Demokratie Weltweit Gestalten
Ankündigung Demokratieprojekt
Grafik: Projektlogo
Die Stadt Jülich in Kooperation mit dem Eine Welt Netz NRW und dem Eine Welt Forum Aachen
Die Demokratie ist nur so stark wie die Welt, die sie verteidigt.
Demokratie ist kein Selbstläufer – sie lebt davon, dass wir sie gestalten. Gerade in Zeiten globaler Krisen, politischer Unsicherheiten und weltweiter Herausforderungen ist es wichtig, sich zu engagieren und mit anderen auszutauschen.
In Jülich wollen wir zeigen: Demokratie beginnt hier – in Schulen, Vereinen, Nachbarschaften – und hat doch globale Auswirkungen.
Über das Projekt:
Wenn in Jülich demokratisch gelebt, diskutiert und gelernt wird, hat das globale Bedeutung. Umgekehrt beeinflussen weltweite Entwicklungen auch unseren Alltag hier vor Ort. Das Projekt „Demokratie Weltweit Gestalten“ macht diese Zusammenhänge sichtbar und erlebbar. Gemeinsam wollen wir ins Gespräch kommen: Wie läuft die Demokratie in Jülich? Was ist uns wichtig? Was können wir von anderen Ländern lernen? Unter dem Motto „Global denken – lokal handeln“ verbindet das Projekt lokale Aktionen mit globaler Verantwortung. Ein gemeinsames Projekt des Eine Welt Netz NRW e.V., der Stabstelle NaMoK der Stadt Jülich und des Eine Welt Forums Aachen e.V. Gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW sowie der Engagement Global gGmbH mit Mitteln des BMZ.
Für das Projekt sind mehrere Aktionen geplant. In der ersten Juniwoche geht es zunächst in die Innenstadt. Dort wird die Künstlerin Lydia Hitzfeld auf dem Kirchplatz ein 3D-Kunstwerk erschaffen, welches zum Teilen einlädt. Am 05. Juni feiern wir gemeinsam mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aus Jülich die Fertigstellung des Kunstobjekts, drumherum wird es kleinere Aktionen geben, die zum demokratischen Miteinander einladen. Flyer Demokratie Weltweit Gestalten
Im Rahmen des „Demokratischen Abend“ am 09. Juni wird es zunächst mehrere kurze Impulsvorträge zum Thema Demokratie geben, dabei schauen wir auf die lokale und globale Ebene. Anschließend folgt die Podiumsdiskussion, wobei Demokratie das leitende Thema der Diskussion sein soll. Welche Rolle spielt die Demokratie in Jülich und in der Welt? Unter dem Motto „Global denken – lokal handeln“, was können wir vor Ort bewirken? Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, für eine bessere Planung wird um eine Anmeldung per Mail an namok@juelich.de gebeten.
Schon jetzt können alle einen kleinen Beitrag zur Demokratie in Jülich beitragen, indem Sie den folgenden Fragebogen zum Demokratieprojekt beantworten und diesen per Mail an namok@juelich.de zurücksenden. Ziel ist es, einen Eindruck davon zu bekommen, wie es um den Wert der Demokratie in Jülich bestellt ist. Die Ergebnisse der Umfrage werden am 09. Juni im Rahmen der Abendveranstaltung um 18 Uhr im PZ der Zitadelle vorgestellt.
Über die Partner:
Das Eine Welt Netz NRW e.V. ist seit 1991 das Landesnetzwerk der Vereine, Initiativen und Engagierter für globale Gerechtigkeit. Nach dem Motto Global denken, lokal handeln, bringen wir die globalen Nachhaltigkeitsziele in Bildungsarbeit, Advocacy und Netzwerkarbeit voran. Mit dem Projekt “Demokratie Weltweit Gestalten” bringen wir Kunst, Theater und Global Citizenship Education in neun Städte in ganz NRW. Darüber hinaus vernetzen wir Engagierte für weltweite Demokratie bei regelmäßigen Vernetzungstreffen und auf der großen Abschlussveranstaltung am 22.05.2027 in Bochum.
