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28.07.2026 | Pressestelle (allgemein)

Bewegen und selbstständig bleiben

Bild: Dr. Eva-Maria Lukei (Mitte), Mirjam Richter (l), Heiko Jansen (Regionaldirektor AOK). Foto: C. Lammertz / ZieL.media
Dr. Eva-Maria Lukei (Mitte), Mirjam Richter (l), Heiko Jansen
(Regionaldirektor AOK). Foto: C. Lammertz / ZieL.media

In der Jülicher Gesundheitsstunde werden sanfte Übungen für mehr Kraft im Alter vorgestellt

Muskeln sind nicht nur Kraftpakete. Sie halten den Körper in Bewegung, stabilisieren Gelenke, schützen vor Stürzen und sind mit entscheidend dafür, im Alter möglichst lange selbstständig zu bleiben. Dass es nie zu spät ist, etwas für die eigene Muskulatur zu tun, war die zentrale Botschaft der Jülicher Gesundheitsstunde, zu der das Krankenhaus Jülich gemeinsam mit der AOK eingeladen hatte. Das Interesse am Patientenforum war wieder groß: Der Gruppenraum der Physiotherapie war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Unter dem Titel „In Bewegung bleiben – Sanfte Übungen für mehr Kraft im Alter“ informierten Dr. Eva-Maria Lukei, Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Altersmedizin, und die leitende Physiotherapeutin Mirjam Richter darüber, warum regelmäßige Bewegung gerade im höheren Lebensalter so wichtig ist und wie sich mit einfachen Übungen Kraft, Gleichgewicht und Mobilität verbessern lassen. Dabei entwickelte sich schnell ein lebendiger Austausch. Viele Besucherinnen und Besucher berichteten von ihren eigenen Erfahrungen, stellten Fragen und beteiligten sich engagiert an den praktischen Übungen.

Muskeln lassen sich in jedem Alter trainieren „Bewegung ist Leben“, machte Dr. Eva-Maria Lukei gleich zu Beginn deutlich. Der Mensch sei dafür geschaffen, aktiv zu sein. Doch mit der Einschulung, spätestens aber mit dem Start ins Berufsleben werde Bewegung bei den meisten immer seltener. Gleichzeitig beginne bereits ab dem 30. Lebensjahr ein natürlicher Muskelabbau, der sich im Laufe der Jahre bemerkbar mache – etwa wenn das Treppensteigen schwerer fällt, Einkäufe anstrengender werden oder das Aufstehen vom Boden nicht mehr so leicht fällt wie in jungen Jahren. Die gute Nachricht sei jedoch: Muskeln lassen sich in jedem Alter wieder trainieren. „Es ist nie zu spät“, betonte die Chefärztin.

Dabei müsse es nicht gleich der Weg ins Fitnessstudio sein. Schon Gartenarbeit, Treppensteigen, Spaziergänge oder das Tragen von Einkäufen seien wertvolle Bewegungen im Alltag. Mal zu Fuß gehen oder aufs Rad steigen, statt auch für kürzeste Strecken das Auto zu nehmen. Entscheidend sei, den Muskeln immer wieder neue Reize zu geben und möglichst lange aktiv zu bleiben. Denn eine gut trainierte Muskulatur verbessere nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Reaktionsfähigkeit und Gleichgewicht – wichtige Voraussetzungen, um Stürze zu vermeiden. Denn gerade sie führen im höheren Alter häufig dazu, dass Menschen ihre Selbstständigkeit verlieren.

