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17.12.2025 | Pressestelle (allgemein)

Bibliothek der Menschen

Bild: Lebende Bücher – Jessica Fischer (Stadt Jülich, links) moderiert die Gesprächsrunde mit den Gästen Hannah Kolbe-Harms (Mitte links), Dominik (Mitte) und Kilian (rechts). Foto: Stadt Jülich/ B. Lenzen
Lebende Bücher – Jessica Fischer (Stadt Jülich, links) moderiert die
Gesprächsrunde mit den Gästen Hannah Kolbe-Harms (Mitte links),
Dominik (Mitte) und Kilian (rechts). Foto: Stadt Jülich/ B. Lenzen

Verständnis wecken für die Vielfalt an Lebensformen

Der Fachbereich für Sozialplanung, Demografie, Inklusion und Integration der Stadt Jülich und die Stadtbücherei Jülich sind zu Beginn des Jahres mit der neuen Veranstaltungsreihe „Bibliothek der Menschen gestartet.

Die Organisatorinnen bieten einen besonderen Raum, in dem Menschen zu „lebenden Büchern“ werden und ihre persönlichen Geschichten erzählen. Die „Bibliothek der Menschen“ lädt ein, nicht über andere zu sprechen, sondern mit ihnen — respektvoll, offen und ohne Vorurteile.

Mitte Dezember fand der letzte Termin in 2025 statt. Hierzu kooperierten die Veranstalterinnen mit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten, Jessica Fischer.

Das Thema LGBTQIA+ dieser Veranstaltung steht für die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und sexueller Orientierungen. Viele Erfahrungen aus dieser Community sind geprägt von der Kraft der Selbstbestimmung, Mut aber auch von Fragen, Unsicherheiten und gesellschaftlichen Hürden bis hin zu Ablehnung. Umso wertvoller war es, dass Menschen aus der Jülicher Community bereit waren, sich als „lebende Bücher“ zu öffnen und ihre Erfahrungen mit ihrem Selbstfindungsprozess und ihren gesellschaftlichen Erfahrungen mit den Zuhörenden zu teilen.

Eingeladen war als Fachexpertin Hannah Kolbe-Harms von der Fachstelle Sexualität und Vielfalt e.V. mit Sitz in Merzenich. Die Fachstelle Sexualität und Vielfalt engagiert sich für Themen rund um sexuelle Gesundheit und gesellschaftliche Vielfalt. Sie gestalten Räume, in denen sich Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, begegnen und austauschen können. Ihre Expertise liegt insbesondere in den Themenbereichen sexuell übertragbare Infektionen (STIs), Sexualpädagogik und -beratung sowie Fortbildung und Beratung zu queeren Themen. Durch verschiedene Angebote und Projekte möchten sie zudem Menschen in die Lage versetzen, sich mit ihrer eigenen Sexualität auseinanderzusetzen und diese zu gestalten, um mehr sexuelle Selbstbestimmung zu erleben.

Dominik lebt als homosexueller Mann in Jülich. Er engagiert sich seit vielen Jahren in seiner ursprünglichen Heimatregion in der Nähe von Trier in der Jugendarbeit für junge queere Menschen. In seinen Schilderungen erfuhren die Zuhörenden viel darüber, wie es heute jungen Menschen geht, die auf der Suche nach der eigenen Identität einen geschützten Raum brauchen.

Kilian ist junger Transmann und erzählte offen und selbstbewusst von seinem Prozess der Selbstfindung und seinem Coming-Out. Seine Freundin hat diesen Prozess bereits über viele Jahre begleitet und konnte Wertvolles aus Sicht der Partnerin und der Erfahrungen mit Familienangehörigen und Freunden ergänzen. Eine ihrer zentralen Aussagen war, dass in der Liebe der Mensch mit seiner Persönlichkeit im Zentrum steht und nicht die geschlechtliche Identität, die sich äußerlich verändern kann.

