Pressemitteilungen
Mit AMIS schneller wieder mobil
Leah Griesen und Dr. Michael Lörken vom Krankenhaus Jülich
Foto: ZieL.media
Patientenforum im Krankenhaus Jülich informiert über eine schonende Hüftoperation
Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein künstliches Hüftgelenk? Was unterscheidet die verschiedenen Operationsverfahren? Und warum sind Patientinnen und Patienten nach einem Eingriff mit der AMIS-Methode meist besonders schnell wieder mobil? Antworten auf diese Fragen gab es bei der Jülicher Gesundheits-stunde. Dr. Michael Lörken, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, erläuterte die Möglichkeiten des künstlichen Hüftgelenkersatzes und stellte insbesondere die im Krankenhaus Jülich angebotene AMIS-Methode (Anterior Minimally Invasive Surgery) vor. Physiotherapeutin Leah Griesen zeigte anschließend, wie die Mobilisation nach dem Eingriff abläuft und warum die Therapie möglichst früh beginnt.
Eine Arthrose des Hüftgelenks entwickelt sich oft schleichend. Typisch sind Schmerzen zunächst bei Belastung, später häufig auch in Ruhe, eine eingeschränkte Beweglichkeit oder eine immer kürzer werdende Gehstrecke. Alter, Übergewicht, Belastungen im Alltag oder frühere Verletzungen können den Verschleiß begünstigen. „Eine Arthrose kann man mit konservativen Maßnahmen nicht heilen“, erklärte Dr. Michael Lörken. Dennoch müsse nicht jeder Verschleiß operiert werden. Bewegung, Physiotherapie, eine angepasste Ernährung und eine Gewichtsreduktion könnten Beschwerden lindern. Entscheidend sei letztlich, wie stark die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen den Alltag beeinträchtigen. Eine Hüftoperation sei kein Automatismus, sondern vielmehr das Ergebnis einer gemeinsamen Entscheidung von Patient und behandelndem Arzt.
Anderer Zugang zum Gelenk
Bei der OP wird das verschlissene Gelenk durch ein künstliches ersetzt. Die Entscheidung, welche Pro-these und welche Befestigungstechnik geeignet sind, hängt unter anderem vom Alter der Patientinnen und Patienten sowie der Beschaffenheit der Knochen ab. Dies ist bei allen Operationsverfahren Standard. Unterschiede gibt es aber beim Zugang, den die Mediziner wählen. Bei der AMIS-Methode erfolgt der Zugang zum Hüftgelenk von vorne. Das Besondere: Der Operateur arbeitet sozusagen zwischen den Muskeln und kann sie auseinanderdrängen, ohne sie zu durchtrennen. Auch wichtige Sehnenstrukturen wer-den geschont. „Bei jeder Operation entsteht ein gewisses Trauma. Unser Ziel ist, dieses so klein wie möglich zu halten“, erklärte Dr. Michael Lörken, der zu den wenigen Operateuren in der weiteren Region gehört, die für dieses Verfahren zertifiziert sind. Für die Patientinnen und Patienten verspricht das Verfahren mehrere Vorteile: weniger Schmerzen nach der Operation, weniger Blutverlust, eine kleine Narbe und eine schnelle Mobilisation. Auch das Risiko, dass das künstliche Gelenk später auskugelt, sei bei AMIS sehr gering, wie Dr. Lörken betonte.
Sofort wieder auf den Beinen
Bereits etwa vier Stunden nach dem Eingriff können Patientinnen und Patienten mit Unterstützung wieder aufstehen, spätestens am nächsten Morgen beginnt die Mobilisation. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel drei bis sieben Tage, die Rehabilitation schließt sich nahtlos an. Nach etwa vier Wochen ist häufig ein Gehen ohne Hilfsmittel möglich, nach acht bis zwölf Wochen können viele alltägliche Aktivitäten und auch sportliche Aktivitäten langsam wieder aufgenommen werden.
Für eine schnelle Erholung und Mobilisation der Patientinnen und Patienten arbeiten Operateure und das Team der Physiotherapie im Krankenhaus Jülich eng zusammen. „Mit 30 bis 45 Minuten am Tag geht es los“, schilderte Leah Griesen. Dabei gehe es zunächst um ganz praktische Dinge, berichtete die Physiotherapeutin: sicher aufstehen, vom Bett zum Stuhl wechseln, selbstständig zur Toilette gehen, sich anziehen und in der Gangschule lernen, mit den notwendigen Hilfsmitteln sicher über den Flur zu gehen und Treppen zu bewältigen. Hinzu kommen Übungen für Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewicht. Das Ziel ist klar: „Wir wollen die Patienten dazu befähigen, so selbstständig wie möglich zu sein“, erklärte Leah Griesen. Zu Hause sollte die Krankengymnastik in der Regel zwei- bis dreimal pro Woche fortgesetzt wer-den, ergänzt durch die täglich empfohlenen Eigenübungen.
