischen Blitzlicht und Vergangenheit

Bettina Lausen stellt ihren historischen Roman „Die Fotografin“ in der Stadtbücherei Jülich vor

Informationsveranstaltung Straßenerneuerung „Gartenweg“ und „Niederfeld“

23.02.2026, 18 Uhr, Großer Saal im Neues Rathaus

Jülich als Teil des Klima-Bündnisses

Das Netzwerk für Kommunalen Klimaschutz

Kulturfahrt "Getanzte Bilder"

am 8. Mai 2026 im Theater Mönchengladbach

Samstag 28. Februar 18 Uhr – Taschenlampenführung im Museum Zitadelle

Nachts im Museum


24.02.2026 | Pressestelle (allgemein)

Mit AMIS schneller wieder fit

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Chefarzt Dr. Michael Lörken (l.) und sein Kollege Senan Safaya (r.)
Foto: C. Lammertz / ZieL.media

Neues Hüftgelenk: In der Gesundheitsstunde geht es um ein besonderes Verfahren

Was tun bei Schmerzen in der Hüfte? Diese Frage treibt viele Menschen um, deren Alltag durch Ver-schleiß im Hüftgelenk beeinträchtigt ist. Wenn die Schmerzen zu belastend werden oder die Bewegungsmöglichkeiten so eingeschränkt, dass Arbeit, Hobbys oder auch alltägliche Beschäftigungen da-runter massiv leiden, kann ein Gelenkersatz die Lösung sein. Das Krankenhaus Jülich gehört zu den spezialisierten Kliniken in der so genannten Hüft-Endoprothetik. Was das Team um Chefarzt Dr. Michael Lörken von anderen unterscheidet, ist die OP-Methode. AMIS heißt das besonders schonende Verfahren, das in Jülich angeboten wird. Was sich hinter der Abkürzung verbirgt und welche Vorteile die Patientinnen und Patienten davon erwarten können, berichtete Dr. Lörken jetzt in einer sehr gut besuchten Jülicher Gesundheitsstunde.

Schmerzen, eingeschränkte Bewegung, reduzierte Gehstrecke, steife Gelenke, Entzündungen – das sind die Symptome der fortgeschrittenen Arthrose (Gelenkverschleiß) im Hüftgelenk. Doch wann ist der Punkt erreicht, an dem der Orthopäde zu einer Operation rät? „Diese Entscheidung können nur Sie treffen“, betonte Dr. Lörken. „Für uns ist ganz klar, dass wir zunächst alle anderen Optionen ausschöpfen. Dazu gehören Gewichtskontrolle und regelmäßige Bewegung, Schmerzmittel, entzündungshemmende und schmerzlindernde Injektionen und Physiotherapie. „Diese so genannten konservativen Behandlungen stehen immer an erster Stelle“, betonte der Chefarzt. Aber: „Sie können Arthrose nicht heilen, sondern nur Beschwerden lindern.“

Muskeln und Sehnen werden nicht durchtrennt

Wenn das alles nicht mehr hilft und der Leidensdruck zu groß wird, komme die endoprothetische OP in Frage, sagte der Chefarzt. Und auch, wenn der Titel der Gesundheitsstunde „Vorteil AMIS – Die besonders schonende Hüft-OP“ lautete, stellt Dr. Lörken klar: „Auch die anderen Verfahren sind nicht falsch oder bringen schlechtere Ergebnisse. AMIS ist aber die einzige wirklich minimalinvasive Methode.“ Das liege daran, dass bei AMIS (Anterior Minimally Invasive Surgery, zu deutsch: vordere minimal-invasive Chirurgie) auf dem Weg zum Hüftgelenk keine Muskeln und keine Sehnen durchtrennt werden müssen. „Bei dieser Methode wählen wir den Zugang von vorne und nicht wie sonst üblich von der Seite oder von hinten“, erklärte der Orthopäde. „Dabei können wir Muskeln und Sehnen zur Seite schieben, was bei den anderen Zugängen nicht möglich ist. Das bedeutet für die Patienten: weniger Schmerzen, schnellere Erholung, weniger Blutverlust, kleinere Narben und ein wesentlich geringeres Risiko für eine Luxation, also ein Auskugeln des neuen Gelenks.“

Warum ist das nicht Standard?

Oft berichteten Patientinnen und Patienten, die mit AMIS operiert wurden, dass sie im Vergleich mit anderen in der Reha schon deutlich weiter und viel fitter sind, sagte Dr. Lörken. Und spätestens an dieser Stelle fragten sich die Besucherinnen und Besucher, warum dann dieses Verfahren nicht längst Standard ist. „In der Schweiz wird kaum noch anders operiert“, berichtete der Chefarzt. „Hier gibt es aber noch nicht so viele Operateure, die das Verfahren beherrschen und dafür zugelassen sind. Es braucht auch die Bereitschaft, auf einem Gebiet, das ich vielleicht schon seit Jahrzehnten beherrsche, noch einmal etwas Neues zu lernen.“

AMIS sei erst durch Fortschritte bei den Gelenkimplantaten und bei den OP-Instrumenten möglich geworden. „Wir gehen durch eine Öffnung von nur fünf bis sechs Zentimetern“, erklärte Dr. Lörken und veranschaulichte das anschließend mit einem Video eines Eingriffs. Zahlreiche Fragen stellten die Besucherinnen und Besucher zu diesem besonderen Einblick, aber auch zu dem „Danach“. Wie lebt es sich mit einem neuen Hüftgelenk? „Viel besser als vorher“, sei die häufigste Antwort, die er von Patientinnen und Patienten höre, sagte Dr. Lörken. Laut Statistiken seien 95 Prozent der Patienten mit künstlichem Gelenk zufrieden und würden den Eingriff jederzeit wiederholen lassen. Dabei spielt sicherlich eine große Rolle, dass viel wieder möglich ist, was vorher einfach nicht mehr ging. Auch der liebgewordene Sport. „Ich würde da nichts verbieten“, betonte der Chefarzt. „Es gibt Sportarten, die besser geeignet sind – Walken, Schwimmen, auch Fahrradfahren und Joggen. Nicht zu empfehlen sind dagegen Kampfsportarten. Aber wenn ich sehe, dass auch über 80-jährige Patienten wieder schmerzfrei auf dem Tennisplatz stehen, dann ist das die beste Antwort auf die Frage, was nach der OP wieder möglich ist.“

Krankenhaus Jülich: https://www.krankenhaus-juelich.de/

 

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