Mehr dazu auf www.eine-welt-netz-nrw.de und auf Instagram @eineweltnetznrw_ev
Die Stabstelle NaMoK (Nachhaltigkeit, Mobilität und Klimaschutz) der Stadt Jülich koordiniert vielfältige Maßnahmen, die zur nachhaltigen und klimafreundlichen Stadtentwicklung Jülichs beitragen. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteur*innen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Schulen ist dabei von zentraler Bedeutung, denn alle können einen Beitrag leisten. www.juelich.de/namok
Das Eine Welt Forum Aachen e.V. (1wf) ist ein Zusammenschluss von Gruppen, Vereinen und Initiativen in Aachen und engagiert sich in der StädteRegion Aachen und darüber hinaus. Der Verein setzt sich in verschiedenen Bereichen für die Förderung einer nachhaltigen und global gerechten Entwicklung ein. Seit über 40 Jahren steht das 1wf für internationale Solidarität, Menschenrechte und Nachhaltigkeit. www.1wf.de
Teilnehmende Institutionen
Grafik: Logo NaMoK
Grafik: Logo Stadt Jülich
Grafik: Logo Eine-Welt-Netz-NRW
Grafik: Logo Eine Welt Forum Aachen
Fördermittelgeber
Grafik: Logo Stiftung-Umwelt-und-Entwicklung-NRW.png
Grafik: Logo Engagement Global
Grafik: BMZ Logo
Rückblick Projekt „Demokratie weltweit gestalten“
Die Stadt Jülich ist Teil des Projektes „Demokratie weltweit gestalten“. Die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik/Nachhaltigkeit der Stadt Jülich führt das Projekt gemeinsam mit dem Eine Welt Netz NRW e.V. und dem Eine Welt Forum Aachen e.V durch. Vor dem Hintergrund des sinkenden Vertrauens in demokratische Institutionen und in die Politik im Allgemeinen, sowie damit einhergehend das Erstarken von populistischen bis extremistischen Strömungen weltweit, wurden neun Städte in NRW für das Projekt ausgewählt, um die Demokratie auf lokaler Ebene erlebbar zu machen.
Das Ziel des Projektes ist es einerseits aufzuzeigen, dass Demokratie auch auf lokaler Ebene stattfindet und stattfinden kann, denn Demokratie „Das sind Wir“. Andererseits soll auch Aufmerksamkeit auf die globale Demokratiekrise weltweit gelegt werden, denn lokales Handeln vor Ort kann globale Auswirkungen haben. Hierbei ist es wichtig, das individuelle Handeln in den Blick zu nehmen und aufzuzeigen, dass alle etwas zum Gelingen einer Demokratie auf lokaler Ebene beitragen können.
Das Projekt umfasst insgesamt vier Aktionen, wobei die 3D-Straßenkunst die Erste war. Am Freitag, 05.06., war die Stabsstelle NaMoK (Nachhaltigkeit, Mobilität und Klimaschutz) zur feierlichen Eröffnung der 3D-Straßenkunst auf dem Kirchplatz, welches die Künstlerin Lydia Hitzfeld vom 02.06. bis 05.06. dort gemalt hat.
Eine pünktliche Fertigstellung des Kunstwerks um 12 Uhr war nicht möglich, da die Tage zuvor sehr regnerisch waren und die Künstlerin ihr Malen auf dem Kirchplatz aufgrund der Regenschauer immer wieder unterbrechen musste. Nichtsdestotrotz war auf dem Kirchplatz ab 12 Uhr gute Stimmung, denn Karim Camara vom Verein Kultur ohne Grenzen e.V. gab gemeinsam mit zwei Schülern aus der Musikschule einen improvisierten Trommelworkshop, der die Zuschauenden einlud, sich ebenfalls dazuzusetzen und mit zu trommeln. Daneben war die NaMoK-Stabsstelle mit dem Jülicher Infomobil und dem Glücksrad mit den 17 Nachhaltigkeitszielen vor Ort, um mit den Menschen über Demokratie, Nachhaltigkeit und Jülicher Geschichten ins Gespräch zu kommen.
Das fertige Kunstwerk zeigt ein Schachbrett, wobei die Figuren unterschiedliche Elemente des demokratischen Zusammenlebens symbolisieren. Mit einer kleinen Einweisung zur richtigen Positionierung gibt es den Zuschauenden die Möglichkeit, den 3D-Effekt des Bildes auf einem Foto festzuhalten und ein kleines Zeichen für die Demokratie auf lokaler Ebene zu setzen.
Der „Demokratische Abend“ am 09.06. im PZ der Zitadelle in Jülich bot die Möglichkeit, vielfältige Perspektiven zum Thema Demokratie kennenzulernen und zu erleben.