Krankenhaus Jülich: https://www.krankenhaus-juelich.de/
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Kurzfristige Baumpflege- und Verkehrssicherungsmaßnahmen im Bereich Hasenfelder Straße/Gerhard-Lisken-Weg in Koslar
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02. & 03.11.2026, jeweils um 20 Uhr, Kulturbahnhof Jülich
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Foto: ZieL.media
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Eine Arthrose des Hüftgelenks entwickelt sich oft schleichend. Typisch sind Schmerzen zunächst bei Belastung, später häufig auch in Ruhe, eine eingeschränkte Beweglichkeit oder eine immer kürzer werdende Gehstrecke. Alter, Übergewicht, Belastungen im Alltag oder frühere Verletzungen können den Verschleiß begünstigen. „Eine Arthrose kann man mit konservativen Maßnahmen nicht heilen“, erklärte Dr. Michael Lörken. Dennoch müsse nicht jeder Verschleiß operiert werden. Bewegung, Physiotherapie, eine angepasste Ernährung und eine Gewichtsreduktion könnten Beschwerden lindern. Entscheidend sei letztlich, wie stark die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen den Alltag beeinträchtigen. Eine Hüftoperation sei kein Automatismus, sondern vielmehr das Ergebnis einer gemeinsamen Entscheidung von Patient und behandelndem Arzt.
Anderer Zugang zum Gelenk
Bei der OP wird das verschlissene Gelenk durch ein künstliches ersetzt. Die Entscheidung, welche Pro-these und welche Befestigungstechnik geeignet sind, hängt unter anderem vom Alter der Patientinnen und Patienten sowie der Beschaffenheit der Knochen ab. Dies ist bei allen Operationsverfahren Standard. Unterschiede gibt es aber beim Zugang, den die Mediziner wählen. Bei der AMIS-Methode erfolgt der Zugang zum Hüftgelenk von vorne. Das Besondere: Der Operateur arbeitet sozusagen zwischen den Muskeln und kann sie auseinanderdrängen, ohne sie zu durchtrennen. Auch wichtige Sehnenstrukturen wer-den geschont. „Bei jeder Operation entsteht ein gewisses Trauma. Unser Ziel ist, dieses so klein wie möglich zu halten“, erklärte Dr. Michael Lörken, der zu den wenigen Operateuren in der weiteren Region gehört, die für dieses Verfahren zertifiziert sind. Für die Patientinnen und Patienten verspricht das Verfahren mehrere Vorteile: weniger Schmerzen nach der Operation, weniger Blutverlust, eine kleine Narbe und eine schnelle Mobilisation. Auch das Risiko, dass das künstliche Gelenk später auskugelt, sei bei AMIS sehr gering, wie Dr. Lörken betonte.
Sofort wieder auf den Beinen
Bereits etwa vier Stunden nach dem Eingriff können Patientinnen und Patienten mit Unterstützung wieder aufstehen, spätestens am nächsten Morgen beginnt die Mobilisation. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel drei bis sieben Tage, die Rehabilitation schließt sich nahtlos an. Nach etwa vier Wochen ist häufig ein Gehen ohne Hilfsmittel möglich, nach acht bis zwölf Wochen können viele alltägliche Aktivitäten und auch sportliche Aktivitäten langsam wieder aufgenommen werden.
Für eine schnelle Erholung und Mobilisation der Patientinnen und Patienten arbeiten Operateure und das Team der Physiotherapie im Krankenhaus Jülich eng zusammen. „Mit 30 bis 45 Minuten am Tag geht es los“, schilderte Leah Griesen. Dabei gehe es zunächst um ganz praktische Dinge, berichtete die Physiotherapeutin: sicher aufstehen, vom Bett zum Stuhl wechseln, selbstständig zur Toilette gehen, sich anziehen und in der Gangschule lernen, mit den notwendigen Hilfsmitteln sicher über den Flur zu gehen und Treppen zu bewältigen. Hinzu kommen Übungen für Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewicht. Das Ziel ist klar: „Wir wollen die Patienten dazu befähigen, so selbstständig wie möglich zu sein“, erklärte Leah Griesen. Zu Hause sollte die Krankengymnastik in der Regel zwei- bis dreimal pro Woche fortgesetzt wer-den, ergänzt durch die täglich empfohlenen Eigenübungen.
Krankenhaus Jülich: https://www.krankenhaus-juelich.de/
