Herzlich Willkommen in Jülich. Rathaus, Bürgerinformationen

Pressemitteilungen


28.04.2026 | Pressestelle (allgemein)

Neue Chancen in der Asthma-Therapie

drei Männer stehen vor Plakaten von AOK und Krankenhaus Jülich
Dr. Christoph Walter (l.) und Abudlbassit Alshian berichteten in der
Jülicher Gesundheitsstunde über moderne Wege in der Asthma-
Therapie. Sebastian Donath vertrat den Veranstaltungspartner AOK.
Foto: C. Lammertz / Ziel.media

In der Jülicher Gesundheitsstunde geht es um moderne Präzisionsmedizin

Asthma ist weit mehr als nur ein gelegentlicher Husten – es ist eine komplexe, chronische Erkrankung der Atemwege. Im Rahmen der Jülicher Gesundheitsstunde, dem Patientenforum des Krankenhauses Jülich und der AOK, gab es jetzt Einblicke in aktuelle Diagnose- und Behandlungsmethoden. Abudlbassit Alshian, Sektionsleiter der Pneumologie, und Dr. Christoph Walter, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, sprachen unter dem Titel „Luft nach oben!“ über moderne Wege in der Asthma-Therapie.

Die Relevanz des Themas belegen aktuelle Zahlen: Über vier Prozent der deutschen Bevölkerung sind an Asthma erkrankt. Regional gibt es deutliche Unterschiede, berichtete Alshian: Mit einer Rate von 4,92 Prozent liegt Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich weit oben.

Präzise Diagnose als Schlüssel

Ein zentraler Punkt des Vortrags war die Unterscheidung zwischen Asthma und der Lungenerkrankung COPD. Während Asthma oft bereits im Kindesalter beginnt und durch allergische Auslöser geprägt ist, tritt die COPD meist erst nach dem 40. Lebensjahr auf. Lungenspezialist Alshian erklärte das Ziel der Be-handlung: „Bei der medikamentösen Therapie geht es vor allem darum, die Entzündung in den Bronchien zu unterdrücken und die Überempfindlichkeit der Atemwege zu senken. Das Ziel ist eine bestmögliche Asthmakontrolle – also ein Alltag ohne ständige Beschwerden.“ Neben der klassischen Therapie mit Inhalationssprays rückt die moderne Präzisionsmedizin immer weiter in den Fokus. Bei schwerem Asthma, das trotz herkömmlicher Behandlung unkontrollierbar bleibt, bieten sogenannte Biologika neue Hoffnung. Diese biotechnologisch hergestellten Antikörper greifen gezielt in die Entzündungsprozesse des Körpers ein, wie Dr. Walter erläuterte. Anders als Kortison, das eher unspezifisch im gesamten Körper wirkt, unterbrechen diese Medikamente präzise die Entzündungskette.

Dadurch lassen sich nicht nur Asthmaanfälle reduzieren und die Lungenfunktion verbessern, sondern vor allem auch der Bedarf an belastenden Kortisongaben senken. Besonders interessant für die Besucherinnen und Besucher war die Vorstellung neuer ultralangwirksa-mer Medikamente, die nur zweimal jährlich angewendet werden. Das Ziel dieser modernen Ansätze ist die sogenannte klinische Remission – ein Zustand, in dem Patienten weitgehend symptomfrei leben können. „Je nach Definition erreichen 30 bis 38 Prozent der Patienten nach einer Biologika-Therapie diesen Zustand der Beschwerdefreiheit‘, berichteten die Mediziner.

Beratung vor Ort Für Betroffene bietet das Krankenhaus Jülich spezialisierte Unterstützung an. Die Pneumologische Ambulanz steht für Termine und weiterführende Diagnostik zur Verfügung (Terminvereinbarung unter Telefon: 02461 620-2371).