In der Begrüßungsrede durch die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik/Nachhaltigkeit, wurde einerseits das Projekt vorgestellt und der Wert der Demokratie auf lokaler Ebene durch den heutigen Abend aufgezeigt. Andererseits wurde auch deutlich gemacht, was die Themen Demokratie und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Denn Nachhaltigkeit bezieht sich nicht nur auf ökologische Themen, sondern Demokratie, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Teilhabe sind wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung. Ebenso der Blick auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen macht sichtbar, dass Nachhaltigkeit sowohl ökologische, wie auch ökonomische und soziale Themenfelder adressiert.
Im Anschluss hatte die Künstlerin Veronika Hüpgen die Möglichkeit, ein paar Wort zu Ihrem Kunstwerk „Demokratie“ zu sagen, welches gerade noch rechtzeitig zum „Demokratischen Abend“ fertig wurde. Das Bild ist ein Bekenntnis zur Demokratie, aber ebenso ist es ein Aufruf zum Eintreten für die Demokratie.
Es folgte der erste von drei Vorträgen an diesem Abend mit Serge Palasie, Fachpromotor für Entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit Fokus auf Afrika vom Eine Welt Netz NRW e.V. Unter dem Titel „Zwischen universellen Ansprüchen und selektiver Realität – Ein historischer Blick auf Demokratie“ gab er dem Publikum einen spannenden, aber zugleich auch nachdenklich machenden Einblick in die Historik der Demokratie, die trotz ihrer Erfolgsgeschichte einen faden Beigeschmack hat.
Linus Adler, Koordinator für Kommunale Entwicklungspolitik des Kreis Düren, zeigte mit seinem Vortrag „Global Verantwortung übernehmen: Verbesserung der medizinischen Versorgung von Schwangeren durch Zusammenarbeit zwischen Village d´Assikoi (Côte d’Ivoire) und dem Kreis Düren“, einen praktischen Einblick in die entwicklungspolitische Arbeit des Kreises. Dabei wurde das aktuelle Projekt zur Errichtung einer Geburtshilfestation in Assikoi vorgestellt.
Im dritten Vortrag von Dorothée Schenk, Chefredakteurin des HERZOG Kultur- & Stadtmagazin, sprach diese unter dem Titel „Demokratie ist eine Frage der Haltung - auch vor Ort“ über die Unbequemlichkeit der Demokratie, die nicht, wie sie sagte, wie ein Sessel vor 70 Jahre Einzug in unsere Haushalte gefunden hat, sondern sie ist jeden Tag eine Aufforderung an die Menschen, demokratisch zu handeln. Als lokale Jülicher Journalistin wurde dem Publikum der Blick auf die vierte Gewalt der Demokratie gewehrt, indem Dorothée Schenk auf die Tücken und Potenziale des Journalismus im digitalen und KI-affinen Zeitalter aufmerksam machte.
Nach der Pause begann die Podiumsdiskussion mit dem Bürgermeister Axel Fuchs, Sybille Hausmann, Dezernentin für Arbeit und Bildung vom Kreis Düren, Karl-Philipp Gawel (CDU), Alexander Eckert (UWG Jül), Harald Garding (SPD), Dr. Andreas Janssen (AfD) und Christine Klein (Bündnis 90/Die Grünen). Das Thema Demokratie auf lokaler Ebene war dabei das leitende Thema und wo die größten Chancen, von Seiten der Politik gesehen werden, um die Demokratie in Jülich voranzubringen. Stichworte, die in der Diskussion immer wieder benannt wurden waren Transparenz, Öffentlichkeit und Nahbarkeit.
Auch bot der Abend die Möglichkeit das fertige 3D-Kunstwerk der Künstlerin Lydia Hitzfeld auszuprobieren. Das Bild zeigt ein Schachbrett, wobei die Figuren unterschiedliche Elemente des demokratischen Zusammenlebens symbolisieren. Mit einer kleinen Einweisung zur richtigen Positionierung gibt es den Zuschauenden die Möglichkeit, den 3D-Effekt des Bildes auf einem Foto festzuhalten und ein kleines Zeichen für die Demokratie auf lokaler Ebene zu setzen.
Der Abend zeigte insgesamt, dass Demokratie kein abgeschlossenes Projekt ist oder gar ein Sessel, in dem man sich zurücklehnen kann. Demokratie ist anstrengend und eine Aufgabe für alle, aber, das zeigte dieser Abend auch, alle können etwas beitragen und wirksam sein. Denn Demokratie „Das sind wir“.
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