Das Forum wird zur Sportstunde Wie einfach Bewegungstraining sein kann, zeigte anschließend Mirjam Richter. Sie führte Übungen vor, die sich problemlos in den Alltag integrieren lassen – vom Knieheben und Fußgymnastik im Sitzen über kontrolliertes Aufstehen vom Stuhl bis hin zu Schulter- und Rumpfübungen oder leichtem Krafttraining mit kleinen Wasserflaschen. Die Besucherinnen und Besucher machten konzentriert mit und probierten die Übungen direkt aus. Auch die Ernährung spielte zum Abschluss noch eine wichtige Rolle. Für den Muskelaufbau brauche der Körper ausreichend Eiweiß, erklärte Dr. Lukei. Teure High-Protein-Produkte seien dafür aber keineswegs notwendig. Viel wichtiger sei eine ausgewogene Ernährung mit natürlichen Eiweißquellen wie Quark, Hülsenfrüchten oder Milchprodukten. Auch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D sei insbesondere im höheren Lebensalter wichtig.

Am Ende nahmen die Gäste nicht nur die ausgedruckten Übungen mit nach Hause, sondern vor allem eine ermutigende Botschaft: Schon kleine Veränderungen im Alltag können dazu beitragen, Kraft, Mobilität und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.

Krankenhaus Jülich: https://www.krankenhaus-juelich.de/

Bild:

Dr. Eva-Maria Lukei (Mitte) und Mirjam Richter erläuterten in der Jülicher Gesundheitsstunde, warum es so wichtig ist, auch in höherem Alter in Bewegung zu bleiben. Das Patientenforum wird unterstützt von der AOK und deren Regionaldirektor Heiko Jansen. Foto: C. Lammertz / ZieL.media

Bewegen und selbstständig bleiben

In der Jülicher Gesundheitsstunde werden sanfte Übungen für mehr Kraft im Alter vorgestellt

Biergarten Konzert: Jolina Carl

07.08.2026, 20 Uhr, Kuba

Englische Führung durch die Zitadelle mit Dr. Christoph Fischer

8. August 2026, 15 Uhr, Pasqualini-Brücke

Kino: Der verlorene Mann

03. & 04.08.2026, jeweils um 20 Uhr, Kuba

Virtual Reality-Erlebnis – Mit 3D-Brillen in die Renaissance

9. August 2026, 11 Uhr, im Museum Zitadelle Jülich

Bildungsurlaub „Spanisch für Alltag und Beruf“

24. – 28.08.2026

Förderung für den Denkmalschutz 2026

Die Stadt Jülich unterstützt im Jahr 2026 den Erhalt des baukulturellen Erbes Nordrhein-Westfalens

Veranstaltungskalender

August 2026

Ehrenamtlicher Einkaufsdienst unterstützt im Alltag

Kostenfreies Angebot des Seniorenbeirates der Stadt Jülich für Menschen, die Hilfe beim Einkaufen benötigen

Kreis Düren: Ehrenpreise für soziales Engagement

Vorschläge bis zum 4. September einreichen


28.07.2026 | Pressestelle (allgemein)

Bewegen und selbstständig bleiben

Bild: Dr. Eva-Maria Lukei (Mitte), Mirjam Richter (l), Heiko Jansen (Regionaldirektor AOK). Foto: C. Lammertz / ZieL.media
Dr. Eva-Maria Lukei (Mitte), Mirjam Richter (l), Heiko Jansen
(Regionaldirektor AOK). Foto: C. Lammertz / ZieL.media

In der Jülicher Gesundheitsstunde werden sanfte Übungen für mehr Kraft im Alter vorgestellt

Muskeln sind nicht nur Kraftpakete. Sie halten den Körper in Bewegung, stabilisieren Gelenke, schützen vor Stürzen und sind mit entscheidend dafür, im Alter möglichst lange selbstständig zu bleiben. Dass es nie zu spät ist, etwas für die eigene Muskulatur zu tun, war die zentrale Botschaft der Jülicher Gesundheitsstunde, zu der das Krankenhaus Jülich gemeinsam mit der AOK eingeladen hatte. Das Interesse am Patientenforum war wieder groß: Der Gruppenraum der Physiotherapie war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Unter dem Titel „In Bewegung bleiben – Sanfte Übungen für mehr Kraft im Alter“ informierten Dr. Eva-Maria Lukei, Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Altersmedizin, und die leitende Physiotherapeutin Mirjam Richter darüber, warum regelmäßige Bewegung gerade im höheren Lebensalter so wichtig ist und wie sich mit einfachen Übungen Kraft, Gleichgewicht und Mobilität verbessern lassen. Dabei entwickelte sich schnell ein lebendiger Austausch. Viele Besucherinnen und Besucher berichteten von ihren eigenen Erfahrungen, stellten Fragen und beteiligten sich engagiert an den praktischen Übungen.