Krankenhaus Jülich: https://www.krankenhaus-juelich.de/

Neue Chancen in der Asthma-Therapie

In der Jülicher Gesundheitsstunde geht es um moderne Präzisionsmedizin

Sammelmittwoch

29. April, 15 – 18 Uhr

Besucher- und Informationszentrum Sophienhöhe

Öffentliche Infoveranstaltung mit ersten Visualisierungen

Bundesfreiwilligendienst im Museum Zitadelle

Telefonisch oder per Mail bewerben

Kino: Horst Schlämmer sucht das Glück

04., 05. & 06.05.2026, jeweils um 20 Uhr, Kuba

 Zukunftstag Jülich 2026

Städtebau, Strukturwandel sowie Wissenschaft und Forschung informieren über die Zukunft Jülichs und der Region

Bücherei-Sternchen in der Stadtbücherei Jülich

Nächster Termin am 09.05.2026

Bücherpaten für den SommerLeseClub gesucht

11.05. - 20.06.2026

Office 365 - Kurs

Ab 11.05.2026, 19.30 Uhr

Seminar: Online verkaufen

04.05.2026, 17 Uhr


28.04.2026 | Pressestelle (allgemein)

Neue Chancen in der Asthma-Therapie

drei Männer stehen vor Plakaten von AOK und Krankenhaus Jülich
Dr. Christoph Walter (l.) und Abudlbassit Alshian berichteten in der
Jülicher Gesundheitsstunde über moderne Wege in der Asthma-
Therapie. Sebastian Donath vertrat den Veranstaltungspartner AOK.
Foto: C. Lammertz / Ziel.media

In der Jülicher Gesundheitsstunde geht es um moderne Präzisionsmedizin

Asthma ist weit mehr als nur ein gelegentlicher Husten – es ist eine komplexe, chronische Erkrankung der Atemwege. Im Rahmen der Jülicher Gesundheitsstunde, dem Patientenforum des Krankenhauses Jülich und der AOK, gab es jetzt Einblicke in aktuelle Diagnose- und Behandlungsmethoden. Abudlbassit Alshian, Sektionsleiter der Pneumologie, und Dr. Christoph Walter, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, sprachen unter dem Titel „Luft nach oben!“ über moderne Wege in der Asthma-Therapie.

Die Relevanz des Themas belegen aktuelle Zahlen: Über vier Prozent der deutschen Bevölkerung sind an Asthma erkrankt. Regional gibt es deutliche Unterschiede, berichtete Alshian: Mit einer Rate von 4,92 Prozent liegt Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich weit oben.

Präzise Diagnose als Schlüssel

Ein zentraler Punkt des Vortrags war die Unterscheidung zwischen Asthma und der Lungenerkrankung COPD. Während Asthma oft bereits im Kindesalter beginnt und durch allergische Auslöser geprägt ist, tritt die COPD meist erst nach dem 40. Lebensjahr auf. Lungenspezialist Alshian erklärte das Ziel der Be-handlung: „Bei der medikamentösen Therapie geht es vor allem darum, die Entzündung in den Bronchien zu unterdrücken und die Überempfindlichkeit der Atemwege zu senken. Das Ziel ist eine bestmögliche Asthmakontrolle – also ein Alltag ohne ständige Beschwerden.“ Neben der klassischen Therapie mit Inhalationssprays rückt die moderne Präzisionsmedizin immer weiter in den Fokus. Bei schwerem Asthma, das trotz herkömmlicher Behandlung unkontrollierbar bleibt, bieten sogenannte Biologika neue Hoffnung. Diese biotechnologisch hergestellten Antikörper greifen gezielt in die Entzündungsprozesse des Körpers ein, wie Dr. Walter erläuterte. Anders als Kortison, das eher unspezifisch im gesamten Körper wirkt, unterbrechen diese Medikamente präzise die Entzündungskette.

Dadurch lassen sich nicht nur Asthmaanfälle reduzieren und die Lungenfunktion verbessern, sondern vor allem auch der Bedarf an belastenden Kortisongaben senken. Besonders interessant für die Besucherinnen und Besucher war die Vorstellung neuer ultralangwirksa-mer Medikamente, die nur zweimal jährlich angewendet werden. Das Ziel dieser modernen Ansätze ist die sogenannte klinische Remission – ein Zustand, in dem Patienten weitgehend symptomfrei leben können. „Je nach Definition erreichen 30 bis 38 Prozent der Patienten nach einer Biologika-Therapie diesen Zustand der Beschwerdefreiheit‘, berichteten die Mediziner.

Beratung vor Ort Für Betroffene bietet das Krankenhaus Jülich spezialisierte Unterstützung an. Die Pneumologische Ambulanz steht für Termine und weiterführende Diagnostik zur Verfügung (Terminvereinbarung unter Telefon: 02461 620-2371).

Krankenhaus Jülich: https://www.krankenhaus-juelich.de/

Die Internetpräsenz Juelich.de verwendet Cookies. Weitere Information
OK