Zu Beginn der Veranstaltung waren die drei „lebenden Bücher“ etwas nervös, was für alle Beteiligten nachvollziehbar war. Die Zuhörenden waren sehr wertschätzend und stellten interessierte Fragen. Sie alle zeigten sich sehr beeindruckt von der Offenheit und der Selbstverständlichkeit, mit der sich die Podiumsgäste zu ihren sehr persönlichen Erfahrungen äußerten. Deutlich kam zum Ausdruck, dass es ein immerwährender Prozess ist, sich mit der eigenen Identität zu befassen und es in den Lebensjahren auch ein Ausprobieren gab, bis die drei Menschen bei sich selbst angekommen sind. Sie hatten das Glück, in Familien hineingeboren zu sein, in denen ihnen viel Verständnis und Unterstützung von Eltern und Geschwistern entgegengebracht wurde. Fachexpertin Hannah Kolbe-Harms ergänzte das Gespräch mit hilfreichen Erläuterungen, auch dazu, was aufgrund ihrer Beratungspraxis Menschen an Unterstützung im Selbstfindungsprozess brauchen. Alle Podiumsgäste betonten die besondere Bedeutung eines schützenden Raums für die Community, als Ort der Gemeinschaft und der Selbsthilfe. Informationen zu Beratungsangeboten und queeren Stammtischen finden sich auf der Internetseite der Gleichstellungsstelle unter www.juelich.de/beratungggs.

Beatrix Lenzen, städtische Sozialplanerin, Birgit Kasberg, Leiterin Stadtbücherei und ihre Stellvertreterin Yvonne Schroiff zeigten sich sehr zufrieden mit dieser Veranstaltung und allen vorherigen der Reihe „Bibliothek der Menschen“. Für das kommende Jahr 2026 ist auf jeden Fall eine Fortführung mit weiteren spannenden Themen und interessanten Gästen geplant.

Informationen zur Veranstaltungsreihe „Bibliothek der Menschen“ sind zu erhalten im Fachbereich für Sozialplanung, Demografie, Inklusion und Integration, mit E-Mail an BLenzen@juelich.de und in der Stadtbücherei Jülich, mit E-Mail an Stadtbuecherei@juelich.de.

Englische Führung durch die Zitadelle mit Jacek Grubba

Donnerstag 16. April, 17 Uhr

Kino: Father Mother Sister Brother

13. & 14.04.2026, jeweils um 20 Uhr, Kuba

Kino: Petra Kelly - Act Now!

15.04.2026, 20 Uhr, Kuba

Umweltbeirat lädt zur öffentlichen Sitzung ein

21.04.2026, 18:00 Uhr, Großer Sitzungssaal im Neuen Rathaus

Stadtwerke Jülich melden Bakterien im Wasser

Aus Sicherheitsgründen wird ab sofort Trinkwasser gechlort, ist aber weiterhin unbedenklich genießbar

Bibliothek der Menschen

Veranstaltungsreihe setzt sich für Dialog ein

Frohe Ostern

und schöne Feiertage

Kino: Die Ältern

07. & 08.04.2026, jeweils um 20 Uhr, Kuba

Wenn das Bauchgefühl gestört ist

Jülicher Gesundheitsstunde zum Reizdarm und anderen Magen-Darm-Erkrankungen

Kulturfahrt: "Getanzte Bilder" am 8. Mai 2026 im Theater Mönchengladbach

Anmeldeschluss verlängert! Tickets können noch bis zum 12.04.2026 erworben werden!


17.12.2025 | Pressestelle (allgemein)

Bibliothek der Menschen

Bild: Lebende Bücher – Jessica Fischer (Stadt Jülich, links) moderiert die Gesprächsrunde mit den Gästen Hannah Kolbe-Harms (Mitte links), Dominik (Mitte) und Kilian (rechts). Foto: Stadt Jülich/ B. Lenzen
Lebende Bücher – Jessica Fischer (Stadt Jülich, links) moderiert die
Gesprächsrunde mit den Gästen Hannah Kolbe-Harms (Mitte links),
Dominik (Mitte) und Kilian (rechts). Foto: Stadt Jülich/ B. Lenzen

Verständnis wecken für die Vielfalt an Lebensformen

Der Fachbereich für Sozialplanung, Demografie, Inklusion und Integration der Stadt Jülich und die Stadtbücherei Jülich sind zu Beginn des Jahres mit der neuen Veranstaltungsreihe „Bibliothek der Menschen gestartet.

Die Organisatorinnen bieten einen besonderen Raum, in dem Menschen zu „lebenden Büchern“ werden und ihre persönlichen Geschichten erzählen. Die „Bibliothek der Menschen“ lädt ein, nicht über andere zu sprechen, sondern mit ihnen — respektvoll, offen und ohne Vorurteile.

Mitte Dezember fand der letzte Termin in 2025 statt. Hierzu kooperierten die Veranstalterinnen mit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten, Jessica Fischer.