Muskeln lassen sich in jedem Alter trainieren „Bewegung ist Leben“, machte Dr. Eva-Maria Lukei gleich zu Beginn deutlich. Der Mensch sei dafür geschaffen, aktiv zu sein. Doch mit der Einschulung, spätestens aber mit dem Start ins Berufsleben werde Bewegung bei den meisten immer seltener. Gleichzeitig beginne bereits ab dem 30. Lebensjahr ein natürlicher Muskelabbau, der sich im Laufe der Jahre bemerkbar mache – etwa wenn das Treppensteigen schwerer fällt, Einkäufe anstrengender werden oder das Aufstehen vom Boden nicht mehr so leicht fällt wie in jungen Jahren. Die gute Nachricht sei jedoch: Muskeln lassen sich in jedem Alter wieder trainieren. „Es ist nie zu spät“, betonte die Chefärztin.

Dabei müsse es nicht gleich der Weg ins Fitnessstudio sein. Schon Gartenarbeit, Treppensteigen, Spaziergänge oder das Tragen von Einkäufen seien wertvolle Bewegungen im Alltag. Mal zu Fuß gehen oder aufs Rad steigen, statt auch für kürzeste Strecken das Auto zu nehmen. Entscheidend sei, den Muskeln immer wieder neue Reize zu geben und möglichst lange aktiv zu bleiben. Denn eine gut trainierte Muskulatur verbessere nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Reaktionsfähigkeit und Gleichgewicht – wichtige Voraussetzungen, um Stürze zu vermeiden. Denn gerade sie führen im höheren Alter häufig dazu, dass Menschen ihre Selbstständigkeit verlieren.

Das Forum wird zur Sportstunde Wie einfach Bewegungstraining sein kann, zeigte anschließend Mirjam Richter. Sie führte Übungen vor, die sich problemlos in den Alltag integrieren lassen – vom Knieheben und Fußgymnastik im Sitzen über kontrolliertes Aufstehen vom Stuhl bis hin zu Schulter- und Rumpfübungen oder leichtem Krafttraining mit kleinen Wasserflaschen. Die Besucherinnen und Besucher machten konzentriert mit und probierten die Übungen direkt aus. Auch die Ernährung spielte zum Abschluss noch eine wichtige Rolle. Für den Muskelaufbau brauche der Körper ausreichend Eiweiß, erklärte Dr. Lukei. Teure High-Protein-Produkte seien dafür aber keineswegs notwendig. Viel wichtiger sei eine ausgewogene Ernährung mit natürlichen Eiweißquellen wie Quark, Hülsenfrüchten oder Milchprodukten. Auch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D sei insbesondere im höheren Lebensalter wichtig.

Am Ende nahmen die Gäste nicht nur die ausgedruckten Übungen mit nach Hause, sondern vor allem eine ermutigende Botschaft: Schon kleine Veränderungen im Alltag können dazu beitragen, Kraft, Mobilität und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.

Krankenhaus Jülich: https://www.krankenhaus-juelich.de/

Bild:

Dr. Eva-Maria Lukei (Mitte) und Mirjam Richter erläuterten in der Jülicher Gesundheitsstunde, warum es so wichtig ist, auch in höherem Alter in Bewegung zu bleiben. Das Patientenforum wird unterstützt von der AOK und deren Regionaldirektor Heiko Jansen. Foto: C. Lammertz / ZieL.media

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