Das Thema LGBTQIA+ dieser Veranstaltung steht für die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und sexueller Orientierungen. Viele Erfahrungen aus dieser Community sind geprägt von der Kraft der Selbstbestimmung, Mut aber auch von Fragen, Unsicherheiten und gesellschaftlichen Hürden bis hin zu Ablehnung. Umso wertvoller war es, dass Menschen aus der Jülicher Community bereit waren, sich als „lebende Bücher“ zu öffnen und ihre Erfahrungen mit ihrem Selbstfindungsprozess und ihren gesellschaftlichen Erfahrungen mit den Zuhörenden zu teilen.

Eingeladen war als Fachexpertin Hannah Kolbe-Harms von der Fachstelle Sexualität und Vielfalt e.V. mit Sitz in Merzenich. Die Fachstelle Sexualität und Vielfalt engagiert sich für Themen rund um sexuelle Gesundheit und gesellschaftliche Vielfalt. Sie gestalten Räume, in denen sich Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, begegnen und austauschen können. Ihre Expertise liegt insbesondere in den Themenbereichen sexuell übertragbare Infektionen (STIs), Sexualpädagogik und -beratung sowie Fortbildung und Beratung zu queeren Themen. Durch verschiedene Angebote und Projekte möchten sie zudem Menschen in die Lage versetzen, sich mit ihrer eigenen Sexualität auseinanderzusetzen und diese zu gestalten, um mehr sexuelle Selbstbestimmung zu erleben.

Dominik lebt als homosexueller Mann in Jülich. Er engagiert sich seit vielen Jahren in seiner ursprünglichen Heimatregion in der Nähe von Trier in der Jugendarbeit für junge queere Menschen. In seinen Schilderungen erfuhren die Zuhörenden viel darüber, wie es heute jungen Menschen geht, die auf der Suche nach der eigenen Identität einen geschützten Raum brauchen.

Kilian ist junger Transmann und erzählte offen und selbstbewusst von seinem Prozess der Selbstfindung und seinem Coming-Out. Seine Freundin hat diesen Prozess bereits über viele Jahre begleitet und konnte Wertvolles aus Sicht der Partnerin und der Erfahrungen mit Familienangehörigen und Freunden ergänzen. Eine ihrer zentralen Aussagen war, dass in der Liebe der Mensch mit seiner Persönlichkeit im Zentrum steht und nicht die geschlechtliche Identität, die sich äußerlich verändern kann.

Zu Beginn der Veranstaltung waren die drei „lebenden Bücher“ etwas nervös, was für alle Beteiligten nachvollziehbar war. Die Zuhörenden waren sehr wertschätzend und stellten interessierte Fragen. Sie alle zeigten sich sehr beeindruckt von der Offenheit und der Selbstverständlichkeit, mit der sich die Podiumsgäste zu ihren sehr persönlichen Erfahrungen äußerten. Deutlich kam zum Ausdruck, dass es ein immerwährender Prozess ist, sich mit der eigenen Identität zu befassen und es in den Lebensjahren auch ein Ausprobieren gab, bis die drei Menschen bei sich selbst angekommen sind. Sie hatten das Glück, in Familien hineingeboren zu sein, in denen ihnen viel Verständnis und Unterstützung von Eltern und Geschwistern entgegengebracht wurde. Fachexpertin Hannah Kolbe-Harms ergänzte das Gespräch mit hilfreichen Erläuterungen, auch dazu, was aufgrund ihrer Beratungspraxis Menschen an Unterstützung im Selbstfindungsprozess brauchen. Alle Podiumsgäste betonten die besondere Bedeutung eines schützenden Raums für die Community, als Ort der Gemeinschaft und der Selbsthilfe. Informationen zu Beratungsangeboten und queeren Stammtischen finden sich auf der Internetseite der Gleichstellungsstelle unter www.juelich.de/beratungggs.

Beatrix Lenzen, städtische Sozialplanerin, Birgit Kasberg, Leiterin Stadtbücherei und ihre Stellvertreterin Yvonne Schroiff zeigten sich sehr zufrieden mit dieser Veranstaltung und allen vorherigen der Reihe „Bibliothek der Menschen“. Für das kommende Jahr 2026 ist auf jeden Fall eine Fortführung mit weiteren spannenden Themen und interessanten Gästen geplant.

Informationen zur Veranstaltungsreihe „Bibliothek der Menschen“ sind zu erhalten im Fachbereich für Sozialplanung, Demografie, Inklusion und Integration, mit E-Mail an BLenzen@juelich.de und in der Stadtbücherei Jülich, mit E-Mail an Stadtbuecherei@juelich.de.

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